Das ändert sich für Sie 2013

02.01.2013

Steuern und Versicherungen – das ändert sich 2013

Der Gesetzgeber war einmal mehr umtriebig und hat Regelungen auf den Weg gebracht, die 2013 in Kraft treten. Wichtige Neuerungen gibt es im Bereich Steuern und Versicherungen.

Wir alle kennen das: Zum 1. Januar ändert sich nicht nur die Jahreszahl. Dass es die Lohnsteuerkarte nicht mehr in Papierform gibt, ist dabei wohl eine der weniger wichtigen Novellen. Worauf es wirklich ankommt, haben wir für Sie in unserem Blogartikel zusammengefasst.

Freibeträge und Beitragsbemessungsgrenzen

Gute Nachrichten für alle Lohnsteuerzahler: Die Bundesregierung hat einen Anstieg des Grundfreibetrages beschlossen. Von 8.004 steigt er auf 8.130 Euro. Außerdem wird die obere Beitragsbemessungsgrenze angehoben: 5.800 in den alten und 4.900 Euro in den neuen Bundesländern bilden die neue Höchstgrenze für Sozialversicherungsbeiträge.

Minijobs & Midijobs

Auch die untere Beitragsbemessungsgrenze steigt. Wer einen Minijob ausübt, darf ab diesem Jahr 450 Euro monatlich steuer- und abgabefrei verdienen. Lediglich der Arbeitgeber hat einen Pauschalbetrag von 15 Prozent an die Rentenkasse zu entrichten. Doch aufgepasst: Minijober, die dieses Jahr ihren Job aufnehmen, müssen 3,9 Prozent ihres Gehalts in die Rentenkasse zahlen. Möglich ist dann auch der Abschluss von Riester-Renten. Jedoch ist eine Befreiung von den Beiträgen möglich. In der sogenannten Gleitzone dürfen Midijobber nun maximal 850 Euro beziehen.

Rente

Der Beitrag zur Rentenversicherung sinkt um 0,7 auf 18,9 Prozent. In der Rente selbst sind für die kommenden Jahre hohe Zuwächse zu erwarten, allein in 2013 wird eine Anhebung von einem Prozent im Westen und knapp 3,5 Prozent in Ostdeutschland prognostiziert.

Pflegeversicherung

Etwas tiefer in die Tasche greifen müssen wir in diesem Jahr für die Pflegeversicherung: Einen leichten Anstieg der Beiträge gibt es um 0,1 auf 2,05 Prozent für Eltern, bei Kinderlosen auf 2,3 Prozent. Eine Neuerung ist das „Pflege-Riestern“. Alle gesetzlich Pflegeversicherten erhalten eine Zulage von 60 Euro, wenn sie jährlich mindestens 120 Euro in eine Pflege-Zusatzversicherung investieren.

Wegfall der Praxisgebühr

Zehn Euro für jedes Quartal – das gehört beim Arztbesuch ab sofort der Vergangenheit an. Für Arztbesuche, ambulante ärztliche, psychotherapeutische und zahnärztliche Leistungen muss künftig keine Praxisgebühr mehr gezahlt werden.

Weitere Änderungen im Schnelldurchlauf

Steuern/Finanzen

  • Für Taschengelder aus Bundesfreiwilligendienst und Freiwilligem Sozialen Jahr fallen keine Steuern mehr an.
  • Ebenfalls eine Steuerbefreiung über zehn Jahre gibt es für neue Elektroautos.
  • Das Ehegatten-Splitting wird vereinfacht.
  • Übungsleiter– und Ehrenamtspauschale werden erhöht.
  • Die Aufbewahrungsfrist für Geschäftsunterlagen wird verkürzt.

Soziales

So viel Neues – da verliert man schnell die Übersicht. Daher haben wir einen Guten-Vorsatz-Tipp für Sie: Nutzen Sie doch ein Haushaltsbuch! Schon Großmutter wusste es zu schätzen, und auch Sie werden mit diesem nützlichen Helfer nie den Überblick darüber verlieren, wohin Ihr Geld fließt.
Wir wünschen Ihnen einen gesundes und finanziell erfolgreiches Jahr 2013!

  1. Geisler
    3. Januar 2013, 7:49

    super Idee

  2. Blog Kommentator
    2. Januar 2013, 11:58

    Danke für die nützlichen Hinweise

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