14.06.2015

Kunsthalle München

30 Jahre Kunsthalle München – 30 Jahre Kunsterlebnis

Picasso, Dürer, Rothko und ganz aktuell Haring: Zahlreiche Werke bekannter Künstler zierten bereits die Wände der Kunsthalle München. In diesem Jahr feiert sie ihr 30-jähriges Bestehen.

99 Ausstellungen, mehr als 10 Millionen Besucher und Werke echter „Schwergewichte“ der Kunstszene – die Kunsthalle München braucht sich vor anderen Ausstellungshäusern nicht zu verstecken. Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass und schauen zurück auf die Anfänge, das Jetzt und die Zukunft der Kunsthalle.

Die Geburtsstunden der Kunsthalle München

Wir schreiben das Jahr 1983. Die damalige Bayerische Hypotheken- und Wechselbank (heute HypoVereinsbank) gründete anlässlich ihres 150-jährigen Jubiläums die Hypo-Kulturstiftung. Deren Ziel sollte es sein, gesellschaftliches Engagement mit Kunst und Kultur zu verbinden. Damit war der Grundstein für ein echtes Highlight in der Münchner Museumslandschaft gelegt: die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung (kurz: Kunsthalle München).

Denn zwei Jahre nach Gründung der Kulturstiftung, am 14. Juni 1985, öffneten sich die Türen der Kunsthalle zum allerersten Mal für die Öffentlichkeit. Mit „Deutsche Romantik – Bildthemen der Zeit von 1800 bis 1850“ sollte das Publikum in die Kunstwelt entführt und kulturell bereichert werden.

Der Aufstieg zu einem der bekanntesten Ausstellungshäuser Deutschlands

98 Ausstellungen und 30 Jahre später zählt die Kunsthalle zu den führenden und meistbesuchten Ausstellungshäusern Deutschlands. Doch um diese Entwicklung zu ermöglichen, musste sie neue Wege gehen. 2001 verließ sie ihr bisheriges Zuhause – eine ehemalige Schalterhalle der HypoVereinsbank – und zog nebenan in die neu kreierten Fünf Höfe, zwischen Marienplatz und Odeonsplatz. Angelangt im Herzen der bayerischen Landeshauptstadt kann sie heute ihren Besuchern auf 1.200 Quadratmetern Highlights aus der Kunstszene mit modernsten Präsentationsmöglichkeiten und Museumstechnik bieten.

Im Gegensatz zu anderen Museen verfügt die Kunsthalle selbst über keine eigene Sammlung. Dies gibt ihr die Freiheit, wechselnde Ausstellungen zu zeigen – und das in der Regel bis zu drei Mal im Jahr. Doch Roger Diederen, seit 2012 Direktor der Kunsthalle, weiß auch: „Leihgaben zu bekommen ist eine große Herausforderung. Das Niveau muss für jede Ausstellung stimmen.“ Zumal dabei alle Kunstepochen aufgegriffen werden. Das Spektrum der Ausstellungen reicht von der Ur- und Frühgeschichte bis in die unmittelbare Gegenwart. Exponate aus Pompeji, den Walt Disney Studios, von Fabergé oder zum Thema Kleopatra waren bereits zu bestaunen.

Von der Vielfalt der Ausstellungen überzeugen sich jährlich bis zu 300.000 Besucher, darunter auch zahlreiche Prominente. So waren zum Beispiel aus dem schwedischen Königshaus sowohl Königin Silvia als auch Kronprinzessin Victoria schon vor Ort. Oder His Highness Maharana Arvind Singh Mewar of Udaipur, der Hauptleihgeber der Ausstellung „Maharaja“ war.

Die Kunstwelt im 21. Jahrhundert

Doch um diesem, inzwischen auch international, erlangten Ruf Rechnung tragen zu können, gilt es, sich stets weiter zu entwickeln. „Wir versuchen neue Wege zu gehen und insbesondere auch junges Publikum zu erreichen“, so Roger Diederen. Dabei unterstützen neue Formate wie ReAct – ein kreativer Party-Abend, bei dem sich Kunst mit Technoklängen mischt. Und auch für Kinder und Jugendliche wird das Programm ständig weiter ausgebaut, um die junge Generation an die Welt der Kunst heranzuführen.

Diederens Ziel für die nächsten zehn Jahre ist es in jedem Fall, „dieses hohe Niveau zu halten. Weiterhin eine große Flexibilität und Bandbreite an Themen im Haus zu haben.“ Das Programm für 2015 zeigt es: Münchner Rokoko, Keith Haring und Jean Paul Gaultier. „Spitzenklasse – besser und bunter geht es doch gar nicht!“

 

Die Ausstellung „Keith Haring. Gegen den Strich.“ ist bis 30. August 2015 in der Kunsthalle München (Theatinerstraße 8, 80333 München) zu sehen.

  1. Klaus Hammer
    20. Juni 2015, 21:14

    GRATULATION zur bisherigen Leistung !
    Viel Erfolg bei der weiteren Arbeit, deren Ergebnis mit Spannung erwartet wird.

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