Berufsunfähig: So sorgen Sie vor!
04.08.2016
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Berufsunfähig

Plötzlich berufsunfähig? So sorgen Sie vor

„Das Familieneinkommen bricht weg, die Kredite für Haus und Auto laufen weiter. Wer seinen Job nicht mehr ausüben kann, ist schnell in seiner Existenz bedroht, sagt Frank Leistner, Leiter Produktmanagement Vermögen und Vorsorge bei der HypoVereinsbank. „Der alte Lebensstandard kann nicht aufrechterhalten werden, denn die staatliche Erwerbsminderungsrente deckt nur einen Teil des vorherigen Einkommens ab.“ Deshalb sollten Sie vorsorgen. Wir verraten Ihnen, wie Sie mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung Ihre Existenz absichern können.

Ob Stress im Job oder ein Unfall in der Freizeit: Die Folgen können weitreichend sein. Im schlimmsten Fall machen sie das Ausüben des Berufes unmöglich. Gleiches gilt für schwere Krankheiten. Laut einer Erhebung der Deutschen Rentenversicherung aus dem Jahr 2014 bezieht derzeit etwa jeder fünfte Deutsche im arbeitsfähigen Alter eine Erwerbsminderungsrente. „Mit dem Eintritt ins Berufsleben wird die eigene Arbeitskraft zur Grundlage der Existenz. Von diesem Moment an sollte sich deshalb jeder gegen Arbeitsunfähigkeit absichern“, rät HVB-Vorsorgeexperte Frank Leistner. Doch worauf sollten Versicherte bei der Wahl einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung (kurz: BU-Versicherung) achten?

Frühzeitig absichern

Wer sich bereits in jungen Jahren für eine Police entscheidet, zahlt weniger, da die Höhe des Beitrags durch das Alter und die gesundheitliche Verfassung mitbestimmt wird. „Junge Leute sind meist kerngesund und haben daher beste Chancen, sich günstig und zu vorteilhaften Konditionen zu versichern“, sagt Frank Leistner. „Wer jedoch in dieser Lebensphase seinen Beruf aufgeben muss, steht ohne Absicherung leicht vor dem Ruin.“ Hinzukomme, dass Berufseinsteiger in den ersten fünf Jahren ‚on the job‘ in der Regel keinen Anspruch auf eine staatliche Erwerbsminderungsrente haben.

Hilfe vom Staat variiert

Ohnehin sollte sich Versicherte im Fall der Fälle nicht auf den Staat verlassen, da die gesetzliche Erwerbsminderungsrente erst dann greift, wenn Arbeiternehmer in den vergangenen fünf Jahren mindestens drei Jahre lang Pflichtbeiträge in die staatliche Rentenversicherung gezahlt haben. Und schließlich hängt der Umfang der Rente zum einen von der persönlichen Erwerbsbiografie ab und zum anderen davon, ob und wie viele Stunden pro Tag der Versicherte noch arbeiten kann. Welche Gründe es für die Berufsunfähigkeit gibt, spielt keine Rolle: Diese kann Folge einer Unfallverletzung, einer Krankheit oder eines vorzeitigen Kräfteverfalls sein.

Generell gilt: Wer wegen einer Erkrankung oder nach einem Unfall noch irgendeiner beruflichen Tätigkeit nachgehen kann – und zwar drei bis sechs Stunden täglich – erhält durch die gesetzliche Rentenversicherung die halbe Erwerbsminderungsrente. Einen vollen Rentenanspruch hat nur, wer weniger als drei Stunden pro Tag arbeiten kann – egal, in welchem Beruf. Dabei ist der bisherige berufliche Status unwichtig: Im Fall der Erwerbsminderung müssen selbst ein Ingenieur oder ein Chirurg einfachste Tätigkeiten annehmen. Für alle anderen gilt: Wer sechs oder mehr Stunden täglich arbeiten kann – egal in welchem Beruf – geht bei Vater Staat in der Regel leer aus. „Junge Leute sollten daher so früh wie möglich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung privat Vorsorge treffen“, so der Appell von Frank Leistner.

Wann greift eine private BU-Versicherung?

Generell gilt: Wer wegen einer Erkrankung oder nach einem Unfall noch irgendeiner beruflichen Tätigkeit nachgehen kann – und zwar drei bis sechs Stunden täglich – erhält durch die gesetzliche Rentenversicherung die halbe Erwerbsminderungsrente. Einen vollen Rentenanspruch hat nur, wer weniger als drei Stunden pro Tag arbeiten kann – egal, in welchem Beruf. Dabei ist der bisherige berufliche Status unwichtig: Im Fall der Erwerbsminderung müssen selbst ein Ingenieur oder ein Chirurg einfachste Tätigkeiten annehmen. Für alle anderen gilt: Wer sechs oder mehr Stunden täglich arbeiten kann – egal in welchem Beruf – geht bei Vater Staat in der Regel leer aus. „Junge Leute sollten daher so früh wie möglich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung privat Vorsorge treffen“, so der Appell von Frank Leistner.

