HypoVereinsbank Gruenderinnen Mentoring 2016 Gewinnerinnen
06.06.2016
Serie

HVB Gründerinnen-Mentoring

HVB Gründerinnen-Mentoring 2016: Das sind die Gewinnerinnen

1,36 Millionen Frauen waren 2014 in Deutschland selbstständig, so eine Erhebung des Statistischen Bundesamts. Auf den ersten Blick mag diese Zahl hoch erscheinen. Zieht man jedoch die Anzahl der selbstständigen Männer im Vergleichszeitraum hinzu – 4,2 Millionen waren es – wird deutlich: Frauen sind in der Gründerwelt noch immer deutlich unterrepräsentiert. Es gilt also, noch mehr Frauen für das Unternehmertum zu begeistern. Eine Initiative des HVB Frauenbeirates, die dabei mit gutem Beispiel vorangeht, ist das HVB Gründerinnen-Mentoring, das auch 2016 sechs junge Frauen auf dem Weg in die Selbständigkeit begleitet.

Mehr als 150 eingereichte Business-Ideen

Kann ein Kühlschrank mit Wärme kühlen? Können Geo-Bilddaten NGO’s bei der Organisation von Flüchtlingscamps unterstützen? Und wie kann man Millionen von Paaren dabei helfen, sich ihren Kinderwunsch schnell und natürlich zu erfüllen? Antworten darauf geben die sechs Gründerinnen und ihre Geschäftsideen, die es aus mehr als 150 eingereichten Bewerbungen in das diesjährige HVB Gründerinnen-Mentorings geschafft haben.

Tandem zum Erfolg

In den kommenden sechs Monaten erhalten Maria Driesel, Katharina Kreitz, Verena Kretschmann, Manuela Rasthofer, Julia Römer und Mareile Wölwer gezieltes Mentoring und Coaching von erfahrenen Unternehmerinnen und Managerinnen aus dem HVB Frauenbeirat – darunter Nina Hugendubel, geschäftsführende Gesellschafterin des gleichnamigen Buchhandels-Unternehmens oder auch Stephanie Czerny, Geschäftsführerin der DLD Media und Mitbegründerin der DLD Conference. Zusammen mit jeweils einer Existenzgründerin bilden sie ein sogenanntes Tandem aus Mentee und Mentorin.

Eindrücke vom Kick-off-Event in München

Know-how und Networking

Im kommenden halben Jahr erhalten die sechs Gründerinnen außerdem Zugang zu etablierten Netzwerken und exklusiven Branchen-Events. „Geniale Ideen zu haben ist ein guter Anfang“, sagt Professor Susanne Porsche, Mitglied des HVB Frauenbeirats und Leiterin der Initiative HVB Gründerinnen-Mentoring. „Unser Ziel ist es, Frauen zu ermutigen für ihre Ideen zu kämpfen, auch bei Gegenwind, und sich damit auf dem jeweiligen Markt durchzusetzen.“

Das sind die sechs Gewinnerinnen des HVB Gründerinnen-Mentorings 2016

Maria Driesel inveox (www.inveox.com)

Geschäftsmodell: Automatisierungslösungen für das Handling von Gewebeproben in der Pathologie
Mentorin: Andrea Karg, Gründerin und Geschäftsführerin, Allude GmbH

Die Vision von inveox ist es, die Prozesse zur Vorbereitung von menschlichen Gewebeproben für die Krebsdiagnose in der Pathologie zu revolutionieren. Ziel ist es, die Krebsdiagnose für die Patienten zuverlässiger und schneller sowie für die Pathologie wirtschaftlicher zu gestalten. Dabei wird das Risiko von Fehldiagnosen durch Vertauschen von Proben minimiert. Das erste Produkt von inveox ist eine Automatisierungslösung für den Probeneingang bestehend aus einem Spezialcontainer für Gewebeproben, einer Anlage zum automatisierten Prozessieren sowie einer IT Lösung zum Datentransfer. Die Wirtschaftsingenieurin Maria Driesel ist gemeinsam mit Dominik Sievert Co-Founderin von inveox.

 

Katharina Kreitz Vectoflow (www.vectoflow.com)

Geschäftsmodell: Fluiddynamische Messtechnik zur Erfassung von Strömungsparametern
Mentorin: Stephanie Czerny, Co-Gründerin DLD Conference & Geschäftsführerin DLD Media GmbH / Hubert Burda Media

Die Diplom-Maschinenbauerin Katharina Kreitz hat zusammen mit ihren beiden Mitgründern die Firma Vectoflow ins Leben gerufen. Sie ist als Geschäftsführerin für Vertrieb und Fertigung verantwortlich. Die Mehrlochsonden und Systeme von Vectoflow messen statischen und totalen Druck, Geschwindigkeit und Anströmwinkel einer Strömung. Form, Größe und Material werden an das jeweilige Einsatzgebiet genau angepasst. Das innovative Fertigungsverfahren erhöht die Robustheit, so dass die Sonden auch in rauen Umgebungen einsetzbar sind. Anwendungsgebiete finden sich überall, wo die Fluiddynamik ein wichtiges Element für mehr Effizienz ist, etwa in der Luft- und Raumfahrt, im Bereich Automotive, Energie oder Turbomaschinen.

