26.04.2016
Tipp

Altersvorsorge Kinder

Für die Kleinsten: Warum Altersvorsorge sinnvoll ist

„Die gesetzliche Rente bietet in Zukunft nur noch eine Grundversorgung. Daher wird die private Altersvorsorge für Kinder immer wichtiger“, sagt Frank Leistner, Leiter Produktmanagement Vermögen und Vorsorge bei der HypoVereinsbank. Sein Rat: „Je früher Eltern damit beginnen, die Altersvorsorge für den Nachwuchs anzugehen, desto besser sind die Kinder später versorgt.“ Doch welche Lösungen gibt es? Ein Blick auf die gängigsten Varianten schafft Klarheit.

Wie sinnvoll ist eine Altersvorsorge?

An einer privaten Altersvorsorge für den Junior führt heutzutage kein Weg vorbei. Dennoch schieben Eltern das Thema gerne auf. Bis zum Rentenalter ist es noch lange hin, mögen sie denken, da kommt es doch auf ein, zwei Jahre nicht an. Und schließlich: Die finanzielle Absicherung für morgen zu regeln, bedeutet auch, heute schon Verzicht zu üben. „Das stimmt, aber die nachfolgende Generation hat keine andere Wahl“, sagt HVB-Vorsorge Experte Frank Leistner. Allerdings sollten Eltern berücksichtigen, dass der Nachwuchs noch ein ganzes Leben vor sich hat. „Vor einer Altersvorsorge ist deshalb der Abschluss einer Unfall-, Berufsunfähigkeits- oder Krankenzusatzversicherung überlegenswert.“

Welche Form der Altersvorsorge ist lohnenswert?

Frank Leistner: „Generell lässt sich sagen, dass eine Altersvorsorge bei Kindern jeden Alters eine gute Investition darstellt.“ Bevor sich fürsorgliche Eltern jedoch für ein Vorsorge-Modell entscheiden, sollten sie sich eingehend beraten lassen: „Bei einer individuellen Vorsorge-Entscheidung gibt es, je nach familiärer Situation, eine ganze Reihe Möglichkeiten und wichtige Themen zu bedenken.“ Dazu zählen etwa mögliche Vorsorgeziele und Laufzeiten aber auch Risiken, Verfügbarkeiten oder steuerliche Belange. „Die hat man als Laie nicht immer alle im Blick, aber das muss man auch gar nicht“, beruhigt der HVB-Fachmann, „dafür sind unsere Spezialisten da – um Fragen zu klären und passende Lösungen zu finden.“  Genau diesen Service bietet die HypoVereinsbank mit ihrem HVB FinanzKonzept.

HVB Finanzkonzept: Transparente Beratung aus einer Hand

„Der Aufbau eines Vermögens beginnt mit der richtigen Beratung“, sagt Frank Leistner. „Und die bieten wir unseren Kunden mit dem HVB FinanzKonzept.“ Diese können damit von einer ganzheitlichen Anlageberatung in den Bedarfsfeldern Liquidität und Immobilien, Vermögen und Vorsorge profitieren. Bevor also das Geld der lieben Kleinen unter Umständen voreilig in ein Anlageprodukt wandert, sollten Eltern mit Unterstützung des HVB FinanzKonzeptes eine ausführliche Bedarfsanalyse durchführen. HVB-Profi Leistner: „Dabei stehen die individuellen Anlagewünsche und -ziele im Vordergrund. Im Anschluss daran erfolgen die Festlegung der persönlichen Risikobereitschaft und der dazu passenden Anlagestrategie.“
Übrigens: Für dieses Beratungsangebot wurde die HypoVereinsbank im März 2015 vom Institut für Vermögensaufbau bereits mit der Höchstnote „5 Sterne“ ausgezeichnet.

Kindergeld: Klein, aber oho

In erster Linie diene das Kindergeld dazu, die Grundbedürfnisse des Kindes sicherzustellen, sagt Frank Leistner. Spielen Eltern mit dem Gedanken, einen Teil davon in die Altersvorsorge der Kinder zu investieren, „sollten sie den Betrag immer passend zur jeweiligen Lebenssituation des Nachwuchses wählen, und zwar so, dass sie ihn auch langfristig bedienen können.“ Eltern könnten so bereits mit kleinen Beträgen kontinuierlich sparen, vielleicht später die Zahlungen erhöhen oder einfach auch zwischendurch zuzahlen, wenn es die finanzielle Situation erlaubt.

Fondssparplan: Mehr Rendite, mehr Risiko

Ein Fondssparplan ist ein Sparvertrag, bei dem regelmäßig in einen Investmentfonds eingezahlt wird. „Bei diesem Produkt können Eltern den Investmentfonds, die Höhe der Sparrate und den Spartermin weitgehend selbst bestimmen.“ Während viele Sparer zu einem ungünstigen Zeitpunkt in den Kapitalmarkt ein- oder aus ihm aussteigen, führt die Strategie eines Fondssparplans automatisch zu einem antizyklischen  Verhalten. Dank einer festen Sparrate erhalten Kunden bei steigenden Kursen zwar weniger, bei sinkenden Kursen dafür mehr Fondsanteile. „Diese Kausalität wird als Durchschnittskostenprinzip oder ‚Cost-Average-Effekt‘ bezeichnet. Dieser positive Effekt lässt sich vor allem bei Aktienfonds ausnutzen, da diese im Vergleich zu Rentenfonds höheren Schwankungen unterliegen“, so Frank Leistner.

