Digitalisierung Tourismus
08.07.2015

Digitalisierung Tourismus

Digitalisierung: Wenn die Crowd mit in den Urlaub fährt

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie Sie früher Ihren Urlaub ohne Smartphone und Internet gemeistert haben? Wie oft bin ich bei meinem letzten Städtetrip nach Rom der gepunkteten Linie in meiner Karten-App gefolgt, die mir den Weg durch das Gassengewirr wies. Voller Erleichterung marschierte ich an der meilenlangen Schlange zu den Vatikanischen Museen vorbei – dem vorab online gebuchten Fast-Lane-Ticket sei Dank! Speisekarte auf Italienisch? Kein Problem. Schnell im Übersetzungstool nachgeschlagen und schon konnte ich meinen Lieblingssalat ordern. Doch die Digitalisierung in der Tourismuswirtschaft beginnt schon weit vor Reiseantritt. Wir informieren Sie, wie sich die neuen Technologien auf das Geschäft mit dem Traumurlaub auswirken!

Technologie, Big Data, mobile Use-Cases, stationärer vs. Online-Handel – die Tourismuswirtschaft muss sich im digitalen Zeitalter denselben Themen stellen wie auch die Banking-Branche. Neue, community-getriebene Player wie Uber oder Airbnb fordern die klassischen Reiseveranstalter und Transportunternehmen im Wettstreit um das attraktive Geschäft mit dem Traumurlaub heraus. Gerade Online-Buchungen sind ein hart umkämpfter Markt. Gleichzeitig sind Pauschalreisen in der jungen Zielgruppe rückläufig. Laut einer repräsentativen Studie von Google, GfK und TUI werden acht von zehn Reisen zwar online recherchiert, jedoch nur jede dritte Reise auch über das Internet gebucht. Die Travel-Industry steht also vor der Aufgabe, ein sinnvolles Hybrid-Angebot aus stationärem Reisebüro und Online-Verkauf zu entwickeln, um den Kunden auch bei einem Kanalwechsel entlang der Customer Journey nicht zu verlieren.

Urlaubsplanung per Schwarmintelligenz

Doch die Digitalisierung in der Reiseindustrie beginnt schon lange bevor das erste Geld fließt. Noch nie war es einfacher, schon vor dem Urlaub intime Kenntnisse über den potenziellen Urlaubsort zu gewinnen. Wo sich der schönste Strand, die beste Unterkunft oder das hippeste Restaurant findet, ist schnell herausgefunden. Tipps finden sich über die eigenen Freunde in sozialen Netzwerken oder über Reise-Communities wie Trip Advisor. Reisekataloge, zum Beispiel von ITS, machen bereits die Urlaubsplanung zu einem erlebnisreichen Trip in die Augmented Reality. Unzählige Apps – von Hostelworld bis Jetsetter – bieten von Pauschalreisen über Flüge, Mietwagen, Bahntickets, Hotels und Mitfahrgelegenheiten ein maßgeschneidertes Angebot für den Nutzer. Doch wer die Wahl hat, hat auch die Qual. Urlauber, die nicht schon vor der Reise im Informationsdschungel verloren gehen möchten, finden noch heute den Weg ins Reisebüro. Hier hilft ein solider Service bei der Auswahl.

Futuristische Brillen und gemietete Freunde

Die digitale Welt ist fester Bestandteil unseres Reiseverhaltens geworden. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Vermarktung des eigenen Urlaubs via Reiseblogs, Instagram, Twitter, Facebook oder YouTube. Unzählige binäre Lebenshilfen erleichtern von Packen bis Postkarte die schönste Zeit des Jahres. Zur verantwortungsvollen Reiseplanung beantworten Apps wie Fit for Travel gesundheitliche Fragen zu einzelnen Reisezielen. Und sogar die Länderinformationen des Auswärtigen Amtes können Sie mit der App Sicher Reisen ganz einfach ins Handgepäck stecken. Am Flughafen London-Heathrow begrüßt das Bodenpersonal der Airline Virgin Atlantic ihre Passagiere mit Informationen, die es über Googles Datenbrille „Google Glass“ erhält. Ganz ohne futuristische Sehhilfe erleichtern Flughafen-Apps, zum Beispiel in München, Berlin und Frankfurt, den Start in die Ferien.

Und auch nach der Ankunft an unbekannten Orten wird das Smartphone zum unverzichtbaren Begleiter: Karten-Apps, zum Beispiel von Apple oder Google, weisen den Weg, Übersetzungstools überwinden die babylonische Sprachverwirrung. Über die Website Rent a local friend buchen Individualisten einen privaten Reiseführer für das authentische Sightseeing. Insider-Tipps aus der Crowd gibt es bei Apps wie Spotted by Locals. Das Angebot an Reiseführer-Apps ist kaum überschaubar, doch für jeden Geschmack ist etwas dabei: für Kulturfreunde, für Abenteurer, für Wanderer, für Gipfelstürmer, für Städtereisende, für Fahrradfahrer, für Feinschmecker. Technikverliebte nehmen mit der App Tripwolf die Augmented Reality mit in die Ferien. Halten Sie die Kamera Ihres Smartphones oder Tablets auf einen Punkt in ihrer Umgebung und Sie erfahren, was Sie umgibt:

Always on

Doch was nützen all die modernen Reisebegleiter, wenn wegen teurer Roaming-Gebühren nach kürzester Zeit Ebbe in der Urlaubskasse ist? Aber auch dagegen ist eine App gewachsen. Über Crowdroaming schaffen alle Nutzer gemeinsam ein freies W-LAN für die Community. Etwas einfacher funktioniert die App WiFi-Finder, die alle öffentlichen W-LANs in einer Karte anzeigt.

Und wem die Zeit für Urlaub fehlt, der kann dank Virtual-Reality-Brillen immer noch den Kurzurlaub auf dem Holodeck einlegen!

  1. 28. Juli 2015, 15:51

    […] ihre Reise. Täglich gibt es neue Apps und digitale Tourismus-Tools. Einige davon finden Sie im Blog der Hypovereinsbank. All diese Suchanfragen und Interaktionen erzeugen riesige Datenmengen. Die Speicherung und […]

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