Gründeridee

18.11.2013

Clevermess: Die Vermessung der Füße

Die Jury des HVB Frauenbeirats hat Nicole Oberhofer mit ihrem Produkt Clevermess, einem digitalen Messgerät für Kinderfüße, bereits überzeugt. Und auch der Schuhfachhandel sowie zahlreiche Eltern kleiner Kinder werden ihr für diese Idee zu Füßen liegen – wenn der Plan aufgeht. Nicole Oberhofer steht uns Rede und Antwort.

Bisher gibt es keine Möglichkeit, auf einfache und digitale Weise einen Vergleich zwischen Fuß und Schuh herzustellen, um genau zu kontrollieren, ob der Schuh noch passt – was gerade im Kinderbereich sehr wichtig ist. Mit Clevermess gibt es vor allem für Eltern erstmals die Möglichkeit, zuhause und beim Schuhkauf zu kontrollieren, ob die Schuhe dem Nachwuchs (noch) passen und genau zu bestimmen, wieviel Platz noch im Schuh ist.

Frau Oberhofer, wie ist die Idee entstanden?

Ich habe selbst zwei kleine Kinder. Vor zwei Jahren stand ich selbst oft vor der Problemstellung mit meiner damals 2-jährigen Tochter. Es ist enorm wichtig, regelmäßig die Passform der Schuhe zu kontrollieren aufgrund des ständigen Wachstums der Kinderfüße. Da es kein entsprechendes Gerät am Markt gab, habe ich mich mit meinem Mann zusammen an die Konstruktion von Clevermess gewagt.

Für Kinder welchen Alters ist Clevermess?

Unser Gerät kann im ersten Schritt die Schuhgrößen 21 bis 31 vermessen, mit einer einfach anzusteckenden Verlängerung dann bis zur Größe 41. Damit können wir mit Clevermess das gesamte Kindesalter bis hin zum Erwachsenen begleiten. Gerade auch im Sport- und Wanderschuhbereich gibt es noch viel Potential zu erschließen, denn hier können wir auch den Erwachsenen eine tolle Hilfe bieten.

Die Marktreife hat das digitale Messgerät inzwischen erreicht. Anfang 2014 soll es im Schuhfachhandel erhältlich sein – aber auch in Kinder- und Babyfachmärkten und bei Versandhändlern. Der Vertrieb findet primär über den Groß- und Fachhandel statt, da hier auf das vorhandene Kundenpotential zurückgegriffen werden kann. Über Krankenkassen, im Internet und in einschlägigen Magazinen wird das Produkt entsprechend kommuniziert.

Mit Clevermess waren Sie mehrfach im Businessplan Wettbewerb 2013 erfolgreich. Was haben Sie auf Ihrem Weg zum Erfolg dazugelernt?

Durch die einzelnen Stufen des Wettbewerbs wurden wir immer wieder auf die Probe gestellt, ob unsere Produktkommunikation stimmig und verständlich ist – auch für die Einreichung eines Patents auf das Verfahren. Die Bewertungen durch die Juroren waren immer ein guter Maßstab für uns. Viele Details konnten wir dadurch verbessern, unser Profil schärfen und so die Vorteile besser herausstellen.

Womit haben Sie Ihrer Meinung nach die Jury des HVB Frauenbeirats überzeugt?

Ich biete mit Clevermess ein handfestes, realistisches Projekt, das einerseits durchaus ein Frauenthema berührt, andererseits ein gesellschaftliches Problem anfasst und für viele Eltern weltweit zum Problemlöser wird. Das Gesamtkonzept von Clevermess aus Produktidee, Umsetzung und Vermarktung konnten dabei überzeugen.

Inwiefern hilft Ihnen die Zusammenarbeit mit Ihrer Mentorin Frau von Seidlein?

Frau von Seidlein hat mich bisher mit vielen wichtigen Tipps und Hinweisen unterstützt. So haben wir auch vereinbart, dass sie mir gerade bei der Produkteinführung unterstützend zur Seite steht – denn die mediale Begleitung ist für Clevermess sehr wichtig. Und manchmal tut es auch schon nur gut, zu wissen, dass eine kompetente Unterstützung da ist, die man immer anrufen kann.

Im Rahmen des GSVA-Programms haben Sie einen einwöchigen Aufenthalt im Startup-Mekka Silicon Valley gewonnen. Welche Erwartungen haben Sie an diese Reise?

Zunächst einmal freue ich mich sehr auf eine spannende und neue Erfahrung in Bezug auf die Mentalität und Arbeitsweise der Amerikaner. Außerdem bin ich überzeugt, dass dieser erste Kontakt ins Silicon Valley eine wertvolle Basis sein kann für einen späteren US-amerikanischen Markteintritt. Für mich stehen interessante Kontakte und der Austausch im Vordergrund – einerseits zum Ausbau des aktuellen Projektstatus, andererseits vielleicht auch, um Firmen zu finden, mit denen wir visionäre Ideen umsetzen können.

Und welche Themen beschäftigen Nicole Oberhofer zur Zeit? Natürlich die Endphase der Produktentwicklung. Umfangreiche Praxistests werden durchgeführt, um das Produkt optimal abzustimmen und ihm den letzten Feinschliff zu geben. Wir wünschen auf jeden Fall viel Erfolg bei der Markteinführung.

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