Common Reporting Standard deutsch
06.02.2017
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Common Reporting Standard deutsch

Was der „Common Reporting Standard“ für Bankkunden bedeutet

Weltweite Steuerehrlichkeit ist das Ziel von CRS, dem „Common Reporting Standard“. Mit dem Abkommen zwischen Deutschland und mittlerweile über 100 Staaten weltweit sollen säumige Steuerzahler im Ausland dem Fiskus ihres Heimatlandes zugeführt werden. Banken wie die HypoVereinsbank setzen dabei geltende Regelwerke um und tragen so zu mehr Steuertransparenz bei. Wir erklären Ihnen, was CRS für Sie als Bankkunde bedeutet.

Was sind FATCA und CRS?

Der CRS, ein einheitliches Meldeverfahren, das von der OECD initiiert wurde, regelt seit Anfang 2016 den Datenaustausch zwischen mittlerweile über 100 Staaten weltweit. Banken sind dazu verpflichtet, Kunden mit weiteren steuerlichen Ansässigkeiten im Ausland den inländischen Behörden zu melden. In Deutschland übermittelt das Bundeszentralamt für Steuern dann Daten wie Name, Geburtsdatum, Kontosalden, Erträge, Steueransässigkeit und Steuernummer des Steuerpflichtigen an die Steuerbehörde des jeweiligen Mitgliedsstaates.

Trotz des enormen Aufwands für die Finanzinstitute hat das Thema CRS eine hohe Priorität. Vorbild für den „Common Reporting Standard“ ist das Abkommen FATCA aus dem Jahr 2014. Es regelt den Austausch steuerrelevanter Daten zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den USA mit dem Ziel, im Ausland lebende steuerpflichtige US-Amerikaner den dortigen Steuerbehörden zuzuführen.

Was bedeuten CRS und FATCA für mich als Bankkunde?

Alle ausschließlich in Deutschland ansässigen und steuerpflichtigen Bankkunden müssen mit einer Selbstauskunft lediglich ihre inländischen Daten bestätigen. Sie werden nicht an die Steuerbehörden gemeldet, sofern das Dokument der Bank vorliegt. Neukunden müssen der Bank immer ihre steuerlichen Ansässigkeiten und Steueridentifikationsnummern in der Selbstauskunft mitteilen, ehe sie ein Konto eröffnen. Alle Banken haben die Auflage, bis Ende 2017 ihre Bestandskunden auf Hinweise für eine ausländische Steuerpflicht zu überprüfen.

Kunden, die bestimmte Kriterien erfüllen, werden von der Bank angeschrieben und gebeten, eine Selbstauskunft einzureichen. Die HypoVereinsbank hat ein Formular entwickelt, um ihren Kunden den bürokratischen Aufwand zu erleichtern. Aber: „Als Bank dürfen wir keine steuerliche Beratung vornehmen“, betont Isabel Gänger, FATCA/QI Responsible Officer bei der HypoVereinsbank. „Der Kunde muss das Formular alleine ausfüllen und im Zweifel seinen Steuerberater hinzuziehen.“ Weigert sich ein Kunde, die Selbstauskunft abzugeben, werden seine Daten ebenfalls an das Bundeszentralamt für Steuern weitergegeben. Übrigens: Von CRS sind natürliche wie juristische Personen gleichermaßen betroffen.

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