Worauf sollten Versicherte noch achten?

„Eine gute Berufsunfähigkeits-Absicherung sollte rückwirkend Leistungen gewähren und eine Nachversicherungsgarantie ermöglichen“ so Frank Leistner. Das sei besonders für junge Leute wichtig. Denn: „Unter bestimmten Voraussetzungen ist so eine Erhöhung der Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich.“

HVB FinanzKonzept: Ganzheitliche Beratung aus einer Hand

Bevor sich Versicherte für eine Police entscheiden, sollten sie sich beraten lassen. Und zwar ganzheitlich. Frank Leistner: „Dabei werden nicht nur Themen wie Liquidität, Immobilien oder Vermögensaufbau beleuchtet, sondern auch die eigene Vorsorge sowie die Absicherung der Familie analysiert.“ Mit dem HVB FinanzKonzept berät die HypoVereinsbank ihre Kunden in allen wichtigen Anlagethemen – quasi 360 Grad – und zwar transparent, verständlich und professionell. „Die individuelle Arbeitskraftabsicherung spielt dabei eine sehr wichtige Rolle“, so Leistner, „denn sie ist ein existentieller Bedarf in der Risikovorsorge.“

Infografik_Berufsunfähigkeitsversicherung_HypoVereinsbank

Zur Person

Frank Leistner verantwortet seit 2014 das Produktmanagement für Vermögens- und Vorsorgeprodukte bei der HypoVereinsbank. Der gebürtige Norddeutsche ist seit 1997 für die Bank in verschiedenen Bereichen des Produktmanagements für Vermögensanlage tätig, sowohl für Private Banking wie auch im Privatkundengeschäft.

  1. Carsten Schmidt
    7. September 2016, 12:18

    Hallo Herr Burkard,
    Ziel war die deutliche Darstellung der abstrakten Verweisung in der GRV, die ohne Berücksichtigung des Berufstandes oder auch des zu erzielenden Einkommens erfolgt. Die Aussage ist daher bewusst plakativ.

    Schöne Grüße,
    Carsten Schmidt

  2. Carsten Schmidt
    7. September 2016, 12:17

    Hallo Herr Schlund,
    Sie haben Recht, es gibt viele Argumente für eine BU-Absicherung. Dass diese an dieser Stelle nicht genannt werden, ist der Textlänge geschuldet. Hier soll nur kompakt Interesse geweckt werden. Einzelheiten finden sich in weitergehenden Dokumenten, bzw. werden im Beratungsgespräch erläutert.

    Schöne Grüße,
    Carsten Schmidt

  3. Carsten Schmidt
    7. September 2016, 12:16

    Hallo Herr Schröder,
    vielen Dank für Ihren Hinweis. Diese Berufe wurden genannt um plakativ darzustellen, dass die Verweisung in der GRV ohne Berücksichtigung des Berufstandes oder auch des zu erzielenden Einkommens erfolgt. Es geht um die Darstellung der Situation, dass Betroffene im Fall des Falles auch von ganz oben nach ganz unten „durchgereicht“ werden können.

    Schöne Grüße,
    Carsten Schmidt

  4. Gunnar Schröder
    4. August 2016, 14:24

    Ärzte , Apotheker, Architekten (manchmal Ingenieure), Steuerberater, Rechtsanwälte sparen in eigene Versorgungswerke und sind in der Regel keine Nutznießer der BU der Deutschen Rentenversicherung

  5. Martin Schlund
    4. August 2016, 13:12

    Hallo Herr Leistner,
    Sie beschreiben unter der Überschrift „wann greift eine private BU-Versicherung“ hier zum zweiten Mal die spärlichen Leistungen der GRV ohne auf die Mehrleistung der privaten BU einzugehen. Als da wären: Absicherung des zuletzt ausgeübten Berufs, verbesserte Verweisbarkeit, kürzerer Prognosezeitraum, versicherbare Rentenhöhe, u.w…..
    An dieser Stelle wäre es sinnvoll diese Leistungen plakativ hervorzuheben und nicht erneut auf Minderleistungen speziell für Ärzte und Ingenieure zu verweisen.

  6. Günter Burkard
    21. Juli 2016, 9:18

    Warum heben Sie im Text die Berufsstände „Ingenieur“ und „Chirurg“ hervor? Vorschlag: sinngemäß durch „jeder“ ersetzen.

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