Die Gewinnerinnen des 5. HVB Gründerinnen-Mentorings
07.12.2017
Serie

HVB Gruenderinnen-Mentoring

Die Gewinnerinnen des 5. HVB Gründerinnen-Mentorings

Wie kann man Obst und Gemüse länger haltbar machen? Wie lassen sich Herstellungsprozesse von Biopharmaka beschleunigen? Und wie kann man Flüchtlinge unkompliziert in den Arbeitsmarkt integrieren? Antworten auf diese und weitere Fragen geben die innovativen Geschäftsideen der sechs Existenzgründerinnen, die es in das aktuelle Förderprogramm des HVB Gründerinnen-Mentorings geschafft haben.

Über 140 Gründerinnen haben sich mit ihren innovativen Geschäftsideen für das 5. HVB Gründerinnen-Mentoring beworben. Doch nur sechs von ihnen schafften es am Ende in das Förderprogramm der HypoVereinsbank. In den kommenden sechs Monaten bekommen die sechs Gewinnerinnen nun gezielte Unterstützung und Zugang zu etablierten Netzwerken. Betreut werden sie dabei von Gründungsspezialisten der HypoVereinsbank sowie von erfahrenen Unternehmerinnen. Parallel nehmen die Mentees an einem exklusiven Veranstaltungsprogramm der HVB und ihrer Partner teil, bei dem sie ihre individuellen Netzwerke aufbauen und erweitern können. Die sechs Gewinner-Start-ups im Überblick.

Dr. Teresa Beck GoSilico (www.gosilico.com)

Geschäftsmodell: Computergestützte Entwicklung von Herstellungsprozessen für Biopharmazeutika
Mentorin: Andrea Karg, Gründerin und Geschäftsführerin, Allude GmbH

GoSilicos Vision ist es, biopharmazeutische Wirkstoffe gegen Autoimmunkrankheiten, wie zum Beispiel Krebs oder Alzheimer, schneller und günstiger zum Patienten zu bringen. Der Weg dorthin: Computer-Simulation an Stelle von aufwändigen Laborexperimenten zur Entwicklung der Herstellungsprozesse, für die biopharmazeutische Konzerne derzeit hunderte Laborexperimente durchführen müssen. Durch GoSilicos Simulations-Software ChromX kann mit nur wenigen Laborexperimenten ein Chromatographie-Modell kalibriert werden, das während des gesamten Produktlebenszyklus verwendet werden kann. Bis zu 95 Prozent der bislang nötigen Experimente lassen sich so durch sekundenschnelle Simulationen ersetzen.

Zarah Bruhn Social-Bee (www.social-bee.eu)

Geschäftsmodell: Soziale Arbeitnehmerüberlassung und Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt
Mentorin: Prof. Susanne Porsche, Gesellschaftende Geschäftsführerin der summerset GmbH, Neue Münchner Fernsehproduktion GmbH & Co KG, sunset austria GmbH

Social-Bee ermöglicht Unternehmen, einfach und unkompliziert Flüchtlinge zu beschäftigen und fördert so die Integration und Akzeptanz von Migranten in ganz Deutschland. Mit dem Modell der Zeitarbeit werden die Mitarbeiter bei den interessierten Unternehmen eingesetzt. Diese bezahlen Social-Bee für den Service und müssen sich im Gegenzug um nichts kümmern. Denn Social-Bee übernimmt als erster Integrationsdienstleiter in Deutschland den kompletten Prozess – von der Suche nach passenden Kandidaten über die Bürokratie bis hin zur Betreuung und Förderung der Flüchtlinge. Diese erhalten von Social-Bee ein einjähriges Förderprogramm aus sozialpädagogischer Unterstützung, Sprachkursen und Qualifikationen. Durch ihr Modell wollen Gründerin Zarah Bruhn und ihr Team Flüchtlingen den Zugang zur Gesellschaft ermöglichen, Chancengleichheit schaffen und zu gesellschaftlichem Umdenken anregen.