Welche Fonds sich zur Anlage eignen, hängt wesentlich von der Risikobereitschaft und dem individuellen Anlagehorizont ab. Hier rät Leistner zu einer längerfristigen Ausrichtung. Und im Gegensatz zu einer Einmalanlage können Eltern mit einem Fondssparplan auch von gegebenenfalls zwischenzeitlich niedrigen Kursen profitieren. Was die Kosten angeht, fällt die jeweilige Kaufprovision des Investmentfonds an. Normalerweise ist dabei auch ein Depotpreis üblich. Das HVB Fondssparen bildet hier eine Ausnahme. Bei diesem Produkt profitieren Eltern von der Verwahrung des Fonds in einem HypoVereinsbank Depot.

Zur Person

Frank Leistner verantwortet seit 2014 das Produktmanagement für Vermögens- und Vorsorgeprodukte bei der HypoVereinsbank. Der gebürtige Norddeutsche ist seit 1997 für die Bank in verschiedenen Bereichen des Produktmanagements für Vermögensanlage tätig, sowohl für Private Banking wie auch im Privatkundengeschäft.

Fondsgebundene Rentenversicherung: Schutz und Flexibilität

Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung können Eltern einen für die Altersvorsorge der Kinder bestimmten Betrag investieren und dabei aus mehreren Investmentfonds wählen, Frank Leistner: „Der Nachwuchs erhält im Alter eine private lebenslange Zusatzrente, deren Höhe von der künftigen Kursentwicklung des Fondsvermögens abhängt.“ Eine interessante Lösungsmöglichkeit für chancenorientierte Eltern ist beispielsweise die HVB FondsRente pro als Kinderpolice. „Neben zahlreichen flexiblen Produkteigenschaften und individuell wählbarem Versicherungsschutz, können Eltern hier aus rund 30 Investmentfonds auswählen, je nach Risikoneigung.“

Mehrere Spartöpfe: Sinnvoll?

„Ja, es kann durchaus sinnvoll sein, mehrere Spartöpfe für seine Kinder anzulegen“, sagt Frank Leistner. Jedoch sollten Eltern im Vorfelde einige Punkte klären, denn: „Je nach Laufzeit, Verfügbarkeit, Renditeerwartung und Risikoneigung bieten sich unterschiedliche Produkte an.“ Tipp des Profis: „Eltern, die ein langfristiges Sparziel für den Nachwuchs verfolgen, können sich mehr Risiko leisten, da es sich langfristig gesehen deutlich reduziert.“

  1. Schnorchel
    2. Juni 2016, 12:10

    Niemals eine Fondsgebundene Rentenversicherung abschließen, NIE! Diese sind viel zu teuer, bis zu 25 % Kosten pro Jahr. Die Rendite hat nicht der Kunde, sondern nur die Versicherungsgesellschaft.

  2. Carsten Schmidt
    1. Juni 2016, 13:19

    Hallo Herr Klees,

    eine pauschale Antwort bei der Vielzahl der Fonds zu treffen, ist leider nicht möglich. Wenn Sie mögen, erstellen wir Ihnen jedoch gerne ein individuelles Angebot in einer unserer Filialen vor Ort. Daraus können Sie alle Kosten entnehmen.

    Schöne Grüße,
    Carsten Schmidt

  3. Carsten Schmidt
    1. Juni 2016, 13:16

    Hallo Herr Klees,

    damit ist lediglich die Einbuchung der Fonds in einem HVB-Depot gemeint. Der Fonds bleibt natürlich weiterhin immer ein Sondervermögen.

    Schöne Grüße,
    Carsten Schmidt

  4. Markus
    28. Mai 2016, 14:51

    Eine Fonds-RV kann natürlich steuerlich charmant sein, allerdings ist der „Versicherungsmantel“ nicht gerade günstig, was die Rendite deutlich drücken kann. Wie hoch sind demnach Abschluss- und laufende Kosten rein für die Versicherung sowie die durchschnittlichen Fondskosten der 30 Fonds? Über wieviele Jahre Laufzeit wird die Bewertungssumme gebildet – die gesamte Vertragsdauer, oder ist dieser Wert z.B. bei max. 35 Jahre gedeckelt?

  5. Markus
    28. Mai 2016, 14:39

    Was genau bedeutet die „Verwahrung des Fonds in einem HypoVereinsbank Depot“? Sind die Fonds bei einer echten Verwahrstelle – also Sondervermögen, oder liegen sie bei der HVB und sind in deren Bilanz enthalten und somit theoretisch bei einer Insolvenz nicht geschützt?

  6. Markus
    28. Mai 2016, 14:34

    „Mehr Rendite = mehr Risiko“ gilt nicht allgemein und wird in der Fachwelt durchaus kontrovers diskutiert. Hintergrund sind empirische Studien, die zeigen, dass eine zu hohe Volatilität des Anlageportfolios die statistische Renditeerwartung wieder sinken lässt und sogar negativ resultieren kann. Der „Cost-Average-Effekt“ ist eher neutral zu sehen – nicht allgemein positiv. Hintergrund ist die langfristig positive Kapitalmarktdrift. D.h. insbesondere bezogen auf Aktien nimmt der innere Wert (durch Inovation, Wachstum, Produktivität) stetig zu. Wer also heute Geld übrig hat und langfristig (>>10 Jahre) investieren will, sollte dies besser gleich tun.

  7. Markus
    28. Mai 2016, 14:22

    „Die größte Rendite bringt die Investition in Bildung!“ D. h. zunächst ist es doch sinnvoll, den Kapitalaufbau für Kinder auf die Finanzierung der Ausbildung zu fokussieren. Je besser die Ausbildung (was meistens Geld kostet), desto attrakiver sind i.d.R. Job und Einkommen später und folglich wird die Gestaltung der Altersvorsorge einfacher und mit mehr Optionen garniert.

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