IBAN & BIC
30.01.2016
Tipp

IBAN & BIC

Bye bye Kontonummer: IBAN & BIC endgültig Pflicht

Ab Montag sind die Tage von Kontonummer und Bankleitzahl endgültig gezählt: Der SEPA-Standard ist ab dem 1. Februar auch für Privatkunden verbindlich. Zwei Jahre konnten sich Verbraucher an die 22-stellige IBAN gewöhnen, doch längst ist nicht alle Skepsis ausgeräumt. Wir haben zusammengestellt, was Sie über IBAN, die (vermeintlich) Schreckliche, wissen müssen.

Was muss ich ab Februar beachten?

Während bestehende Lastschriften, Einzugsermächtigungen und Daueraufträge schon vor einiger Zeit umgestellt wurden, werden Überweisungen mit der alten Kontonummer nun nicht mehr angenommen. Banken dürfen in dieser Hinsicht keine Kulanz mehr zeigen und die IBAN des Empfängers manuell nachtragen.

Wie kann ich mir die IBAN besser merken?

IBAN, die Schreckliche: Den Beinamen, den die neue Kontonummer aufgrund ihrer 22 Stellen bekommen hat, ist eigentlich nicht gerechtfertigt. Tatsächlich neu sind nur vier Zahlen: Der Ländercode (DE für Deutschland) sowie die Prüfziffer. Gleich darauf folgen die Bankleitzahl sowie die Kontonummer. Besteht die Kontonummer aus weniger als zehn Ziffern, werden die Stellen zwischen Bankleitzahl und Kontonummer mit Nullen aufgefüllt.

Wo finde ich die IBAN?

Die eigene IBAN ist auf der HVB ecKarte sowie den Kontoauszügen gedruckt und ist im Direct B@nking zu finden. Kleiner Tipp: Um Zahlendreher oder das wiederkehrende Eintippen der langen IBAN zu vermeiden, können Sie sich im HVB Direct B@nking eine Empfängerliste anlegen. Wenn Sie eine Überweisung tätigen möchten und die IBAN des Empfängers noch nicht kennen, können Sie die Nummer mit einem Online-Rechner ermitteln.

Was passiert, wenn ich mich bei der IBAN verschreibe?

Wenn man die IBAN auf einen Überweisungsträger überträgt, wird gern eine Null vergessen oder ein Zahlendreher eingebaut. Fehlende Ziffern sind leicht zu erkennen, da die IBAN für Inlandsüberweisungen in Deutschland 22 Stellen haben muss. Im Direct B@nking oder am Überweisungsterminal bekommt man sofort eine Fehlermeldung, falls sich ein Zahlendreher eingeschlichen hat. Denn die Prüfziffer an dritter und vierter Stelle der IBAN errechnet sich aus dem Ländercode, der Bankleitzahl und der Kontonummer.

Was ist mit dem BIC?

Der BIC ist die internationale Bankleitzahl und war seit Beginn der SEPA-Umstellung 2014 notwendig, um internationale Überweisungen zu tätigen. Ab Februar wird dies nicht mehr der Fall sein: Da alle Informationen zur Bankkennzeichnung schon in der IBAN enthalten sind, benötigt man die BIC nur noch für Überweisungen außerhalb des europäischen Währungsraums (Monaco, San Marino, Schweiz) und zum Teil für Lastschriften.

Was bringt mir diese Umstellung eigentlich?

SEPA steht für „Single Euro Payments Area“ und vereinfacht den bargeldlosen Zahlungsverkehr innerhalb der teilnehmenden Ländern Europas. Bargeldlose Zahlungen sind nicht mehr an Ländergrenzen gebunden und können effizient über ein Zahlverfahren abgewickelt werden. Verbraucher erhalten außerdem die Vorteile, dass sie Lastschriften auf einen bestimmten Betrag begrenzen können und ausgewählte Zahlungsempfänger blockieren können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

back to top