DeltaQ-A-cappella
05.04.2017
Interview

A cappella Delta Q

Alltagshelden und Teilzeitnörgler: Die A-cappella-Band Delta Q

Seit ihrer Gründung ist die A-cappella-Truppe Delta Q in Deutschland und mittlerweile auch dem Rest Europas unterwegs. Der Titel ihres aktuellen Bühnenprogramms „Wann, wenn nicht wir“ verspricht Eigenkompositionen mit Ohrwurmgarantie, Gänsehautmomente bei Cover-Arrangements und originelle Choreographien. Wir haben den Tenor der Band, Thorsten Engels, zum Interview getroffen – und dabei viel gelacht.

Ihr seid mit Eurem Programm „Wann, wenn nicht wir“ momentan auf Tour durch Deutschland. Wie sieht eigentlich der Tour-Alltag einer A-cappella-Band aus? Sex, Drugs and Rock’n’roll?

(Lacht) Vielleicht kommt das dann mit dem Ruhm und dem vielen Geld. Man könnte den Titel unserer Tour zwar so interpretieren, momentan bleiben wir allerdings erstmal langweilig und diszipliniert. Wir achten gut auf uns, um unserem Publikum eine tolle Show mit konstant guter Qualität bieten zu können. Da haben wir alle den gleichen Anspruch. Ein Glas Rotwein ist aber ab und zu schon mal drin.

Ihr spielt mit Begriffen wie „Mundmukke“ – die Musik kommt also buchstäblich aus dem Mund, eure Stimmen sind die Instrumente. Wie seid Ihr eigentlich dazu gekommen und habt Euch als Musiker gefunden?

Das reicht zurück bis in die Schulzeit. Basti und unser ‚Gründungsbass‘ Leo hatten die Idee, A-cappella-Musik irgendwann mal professionell zu betreiben. Martin, Sean und ich wurden später quasi ‚gecastet‘. Der Begriff ‚Mundmukke‘ ist unsere Wortneuschöpfung und ein Synonym für A cappella,  gemischt mit etwas Berliner Jargon – wir sind schließlich eine Berliner Band. Gleichzeitig ist es eine Alliteration und versteckt zweimal der Laut, den die „Delta Kuh“ macht – muh. Das finden wir wirklich wichtig (lacht).

„Wir haben alle den gleichen Anspruch!“
Thorsten Engels von Delta Q

Eure Texte sind witzig, auch mal nachdenklich oder kritisch. Wie entstehen Eure Texte, wo findet Ihr Inspiration?

Unsere Texte entstehen eigentlich unentwegt, aber auf ganz unterschiedliche Weise – schon allein dadurch, dass wir vier sehr verschiedene Typen sind. Jeder schreibt über das, was ihn umtreibt. Martin zum Beispiel möchte gern kritisieren, verändern, zum Denken anregen. Ich will eher unterhalten und mich selbst auf die Schippe nehmen. So hat jeder seine Vorlieben oder Anliegen und wir können uns gut ergänzen. Wenn man dann einige Songs hat, überlegt man, was für ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Programm noch fehlt. So entstehen dann immer ganz schöne Mischungen.

Eure Homebase ist in Berlin – was unterscheidet das Publikum in der Hauptstadt von Euren Zuhörern in Hannover, wo Ihr gerade gespielt habt??

Die Hannoveraner sprechen das bessere Hochdeutsch?! (lacht) Ich würde sagen, die Menschen in Berlin sind uns extrem zugetan, viel mehr als die Hannoveraner, was aber vermutlich daran liegt, dass wir so selten in Berlin auftreten, dass unser Publikum dann immer zu 90% aus Familie und Freunden besteht. Aber ernsthaft: Berlin und Hannover gehören beide zu den wichtigsten A-cappella-Metropolen, das Publikum ist anspruchsvoll. Sich dieser Herausforderung zu stellen, finden wir immer wieder spannend.

Mit welcher Band würdet Ihr – auch gern in Euren kühnsten Träumen – gern mal zusammen arbeiten?

Da wüsste ich nicht, wo ich anfangen soll … Stevie Wonder, Ella Fitzgerald, Frank Sinatra, Jason Mraz, Bruno Mars, Adele, Björk, Michael Jackson, Frank Zappa … Wie lang soll das Interview werden?

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