HVB-Tech-Team
10.03.2017
Interview

HVB Tech

HVB Tech Team: „Wir betreuen die Konzerne der Zukunft!“

2006 war mit Microsoft lediglich ein Tech-Unternehmen unter den sechs weltweit wertvollsten Unternehmen, heute sieht die Welt anders aus: Fünf von sechs Unternehmen gründen ihr Geschäftsmodell auf einem technologiebasierten Ansatz. Die HypoVereinsbank hat diesen Trend erkannt und betreut mit einer spezialisierten Unit in Berlin Kunden in der Tech-Branche. Wir haben den Leiter des Teams, Patrick Lindstädt, getroffen.

Großgewachsen, mit Sneakers und Bart kommt er daher – der Mann der ersten Stunde. Patrick Lindstädt gründete vor drei Jahren das Tech Team der HypoVereinsbank. Eine Unit, die den aufstrebenden Tech-Sektor im Fokus hat und jungen Unternehmen Unterstützung im Banking, beim Cash-Management, bei der Finanzierung und der Internationalisierung bietet.

Auf Augenhöhe mit den Kunden

Lindstädt ist kein Banker im klassischen Sinne. Nach seinem BWL-Studium begleitete er für das Start-up Solmotion weltweit solare Großprojekte und beriet daraufhin die HypoVereinsbank im Bereich erneuerbare Energien. 2013 bekam er die Möglichkeit, eine spezialisierte Unit für Tech-Unternehmen aufzubauen. „Es macht mir Spaß in so einem großen Unternehmen Veränderungsprozesse anzustoßen – und dabei ein wenig als ‚bunter Hund‘ zu agieren. Die HVB hat mir dabei die Freiheit gegeben, das Team und das Konzept nach meinen Vorstellungen und Erfahrungen aufzubauen. Damals war der Schritt mutig, heute zeigt sich, dass es funktioniert.“

Sein zehnköpfiges Team betreut mittlerweile rund 300 Kunden in ganz Deutschland und spricht dabei deren Sprache. „Nur zu höchst seltenen Anlässen kommen wir im Anzug in die Bank“, lacht Lindstädt. „Mit den meisten Kunden sind wir per Du. Das schafft Vertrauen und senkt die Hemmschwelle der zumeist jüngeren Kunden, eine Bank einzubinden. Wir agieren dabei aus dem Hintergrund vor allem als Prozessoptimierer, sodass sich unsere Kunden voll auf ihr ‚Baby‘, ihr Geschäftsmodell, konzentrieren können.“

„Unser Arbeitsalltag ist manchmal wie eine Wundertüte!“
Patrick Lindstädt

Im Herzen der Start-up-Szene

Das Herz der deutschen Gründerszene schlägt weiterhin eindeutig in Berlin. Laut deutschem Start-up-Monitor 2016 sind in der Hauptstadt rund 17 Prozent der Neugründungen angesiedelt. Doch schon seit einigen Jahren werden auch andere Regionen in Deutschland aktiver. Die HypoVereinsbank hat auf diesen Trend reagiert und zwei neue Tech Teams an ihren Standorten in Hamburg und in München gegründet. „Wir sehen, dass das meiste Venture Capital abseits von Berlin nach München und Hamburg fließt. Daher ist es konsequent, mit eigenen Teams in den beiden Metropolen vertreten zu sein.“

Geschwindigkeit und Flexibilität

Der Arbeitsalltag der HVB Tech Teams unterscheidet sich zumindest in Teilen von dem der klassischen Firmenkundenbetreuer der Bank. „Wir sehen uns selbst nicht als klassische Banker. Viele von uns waren schon im Silicon Valley oder bei Unternehmen wie Zalando. Wir ticken daher auch ein bisschen wie Start-ups und können unseren Kunden auf Augenhöhe begegnen“, erzählt Patrick Lindstädt. „Wir betreuen Kunden, deren Wachstumskurven extrem steil sein können. Auch, weil sich gute Deals im Tech-Bereich oft sehr kurzfristig auftun und unsere Kunden – wenn alles passt – auch sehr schnell zugreifen. In solch einer Situation müssen wir natürlich ebenfalls extrem fix sein: Wir begleiten dann quasi aus dem Nichts einen Deal, der im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen kann. Unser Arbeitsalltag ist daher manchmal wie eine Wundertüte!“

Kein Wunder also, dass Arbeitsplätze im Team des 32-Jährigen insbesondere für junge Mitarbeiter attraktiv sind – und doch sind sie nichts für diejenigen, die einen klassischen 9-to-5-Job am Schreibtisch suchen. „Ich mag Profile, die etwas ausstrahlen und die idealerweise schon ein paar Jahre Berufserfahrung in der Technologieszene haben.“

Zur Person

Patrick Lindstädt ist gebürtiger Berliner und lebt seit 2013 wieder dauerhaft dort. Während er für das Start-up Solmotion weltweit unterwegs war, betreut er seine Kunden mit dem Tech Team der HypoVereinsbank direkt aus der Hauptstadt.

Deutsche Gründerszene interessant für Venture Capital

In den vergangenen Jahren hat sich Lindstädt intensiv mit der deutschen Start-up-Szene auseinandergesetzt – und sieht viele Veränderungen in sehr kurzer Zeit. Venture-Capital-Geber aus den USA hätten deutsche Start-ups mittlerweile auf dem Schirm, was sich in wachsenden Funding-Größen und Chancen auf IPOs wiederspiegle. Und auch die Kunden des Tech Teams hätten sich immer stärker professionalisiert: „Das Auftreten der jungen Unternehmen entfernt sich stetig vom gängigen Start-up-Klischee der ‚Garagen-Firma‘. Die Gründer agieren eher wie Großunternehmen.“

Boom von Tech-Unternehmen weltweit

Im Gegensatz zu der Schnelllebigkeit der Szene ist der Boom von Tech-Unternehmen in der weltweiten Wirtschaft für Patrick Lindstädt kein vorübergehender Trend, sondern ein Spiegel des heutigen Zeitgeistes. „Wir betreuen die Konzerne der Zukunft. Fünf von sechs der weltweit wertvollsten Unternehmen haben ein digitales Geschäftsmodell und zeigen, wie fortgeschritten die Digitalisierung uns schon heute im Alltag begegnet. Der technologische Wandel wird sich fortsetzen und wir können ihn nicht aufhalten. Aber wir können auf den Zug aufspringen und mit Highspeed mitfahren.“

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