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16.03.2017
Trend

HVB-Muenchen

Digitale Beschleuniger: Das HVB Tech Team München

Das Tech Team der HVB in München bringt als Banking-Partner aufstrebende Tech-Unternehmen in München und Bayern zum Fliegen. In enger Zusammenarbeit entwickeln und realisieren Melanie Konrad, Peer-Gunnar Simon und Robert Eschbaumer mit jungen Unternehmen aus der Tech-Branche Lösungen für deren Bankbedarf und unterstützen sie über alle Wachstumsphasen hinweg mit den Technologien und Services der HVB Unternehmer Bank.

Tech statt Knödel

Mit Streetart bemalte Lagerhäuser, davor verrostete Gleise auf denen Autos parken. Zwischen all dem ragt eine imposante Fabrikhalle empor, gelb auf der einen Seite, orange auf der anderen. Willkommen im Werk1, dem innovativstem Gründerzentrum für digitale Wirtschaft in München. Bis 1996 befand sich hier Europas größte Kartoffelküche: Pfanni produzierte in der Fabrikhalle Knödel, Püree und Tiefkühlkost. Heute belegen 43 Startups die langen Gänge und Büros im vorderen Teil. Hinten raus empfängt ein Burlesque-Club feierfeste Nachtschwärmer, doch das nur am Rande. 2013 bezogen die ersten Start-ups die Räume der ehemaligen Pfanniwerke auf dem Gelände am Ostbahnhof, heute sind sämtliche Büros in dem von Staat und Stadt geförderten Gründerzentrum vermietet.

Strategische Beratung für aufstrebende Tech-Firmen

Peer Simon fühlt sich wohl hier. „Ich mag diesen Industriestil“, sagt er begeistert. Als Relationship Manager im Tech Team der HVB in München, berät und betreut er vor allem aufstrebende Technologieunternehmen in der Wachstumsphase, die unter anderem im Werk1 an der mobilen Internet-Zukunft tüfteln. „Münchens Tech-Szene hat ein enormes Potential mit starker B2B-Ausrichtung. Das macht unseren Job so spannend“, so der 38-Jährige, der mit Melanie Konrad und Robert Eschbaumer seit Ende Januar 2017 als Tech Team in München und Bayern aktiv ist. „Dabei ist es unser Ziel, unkompliziert, schnell und pragmatisch zu agieren – mit dem professionellen Ansatz einer etablierten und internationalen Bank.“

Peer-Gunnar Simon

Peer-Gunnar Simon ist einer der Relationship Manager im Trio. Nach Banklehre und –studium war der 38-jährige Hobbygärtner („Digging in the dirt ist mein Ding“) u.a. einige Jahre im Corporate Banking sowie als Head of Sales Cash Management bei der HVB tätig, ehe er ins Tech Team wechselte. Seine drei Tipps für aufstrebende Tech-Unternehmen: „Erstens: Kümmert euch um euren Kram (Sales!). Zweitens: Lasst das Thema Banking nicht links liegen und drittens: Nehmt euch einen professionellen Bankpartner!“

„Intensiver Key-Account-Ansatz“

Nach drei erfolgreichen Jahren in Berlin hat die HVB ihr Tech Team um zwei weitere Standorte in Hamburg und München erweitert. Im Fokus der beiden Teams stehen dabei aufstrebende Technologie-Unternehmen mit überwiegend internetbasierten Geschäftsmodellen – auch bei Peer Simon und seinen Münchner Kollegen. „Bei der Beratung von Start-ups verfolgen wir einen intensiven Key-Account-Ansatz mit vorausschauender Planung über alle Wachstumsphasen hinweg“, sagt Melanie Konrad. „So können sich die Unternehmer ganz auf ihr Geschäft konzentrieren, während wir die finanzielle Infrastruktur aufbauen, zum Laufen bringen und skalierbar machen.“

Junge Tech-Firmen als Gewinner

Aufstrebend, stark, dazu ein enormes Potential – Attribute wie diese fallen häufig, wenn man mit Peer Simon über die Tech-Szene in München spricht. Fakt ist: Die bayerische Landeshauptstadt hat in den vergangenen Jahren einen immensen Sprung nach vorne gemacht. „Tech-Unternehmen gehören hier zu den klaren Gewinnern der fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft“, sagt Carsten Rudolph, Geschäftsführer von BayStartup, der bedeutendsten Schnittstelle für Gründer, Investoren und Industrie in Bayern. „Wir erleben nach wie vor einen Run auf unsere Angebote. Allein im vergangenen Jahr coachten wir fast 400 Start-ups.“

Drei Fragen an Carsten Rudolph, Geschäftsführer BayStartup

Die etablierte Wirtschaft ist angekommen im digitalen Umbruch. Und hier haben sich gerade Tech-Start-ups als wichtige Anbieter positioniert, da sie als hochspezialisierte und dynamische Einheiten oft die besten Lösungen liefern können. Mittelständler und Industriemanager suchen verstärkt die Nähe zur jungen Tech-Szene, auch um die eigene Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit zu stärken. Noch vor einigen Jahren gab es bei großen Unternehmen mehr Skepsis, auf Start-ups als Zulieferer oder Dienstleister zu setzen. Jetzt überwiegt die Begeisterung für ihre innovativen Produkte und Start-ups können sich als zuverlässige Geschäftspartner etablieren.

Die größten Vorteile – eine renommierte Forschungslandschaft, die ansässigen Industrie- und Mittelstandsunternehmen sowie der Kapitalmarkt – ziehen sich durch alle Unternehmensphasen. Viele Gründer machen sich daran, Ergebnisse aus der Forschung auf hohem Niveau zu kommerzialisieren. Andere Gründer können eigene Erfahrungen aus der Industrie mitnehmen und haben bereits ein wertvolles Netzwerk, wenn sie selbstständig starten. Auch Kapital ist ausreichend vorhanden und die Investoren sind hier greifbar. Das sind die Vertreter großer VC-Gesellschaften, öffentliche Kapitalgeber, strategisch investierende Unternehmen und privat investierende (ehemalige) Unternehmer oder hochkarätige Manager.

