HVB Tower
17.03.2016

HVB Tower

HVB-Tower: Der charakterstarke Turm

Wie die Bank selbst entwickelt sich auch der denkmalgeschützte HVB-Tower stetig weiter – ist innovativ, passt sich an die moderne Welt an, steht für Verantwortung. Seit dem ersten Spatenstich 1974 hat das Gebäude am Münchner Arabellapark einiges erlebt. Sogar Szenen eines Abenteuerfilms wurden im Turm gedreht. 1981, in demselben Jahr in dem der HVB-Tower fertig gestellt wurde, brachte IBM seinen ersten Personal-Computer auf den Markt. Heute – im Zeitalter der Digitalisierung – ist das Arbeiten im Tower ohne Bits und Bytes undenkbar, verändert sich die zeitliche und räumliche Dimension der Arbeitswelt. Diesem Paradigmenwechsel trägt die Neugestaltung des Hauptsitzes der HypoVereinsbank nun mit dem „Smart Working“-Konzept Rechnung. Und was in den frühen 1980er-Jahren noch das Anliegen einer politischen Randgruppe mit zotteligen Haaren und Turnschuhen war, ist 2016 längst gesellschaftlicher Konsens: die Nachhaltigkeit. Bereits seit 2010 ist die Energieversorgung aller Bankimmobilien zu 100 Prozent CO2-neutral. Der sanierte HVB-Tower präsentiert sich heute als klimaeffizientes Green Building mit modernen Arbeitswelten!

Einst war er das höchste Bauwerk der Stadt: Bei seiner Fertigstellung 1981 überragte der 114 Meter hohe, futuristisch anmutende HVB-Tower die Dächer Münchens. Seither prägt er die charakteristische Silhouette der Stadt, im Jahr 2006 wurde er unter Denkmalschutz gestellt. Nach einer rund dreijährigen Umbauzeit sind Mitarbeiter und Vorstand der HypoVereinsbank nun termingerecht in den Tower eingezogen. „Der HVB-Tower ist nicht nur der Unternehmenssitz der HypoVereinsbank, sondern ist Symbol für Tradition, Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung gleichermaßen“, sagt Heinz Laber, verantwortlicher Vorstand der HypoVereinsbank. „Wir haben im modernisierten HVB-Tower eine Arbeitswelt geschaffen, die unseren Mitarbeitern die Zusammenarbeit erleichtert sowie den Austausch mit Kunden und Partnern über neueste digitale Technik vereinfacht.“

Mit der 2013 begonnenen Sanierung des HVB-Towers setzt die HypoVereinsbank Maßstäbe. Sie investiert nicht nur rund 250 Millionen Euro in die energetische Erneuerung und Modernisierung des Gebäudes. Der Umbau folgt auch einem ganzheitlichen Ansatz, der Flächeneffizienz, Wirtschaftlichkeit, Denkmalschutz und Umweltverträglichkeit vereint. Gleichzeitig bleibt der HVB-Tower in seinem Äußeren als charakteristisches Bauwerk und Denkmal erhalten.

Umbau zum Green Building

Die Sanierung des gesamten Gebäudekomplexes mit einer Bruttogeschossfläche von 140.000 Quadratmetern durch HENN Architekten erfolgt bis 2019 in zwei Bauabschnitten. Nun ist der erste Bauabschnitt abgeschlossen: die Erneuerung der Stockwerke des eigentlichen Hochhauses inklusive Eingangsbereich und Konferenzzone im sogenannten „Flachbau Süd“. Als leitendes Prinzip neben der Wahrung des äußeren Erscheinungsbilds gilt dabei die maximale Energieeffizienz. Die Sanierung des HVB-Towers ermöglicht im Rahmen des zertifizierten Umweltmanagementsystems der Bank eine deutliche Senkung des Energieverbrauchs. Dieser wird für den laufenden Betrieb auf 50 Prozent für die Heizenergie und über 25 Prozent für die Stromversorgung prognostiziert. Dafür sorgen ein neues versorgungstechnisches Konzept, modernste Kühl- und Wärmeanlagen, die auch Erdwärme und Regenwasser nutzen sowie die Möglichkeit zur natürlichen Belüftung über die Fenster.

Stockwerk um Stockwerk arbeiteten sich die Bautrupps in den vergangenen Monaten an der Fassade nach oben. Besonders anspruchsvoll: die Reinigung und Wiederverwendung von 6.000 Aluminiumpaneelen aus Denkmalschutz- und Nachhaltigkeitsgründen sowie der Austausch von 2.500 Fassadenelementen. Diese verfügen nun über eingebauten Sonnenschutz und Luftlöcher, die eine natürliche Belüftung der Büros ermöglichen. „Mehr als zwei Millionen solcher Öffnungen lassen das Gebäude trotz perfekter Dämmung atmen“, so Peter Weidenhöfer, Vorstand der HVB Immobilien AG. Der Umbau selbst erfolgte ebenfalls nach ökologischen Kriterien: Die Recyclingquote für Bauschutt und Baustellenabfälle liegt bei über 90 Prozent. „Ein denkmalgeschütztes Gebäude komplett zu sanieren, ohne dass sich das äußere Erscheinungsbild ändert, und mit der neuesten, energieeffizienten Technologie und neuem Raumkonzept auszustatten, war eine architektonische Herausforderung“, kommentiert der Architekt Gunter Henn. Der HVB-Tower ist als sogenanntes Green Building nach dem internationalen Standard LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) mit der Bewertung „Platin“ zertifiziert. Damit entspricht er dem höchsten international etablierten Nachhaltigkeitsstandardleistet und leistet einen wichtigen Beitrag zur Klimastrategie der HypoVereinsbank.

Smart Working

Nach Abschluss aller Maßnahmen werden die Mitarbeiter in flexiblen Bürolandschaften arbeiten. Diese tragen einer modernen Arbeitswelt Rechnung, die auch die Finanzbranche in den vergangenen Jahren grundlegend verändert hat. Arbeiten ist digitaler, mobiler und kollaborativer geworden: Aus Akten wurden Dateien, auf die man von allen möglichen Orten aus zugreifen kann. Die Mitarbeiter sind öfter unterwegs, arbeiten häufiger im Team, treffen sich an unterschiedlichen Orten zu Meetings und bilden Projektgruppen über Abteilungen hinweg. Eine feste Zuordnung von Arbeitsplätzen gibt es im neuen Tower weitestgehend nicht mehr. Vielmehr können die Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen selbst einen – zur jeweiligen Tätigkeit passenden – Arbeitsplatz wählen. Zur Verfügung stehen klassische Bildschirmarbeitsplätze, ruhige Telefonecken, Business-Lounges und Besprechungsinseln für Meetings. Alle Bereiche sind mit flexibler, moderner Bürokommunikation wie WLAN und Videokonferenztechnik ausgestattet, die dazu beitragen, die Anzahl von Dienstreisen zu minimieren und dadurch Emissionen zu vermeiden. Arbeiten im erneuerten HVB-Tower fördert nicht nur die Kreativität des Einzelnen, die Bildung von Teams und die Entstehung von dynamischen Netzwerken, sondern ist zugleich aktiver Umweltschutz!

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