24.06.2015

A-cappella-Wettbewerb

Jugend kulturell Förderpreis geht in die nächste Runde

Die menschliche Stimme: kein anderes Musikinstrument der Welt ist so vielfältig und einzigartig. A-cappella-Talente stellen dies beim Wettbewerb Jugend kulturell Förderpreis 2015 wieder unter Beweis.

Zum bereits fünften Mal macht sich die HypoVereinsbank im Rahmen ihres Nachwuchswettbewerbs „Jugend kulturell Förderpreis“ auf die Suche nach Ausnahmetalenten der A-cappella-Szene. Zahlreiche Newcomer folgten dem Aufruf der Bank und reichten ihre Bewerbung ein. In der vergangenen Woche entschied eine Fachjury, für wen die Reise auf die großen Bühnen weiter geht. Wir begleiteten die Experten bei der Auswahl.

Das Kulturförderprogramm Jugend kulturell

Vor mehr als 30 Jahren rief die HypoVereinsbank ihr eigenes Kulturförderprogramm „Jugend kulturell“ ins Leben. Ziel sollte es sein, Künstlerinnen und Künstler auf dem Weg in die Professionalität zu unterstützen und zu begleiten. Mit einer bundesweiten Veranstaltungsreihe bietet die Bank seither eine einzigartige Plattform für Nachwuchstalente. Das Förderprogramm wurde 1994 durch einen ausgelobten Wettbewerb erweitert – den Jugend kulturell Förderpreis. Hierbei werden im jährlichen Wechsel aufgehende Sterne aus Kabarett, Musical, a cappella und Popmusik gesucht.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Zahlreiche Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Österreich und der Schweiz machten die Auswahl für die Jury alles andere als einfach. Auch wenn die Experten schließlich zu einer gemeinsamen Einschätzung kamen – viele Stunden intensiver Beratung und Diskussion gingen ihrer Entscheidung voraus. Bei der eingereichten Bandbreite der Gruppen jedoch auch kein Wunder. „A cappella – glaubt man(cher) – ist, wenn ein paar Leute ein Mikrofon in die Hand nehmen und singen. Möglichst vielstimmig, sauber intoniert und mit Elan. Das stimmt aber nur teilweise“, so Jurymitglied und Kulturjournalistin Marianne Kolarik. „A cappella ist viel mehr. Das zeigte sich auch jetzt wieder bei unserer Sitzung. Das Spektrum dessen, was man gemeinhin unter Vokalmusik versteht, ist im Laufe der vergangenen Jahre beträchtlich gewachsen; genauso wie die technischen Möglichkeiten, mit denen man verblüffende Effekte erzielt. Und es gibt keinerlei Tabus. Nur Instrumente als Begleitung der Singstimmen: die sind immer noch verboten.“

Am Ende der Beratung waren die Jurymitglieder zufrieden mit ihrer Auswahl. 14 Ensembles dürfen sich über den Einzug in die Vorentscheidungen freuen, die im Herbst in Düsseldorf, Stuttgart, Berlin und Weimar ausgetragen werden:

Zwei weitere Ensembles bekommen im Juli eine erneute Chance, sich für die Vorentscheidungen zu qualifizieren. Vom 10. bis 20.07. können Sie per Online-Voting auf www.jugend-kulturell.de unter zehn A-cappella-Newcomern Ihre Favoriten wählen und mit Ihrer Stimme unterstützen.

Die Jury freut sich nun aber erst einmal auf den weiteren Weg mit den Nominierten. „Das Genre a cappella wird immer populärer und immer hochwertigere Ensembles nehmen am Jugend kulturell Förderpreis teil“, fasst Juror Clemens Tewinkel den Tag zusammen. Der Wettbewerb zeige, welche Bandbreite a cappella bietet: von Klassik über Pop bis hin zu ganz außergewöhnlichen Beats. „Die Vokalkünstler überraschten uns mit ihrer gesanglichen Qualität, ihrer musikalischen Vielfalt und originellen Darbietungen.“

Es bleibt in jedem Fall spannend, welches Ensemble sich am 2. November 2015 durchsetzen und in die Liste der bisherigen Preisträger wie Klangbezirk, Viva Voce und JuiceBox einreihen kann. Beim Finale in Hamburg treffen alle vier Vorentscheids-Sieger aufeinander. Doch am Ende kann nur einer ganz oben auf dem Treppchen stehen.

 

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