23.11.2015
Serie

Gründerszene München

Die besten Start-up-Standorte Deutschlands: München

Sie sind jung und brauchen mehr als nur Geld: Damit Start-ups ihre Business-Ideen erfolgreich umsetzen können, bedarf es guter Netzwerke, qualifizierter Mitarbeiter, preiswerten Büroraums und anderer Voraussetzungen. Bei der Standortwahl kommt für viele Entrepreneure deshalb häufig nur eine Adresse in Frage: Berlin. Die Hauptstadt besticht mit dem besten Ökosystem für Start-ups innerhalb Deutschlands und genießt mittlerweile sogar international den Ruf als Gründer-Metropole. Doch ein Blick über die Grenzen der Start-up-Hochburg zeigt: Auch andere Regionen in Deutschland bieten Gründern und ihren Unternehmen gute Rahmenbedingungen. Drei dieser Standorte stellen wir Ihnen in einer Serie vor – auf einer Reise quer durch die Republik mit einigen ehemaligen Mentees des HVB Gründerinnen-Mentorings. Los geht’s in München.

Lederhose und Laptop

Ebenso wie die Tradition wird auch die Moderne in München groß geschrieben. Dementsprechend bietet die Isarmetropole Gründern gute Bedingungen für ihr Business. Als Standort zahlreicher Hightech-Unternehmen erweist sich München vor allem für technologisch geprägte Start-ups als gutes Umfeld. Sie finden in der bayerischen Landeshauptstadt nicht nur Kunden, sondern auch Partner für die Entwicklung ihrer Innovationen. Und schenkt man den Experten Glauben, haben die großen Münchener Firmen ein wachsendes Interesse, mit Start-ups zusammenzuarbeiten. Sie sehen sich einer Bewegung gegenüber, deren Geschwindigkeit sie nicht mitgehen können, und schauen gerade deshalb, was junge Unternehmer anzubieten haben.

Münchener Unis: Gut für Start-ups

Begünstigt wird die Zusammenarbeit zwischen Gründern und etablierten Firmen zudem durch die Münchener Universitäten und Hochschulen. Mit verschiedenen Maßnahmen wie dem Accelerator-Programm TechFounders der TU München bieten sie deutschlandweit die besten Unterstützungsleistungen für Gründer und beleben damit kontinuierlich die Münchener Start-up-Szene.

Von den Fördermöglichkeiten ihrer Universität wurde auch Angelika Kneidl zur Gründung motiviert. Seit 2014 berechnet sie mit ihrem Unternehmen accu:rate Personen- und Besucherströme und macht so menschliches Verhalten für Sicherheitsplaner und Architekten kalkulierbarer. Nachdem sich Kneidl an der TU München bereits für ihre Dissertation mit menschlichem Navigationsverhalten auseinandersetzte, ermutigte sie die Entrepreneurship-Initiative UnternehmerTUM dazu, ihre Forschungsergebnisse zur Gründung eines eigenen Unternehmens zu nutzen. „Ohne die Initiative hätte ich nicht gegründet“, erklärt die Münchnerin rückblickend und ergänzt: „Die TU hat mich von Anfang an in allen Gründungsfragen beraten, beispielsweise bei der Suche und Beantragung von Fördermitteln. Das war hilfreich und grundlegend für den Start meines Unternehmens.“

Neben der Gründungsberatung und -förderung bieten die ansässigen Top-Universitäten den Münchener Start-ups aber noch einen weiteren Nutzen: den Zugang zu neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen. So arbeitet Angelika Kneidl zur Weiterentwicklung ihrer eigens entwickelten Software für menschliches Navigationsverhalten beispielsweise mit Forschungsteams der ansässigen TU München und der Hochschule München zusammen

Angelika Kneidl über ihr Start-up accu:rate

München: Hauptstadt des Wagniskapitals

Neben dem ausgezeichneten universitären Umfeld bietet München Start-ups zudem gute finanzielle Bedingungen. Die bayerische Landeshauptstadt überzeugt mit einer hohen Dichte an Risikokapitalgebern und Business Angels, die Interesse daran haben, jungen Unternehmern auf die Sprünge zu helfen. Diese kennenzulernen sei nicht schwer, so Angelika Kneidl: „Wenn man eine gute und vielversprechende Business-Idee hat, dann findet man in München in der Regel leicht Unterstützung von einem Business Angel.“

Nutzen kann man dafür wie sie selbst die Wirtschaftskontakte der Hochschulen oder aber das Finanzierungsnetzwerk der vom Land Bayern ins Leben gerufenen und von der HypoVereinsbank unterstützten Gründerinitiative BayStartUP. Darin gelistet sind rund 200 regionale Business Angels und 100 institutionelle Geldgeber, die bei Businessplan-Wettbewerben oder anderen Pitch-Gelegenheiten überzeugt werden können. Gleichzeitig lohne es häufig, sich auf der Suche nach Unterstützung in der aktiven Münchener Start-up-Szene umzuhören, so Kneidl: „Die Community in München ist klein, aber fein. Wenn man auf Netzwerkveranstaltungen unterwegs ist und sich mit anderen Gründern austauscht, ergeben sich oft schon über wenige Ecken hilfreiche Kontakte.“

Standortunabhängig: Das HVB Gründerinnen-Mentoring

Egal für welchen Standort sich Gründer in Deutschland entscheiden, Herausforderungen beim Aufbau des eigenen Unternehmens begegnen vielen von ihnen. Als Fördermaßnahme speziell für junge Unternehmerinnen startet die HypoVereinsbank deshalb jetzt die fünfte Runde ihres Mentoring-Programms für Gründerinnen. Im Rahmen dieser Initiative werden sechs Gründerinnen vom Herbst 2017 an für ein halbes Jahr von je einem Mitglied des HVB Frauenbeirats und den HVB Gründungsspezialisten auf ihrem Business-Weg begleitet, persönlich beraten und mit nützlichen Praxistipps unterstützt. Darüber hinaus erhalten sie Möglichkeit, Vorträge und Workshops zu besuchen, an Gründerveranstaltungen verschiedener Kooperationspartner teilzunehmen und – im Fall einer ausgewählten Gewinnerin – für eine Woche zum German Accelerator Programm ins Silicon Valley, nach San Francisco oder New York zu reisen.

Sie sind interessiert? Dann bewerben Sie sich jetzt für das HVB Gründerinnen-Programm 2017/18! Nähere Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

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