Verena Kretschmann Anvajo (www.anvajo.com)

Geschäftsmodell: Mini-Lab für Biomarker-Schnelltests (Point-of-Care)
Mentorin: Nina Hugendubel, Geschäftsführende Gesellschafterin der H. Hugendubel GmbH & Co. KG

Basierend auf neuster Nanotechnologie hat Anvajo in den letzten Jahren gemeinsam mit der TU Dresden die wichtigsten Instrumente der Labortechnologie so miniaturisiert, dass jeder einfach und unkompliziert daheim verschiedene Zellspezifika und/oder Biomarker von Blut, Urin oder Sperma testen und überwachen kann. Damit bekommt ‘Health Tracking‘ und ‘Patient Empowerment‘ eine ganz neue Bedeutung. Anvajo möchte dabei mit einem ‘Fertility Kit‘ in den Markt starten, dass es zunächst ermöglicht, eingeschränkte männliche Fruchtbarkeit zuhause zu detektieren, beobachten und verbessern. So möchte Anvajo Millionen von Paaren helfen, sich ihren sehnlichen Kinderwunsch schneller und möglichst auf natürlichem Wege zu erfüllen. Weitere Testanwendungen werden unmittelbar folgen.

Manuela Rasthofer TerraLoupe (www.terraloupe.com)

Geschäftsmodell: Intelligentes Erkennen von Geo-Bildinhalten
Mentorin: Dr. Christine Frfr. von Münchhausen, selbständige Unternehmensberaterin und Wirtschaftsmediatorin

 

Die Kernkompetenz von TerraLoupe ist die intelligente Verarbeitung und Analyse von großen Mengen präziser Geo-Bilddaten: In Luftbildaufnahmen können Objekte automatisch und intelligent erkannt werden. TerraLoupe generiert Daten, die große Informationslücken für Kunden aus unterschiedlichen Branchen (z. B. Versicherungen und Automobilsektor) schließen. TerraLoupe unterstützt dadurch neue digitale Technologien wie Autonomes Fahren, aber auch NGO’s, etwa bei der Organisation von großen Flüchtlingscamps. Manuela Rasthofer kümmert sich als Elektroingenieurin im vierköpfigen Gründerteam als CEO vor allem um den Vertrieb und das Business Development.

Julia Römer Coolar (www.coolar.co)

Geschäftsmodell: Kühlschrank mit Wärmeantrieb statt Strom
Mentorin: Annette Roeckl, Geschäftsführerin der Roeckl Handschuhe und Accessoires GmbH

Coolar entwickelt einen innovativen Kühlschrank, der mit Wärme anstelle von Strom angetrieben wird. Durch die Nutzung klimafreundlicher Solarwärme oder ungenutzter Wärmekapazitäten kann Coolar eine nahezu CO2-neutrale Kühllösung anbieten. Der verwendete Kühlprozess benötigt keinerlei schädliche Kältemittel, sondern basiert auf der Verdunstung von Wasser. Ein Coolar-Kühlschrank ist nahezu geräuschlos, langlebig und produziert bei der Entsorgung keinen Sondermüll. Gründerin Julia Römer ist Wirtschaftsingenieurin für Technische Chemie und Verfahrenstechnik. Sie kümmert sich im fünfköpfigen Gründerteam um die Technologieentwicklung und Geschäftsleitung.

Mareile Wölwer KARLA

Geschäftsmodell: Digitale Nutztier-Datenerfassung in der Landwirtschaft
Mentorin: Prof. Susanne Porsche, Gesellschaftende Geschäftsführerin der summerset GmbH, Neue Münchner Fernsehproduktion GmbH & Co KG, sunset austria GmbH

Die Betriebswirtschaftlerin Mareile Wölwer stammt selbst aus einem landwirtschaftlichen Betrieb. Mit ihrer Geschäftsidee zu KARLA will sie die EU-weit verordnete Nutztier-Datenerfassung digitalisieren – in Form einer Software-Applikation für Smartphones und Tablets. Der Datentransfer  zwischen den verschiedenen Stakeholdern der Landwirtschaft wird somit deutlich vereinfacht, effizienter und fehlerfrei. Mit ihrer Idee konnte Mareile Wölwer bereits den Förderpreis der Agrarwirtschaft und zwei weitere Preise gewinnen

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