01.10.2013

Kulturengagement

30 Jahre Hypo-Kulturstiftung

Oliver Kasparek ist Geschäftsführer der Hypo-Kulturstiftung, die 2013 ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Wie die Stiftung auch künftig Impulse setzen und junge Menschen ansprechen möchte, erzählt Kasparek im Interview.

Die Stiftung wurde aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums der damaligen Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank gegründet. Der Vorstand wollte gesellschaftliches Engagement mit Kunst und Kultur verbinden und legte damit den Grundstein für ein echtes Highlight in der Münchener Museumslandschaft.

Was war in den vergangenen 30 Jahren besonders herausfordernd?

Ich selbst kann ja noch nicht auf eine 30-jährige gemeinsame Historie mit der Stiftung zurückblicken, sondern erst auf drei Jahre. Dennoch meine ich, dass der größte Einschnitt der Neubau der Kunsthalle in München war. Im Zuge des Umbaus des Häuserblocks Theatiner-/Maffei-/Kardinal-Faulhaber- und Salvatorstraße zum Cityquartier Fünf Höfe hat die Kunsthalle neue Räume erhalten. Als am 1. Juni 2001 mit der Ausstellung Der kühle Blick die neue Kunsthalle startete, lagen nicht nur nervenaufreibende Baumaßnahmen und Umzüge hinter uns, sondern auch eine grundlegende Neukonzeption.

Wie hat sich die Arbeit der Stiftung in den vergangenen drei Jahrzehnten verändert?

Wenn man allein die Kunsthalle betrachtet: die Ausstellungsräume waren in den ersten Jahren in einer ehemaligen Schalterhalle der Bank untergebracht. Die Ausstellungen waren fachlich anspruchsvoll und gut besucht. Aber was Präsentation, Museumstechnik und professionelles Ausstellungsmanagement anlangt – da spielen wir heute schon in einer anderen Liga.

Immer mehr Kultureinrichtungen sehen es als ihr primäres Anliegen, die junge Generation auch durch Einbeziehung von Social Media für Kunst und Kultur zu begeistern. Wie geht die Hypo-Kulturstiftung dieses Thema an?

Die Kunsthalle hat seit einigen Jahren eine Facebook-Seite und die Anzahl der Fans steigt beständig. Wir halten es für wichtig, auf diese Weise einen direkten Dialog mit unseren Besuchern zu führen und auch viele Menschen für unsere Ausstellungen zu interessieren. So konnten unsere Facebook-Fans kürzlich eine exklusive Führung durch unsere aktuelle Ausstellung gewinnen. Die positive Resonanz auf die Aktion war enorm.

Welche Veränderungen wünschen Sie sich für die hiesige Kulturlandschaft – und welche Rolle kann die Hypo-Kulturstiftung dabei spielen?

Mit ihren fünf Säulen möchte unsere Stiftung auch in Zukunft innovative Impulse setzen und insbesondere junge Menschen ansprechen, um sie nachhaltig für Kunst und Kultur zu begeistern.

Zur Person

Oliver Kasparek ist Diplom Kaufmann und seit 16 Jahren bei der HypoVereinsbank beschäftigt. Seit November 2010 ist der Vater zweier Kinder Geschäftsführer der Hypo-Kulturstiftung.

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