Stiftungsmanagement

05.04.2013

Angestiftet

Kennen Sie das gute Gefühl, etwas wirklich Nützliches für andere getan zu haben? Das können kleine Dinge des Alltags sein: Kistenschleppen beim Umzug eines Freundes, die zuverlässige Urlaubsvertretung für einen Kollegen oder das Aufstehen im Bus für eine ältere Dame. Die Folge solcher uneigennütziger Taten: Dankbarkeit und ein menschlicheres Miteinander.

© Cornelia Menichelli – pixelio.de

Das schöne Gefühl des “Sich-nützlich-machens” ist sicher auch einer der Beweggründe für Menschen, die eine Stiftung gründen. Sie möchten Gutes tun und der Gesellschaft etwas zurückgeben. Doch neben den vielen Gedanken, die sich angehende Stifter über Sinn und Ziel ihrer Aktivitäten machen, sollte auch der Verwaltungsaufwand nicht aus dem Blick geraten: Eine tragfähige Organisationsstruktur und eine solide finanzielle Grundlage bilden nämlich die Basis für langfristiges Engagement. Leider ist jede Stiftungsgründung zugleich ein Einzug auf das Papier-Schlachtfeld: Antragsformulare, Sitzungsprotokolle und Rechnungen füllen die Ablage meist schneller als Projektberichte oder Dankesschreiben. Die anfängliche Euphorie weicht häufig einer Ernüchterung über den immensen Verwaltungsaufwand.

Bevor Sie starten

An dieser Stelle kommen Stiftungsmanager ins Spiel: Sie helfen bei der Auswahl von Stiftungsform und -zweck, begleiten die Gründung in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und bieten umfangreiches Know-how in Sachen Verwaltung des Stiftungsvermögens. “Wenn unsere Kunden einen Teil ihres Vermögens für Gemeinwohl-Zwecke einsetzen möchten, erwarten sie eine fundierte Rundum-Beratung, wie sie es von gewinnorientierten Investitionsvorhaben gewohnt sind”, sagt Dr. Stefan Fritz, Leiter des Stiftungsmanagements bei der HypoVereinsbank. Sein Tipp für Unentschlossene: “In jedem Fall sollte eine Stiftungsneugründung wohl überlegt sein. Denn die Praxis zeigt, dass eine andere Form des Gebens die bessere Alternative sein kann – beispielsweise eine Zustiftung an ein bereits bestehendes Projekt mit vergleichbarem Fördergedanken.”

Ein starkes Fundament: Anlagestrategie mit Substanz

Für bestehende Stiftungen analysieren die Stiftungsmanager den Status Quo der Finanzen, rechnen ihn auf die Zukunft hoch und zeigen Verbesserungspotenzial auf. Ganz wichtig dabei: die passende Anlagestrategie. “In einem guten Vermögensmix dürfen heute Substanzwerte wie Aktien oder Immobilien nicht fehlen”, erklärt Dr. Fritz. “Über Jahrzehnte sind Stiftungen mit klassischen Anlagen gut gefahren, also überwiegend Staatsanleihen mit allenfalls geringer Aktienbeimischung.” Doch die Rahmenbedingungen für Kapitalanleger haben sich in den letzten Jahren verändert, insbesondere in Bezug auf die Rendite- und Risikoeinschätzung von Staatspapieren – das betrifft auch Stifter: “Viele Stiftungen haben ihre Anlagepolitik den geänderten Verhältnissen jedoch kaum angepasst”, stellt Dr. Fritz fest. “Eine langfristig tragfähige Anlagestrategie muss aber sowohl den neuen Marktgegebenheiten als auch der Verantwortung der Stiftung Rechnung tragen.”

„Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es.“ (Erich Kästner)

Die wohl bekannteste Stiftung geht übrigens auf Alfred Nobel zurück: Der kinderlose schwedische Ingenieur verfügte in seinem Testament, dass sein gesamtes Vermögen der Nobel-Stiftung zugeführt werden sollte. Von den Zinserträgen wird seit 1901 jährlich der berühmte Nobelpreis verliehen – das zeugt von einer cleveren Anlagestrategie. Wenn Ihnen also als fleißiger Umzugshelfer schon der Muskelkater am nächsten Morgen Freude bereitet (“Wie gut, dass man sich nützlich machen konnte!”), dann wären Sie sicher auch ein geeigneter Stifter – aber nicht vergessen: Immer schön die Finanzen und die Ablage im Auge behalten. Oder lieber gleich die Hilfe von Profis in Anspruch nehmen, die Ihnen den Rücken freihalten. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.hvb.de/stiftungen.

Zum Hintergrund:
Mit insgesamt rund 2.000 Stiftungskunden gehört die HypoVereinsbank zu den Marktführern in Deutschland. Ihre gesellschaftliche Verantwortung unterstreicht die HVB auch mit eigenen Projekten wie der Hypo-Kulturstiftung, die kulturelle Vorhaben und Einrichtungen fördert und außerdem Trägerin der Kunsthalle in München ist. Zudem gibt es die UniCredit Foundation, eine Stiftung der UniCredit S.p.A., die im sozial-gesellschaftlichen Sektor und in der Entwicklungsarbeit tätig ist.

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