Karina Buschsieweke Lana Labs (www.lana-labs.com)

Geschäftsmodell: Process Mining Software für automatisierten Soll-Ist-Vergleich von Geschäftsprozessen
Mentorin: Nicola Brüning, Leiterin der BMW-Repräsentanz in Deutschland

Lana Labs ist ein Berliner Software-Start-up, das mit „Lana Process Mining“ eine Lösung zur effizienten Prozessanalyse bietet. Ausgegründet aus dem Hasso-Plattner-Institut in Potsdam, fokussiert sich das junge Unternehmen auf Innovationen für die automatisierte Analyse von Geschäfts- und Produktionsprozessen. Lana analysiert und visualisiert Unternehmensabläufe. Schwachstellen und versteckte Potentiale werden durch einen automatisierten Soll-Ist-Vergleich und eine Ursachenanalyse in kürzester Zeit transparent. Kunden erhalten so neue Einblicke in den tatsächlichen Prozessablauf, entdecken potentielle Geschäftsrisiken oder versteckte Einsparpotentiale und können dadurch faktenbasierte Entscheidungen für Optimierungsmaßnahmen treffen.

Victoria Hauzeneder blik (www.blik.io)

Geschäftsmodell: Sensorbasierte Tracking-Lösung für industrielle Logistik
Mentorin: Dr. Christine Frfr. von Münchhausen, selbständige Unternehmensberaterin und Wirtschaftsmediatorin

blik bietet Echtzeitinformationen über alle Logistik-Prozesse innerhalb und außerhalb eines Warenlagers. Derzeit werden Waren noch immer an einzelnen, statischen Positionen innerhalb eines Warenlagers manuell gescannt. Dies führt zu Prozessabweichungen und verschwendeter Arbeitszeit. Zudem gehen immer wieder Waren verloren. blik löst dieses Problem durch sensorbasierte Echtzeitdaten über Ort und Zustand aller Waren eines Warenlagers und kann so Einsparungen in 7-stelliger Höhe pro Lager ermöglichen.

Hanna Jakob neolexon (www.neolexon.de)

Geschäftsmodell: Digitales Sprachtherapiesystem für Patienten mit Sprachstörung
Mentorin: Stephanie Czerny, Co-Gründerin der DLD Conference & Geschäftsführerin DLD Media GmbH/Hubert Burda Media

neolexon hat das Ziel, durch Digitalisierung die Sprachtherapie effektiver und effizienter zu gestalten. Hierzu entwickelt das Team aus Sprachtherapeutinnen und Entwicklern ein neuartiges digitales Therapiesystem, das wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis überführt. Die Tablet-Apps richten sich an Patienten, die nach einer Hirnschädigung ihre Sprache verloren haben sowie an Sprachtherapeuten. Mit der Therapeuten-App wird der Sprachtherapeut in der Planung und Durchführung der Therapie optimal unterstützt. Dank einer weiteren, an die Bedürfnisse des Patienten angepassten App, kann dieser zu Hause selbstständig weiter trainieren und so seine Therapieerfolge steigern.

Dr. Jenny Müller DIE FRISCHEMANUFAKTUR (www.diefrischemanufaktur.de)

Geschäftsmodell: Fresh-Cut Obst mit langer Haltbarkeit bei kontinuierlich hoher Qualität
Mentorin: Nina Hugendubel, Geschäftsführende Gesellschafterin der H. Hugendubel GmbH & Co. KG

Die Frischemanufaktur liefert frische, gesunde Obstsnacks für unterwegs und fürs Büro. Die Obstsalate werden unter höchsten Hygienestandards hergestellt und bleiben dank einer technologisch verbesserten Schutzatmosphäre und der Zugabe von Vitamin C länger frisch, knackig und vor allem lecker. In Kooperation mit der Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf wurde durch ein spezielles Vitamin-C-Coating eine Haltbarkeit von bis zu zehn Tagen erreicht. Zudem hat Die Frischemanufaktur ein Verpackungspatent zur mechanischen Verlängerung der Haltbarkeit von frischem Obst angemeldet. Dadurch kann Foodwaste in diesem Bereich bis zu 70 Prozent reduziert werden.

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