Zu einer schlagkräftigen Tech-Szene gehören ganz klar nicht nur ausreichend Seed- und Wachstumskapital, sondern auch die Exits. Sie setzen frisches Kapital frei und motivieren zu weiteren Gründungen. Vor zwei Jahren wurde das Münchener Start-up Metaio, ein echter Pionier für Augmented Reality-Lösungen, an Apple verkauft. Über den Erlös ist nichts an die Öffentlichkeit gelangt, aber es war ein spektakulärer Erfolg für das Gründerteam und die Investoren. Börsengänge gibt es regelmäßig – auch von relativ jungen Tech-Unternehmen, die sich von der Öffentlichkeit fast unbemerkt innerhalb weniger Jahre zu weltweiten Marktführern entwickelt haben. Da ist zum Beispiel die Voxeljet AG aus Friedberg bei Augsburg. Der Anbieter von industriellen 3D-Druckern und -Services ist seit 2013 an der New York Stock Exchange gelistet.

Standortvorteil 1: Großindustrie

Dass die Tech-Szene in München so nachhaltig boomt liegt auch daran, dass der Freistaat kräftig investiert. So fließen derzeit 116 Millionen Euro in den Aufbau des neuen Zentrums Digitalisierung Bayern. Außerdem befeuern Global Player die Attraktivität des Standorts: Google eröffnete im April 2016 ein Entwicklungszentrum samt eigenem Feierabendbier, Gbräu genannt. Und IBM machte München kurzerhand zum globalen Headquarter seines Supercomputers Watson. Nicht zu vergessen Dax-Konzerne wie BMW oder Siemens, die mit eigenen Start-up-Programmen und dem Trend zum autonomen Fahren ihren Teil zur Hightech- und IT-Blüte beitragen. „Das Spannende an München ist, dass hier die Kombination aus digitalem Geschäftsmodell mit Hardware-Komponente dominiert“, sagt Peer Simon. Berlin sei dagegen hauptsächlich ‚digital‘.

BayStartup-HypoVereinsbank-Venture-Capital-Investoren

Melanie Konrad

Melanie Konrad ist studierte Betriebswirtin und Spezialistin für Strategische Unternehmensanalyse. Das prädestiniert die 28-Jährige geradezu für die Position der Relationship Managerin innerhalb des Teams. Zuvor durchlief die Felskletterin aus Oberfranken u.a. Stationen in der Firmenkundenbetreuung und als Projektmanagerin im Business Development Digitalisierung der HVB. Ihre drei Tipps für aufstrebende Tech-Unternehmen: „Netzwerk, Netzwerk, Netzwerk!“

Standortvorteil 2: Forschung

Gekrönt wird all das von der sprichwörtlichen Kirsche auf der weiß-blauen Sahnetorte für Tech-Gründer: den Münchner Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Da sind die Technische- und die Ludwig-Maximilian-Universität, die nicht nur Fachkräfte ausbilden, sondern auch eigene Gründerzentren betreiben. Da ist das IZB (Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie) mit Sitz der Helmholtz- und der Max-Planck-Gesellschaft in Martinsried. Da ist das Münchner Technologiezentrum (MTZ) im Nordwesten der Stadt. All das prägt natürlich die Art der Jungunternehmen. „Die Münchner Gründerszene hat ganz klar einen B2B-Schwerpunkt“, so Carsten Rudolph. „Die räumliche Nähe zu den potenziellen Unternehmenskunden erleichtert sowohl den Vertrieb als auch die Kundenbetreuung und -bindung.“

Match von Nachfrage und Angebot

Die wachsende Zahl an aufstrebenden Tech-Firmen in der Isarmetropole kommt dem HVB Tech Team wie gerufen. „Wir sehen, dass die Gründer in der Wachstumsphase einen starken lokalen, aber vor allem auch international agierenden Bankpartner brauchen – diesen Need decken wir mit unserem Team ab“, so Robert Eschbaumer, der mit seinen beiden Kollegen ein klares Ziel verfolgt: „Unsere Vision für München ist es, dass kein Tech-Unternehmen in der Wachstumsphase an uns vorbeikommt – wir sind der Banking Partner of first choice.“

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Robert Eschbaumer

Robert Eschbaumer ist der Experte für eBanking, eCommerce und Zahlungsverkehr im Team. Außerhalb seines Jobs findet man den gelernten Banker und Vertriebsprofi fast immer in seiner Garage. Dort schraubt der leidenschaftliche Biker an seinen Motorrädern, mit denen er am Wochenende in genußvoller Schräglage über die bayerischen Landstraßen kurvt. Seine drei Tipps für aufstrebende Tech-Unternehmen: „Erstens: Macht eine Sache … und die gut. Zweitens: Done is better than perfect. Drittens: Don’t forget the basics.“

Unternehmens-Fit ist entscheidend

Damit Melanie Konrad, Peer Simon und Robert Eschbaumer optimal beraten können, ist nicht nur ihre fachliche Spezialisierung entscheidend. „Bei unseren Kunden zählen Schnelligkeit, Flexibilität und Dynamik. Und genau so funktionieren auch unsere Services“, sagt Melanie Konrad: „So sind wir auch außerhalb von nine-to-five für unsere Kunden erreichbar, sei es persönlich, per Skype, per Telefon oder SMS. Einen ganz normalen Arbeitsalltag gibt es deshalb bei uns nicht, wir sind quasi ein Start-up in der Bank.“

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