Immobilie erwerben
04.02.2017
Tipp

Immobilien erwerben

Immobilienkauf: 10 Fragen und 7 Todsünden

Was fragen Frauen und Männer bei einer Immobilienbesichtigung? Und welche sieben Todsünden sollten Sie beim Kauf von Wohnung & Co. tunlichst vermeiden? Ludwig Wiesbauer, Geschäftsführer bei der PlanetHome Group GmbH, klärt auf.

Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können, ist spätestens seit dem gleichnamigen Bestseller bekannt. Warum Frauen beim Hauskauf nach dem Waschmaschinenplatz fragen und Männer nach der nächsten Autobahnanschlusstelle, wissen bisher lediglich Immobilienmakler. Unser Partner PlanetHome hat jeweils fünf typische Männer- und Frauenfragen bei Besichtigungen zusammengetragen. Einsteigen wollen wir mit den fünf Fragen, die sich die Damenwelt bei Besichtigungen am häufigsten stellt:

1. Wo können wir Waschmaschine/Trockner aufstellen und anschließen?
2. Welche Fußbodenpflege können Sie empfehlen?
3. Wie breit ist bitte der Tiefgaragenstellplatz?
4. Wieviel Platz bietet eigentlich der Keller?
5. Befindet sich an den Duscharmaturen eine Handbrause?

Während SIE sich bei Immobilienbesichtigungen auf ihren augenscheinlichen Eindruck verlässt – und dementsprechend nachfragt – sieht ER sich veranlasst, den “Handwerker” herauszukehren. Plötzlich ist Mann ausgewiesener Experte für Bauisolierung, IT und Verkehrsplanung – wie es die folgenden fünf Fragen zeigen:

1. Wie sieht es aus mit der Verfügbarkeit von Kabel, DSL und den Übertragungsgeschwindigkeiten?
2. Welche Dämm- und Baustoffe wurden verwendet?
3. Sind die Fenster zweifach oder dreifach verglast?
4. Muss man hier mit Hochwasser oder sonstigen Naturkatastrophen rechnen?
5. Wieviele Minuten sind es bis zur nächsten Autobahnanschlussstelle?

Sie sehen, Frauen und Männer gehen bei einer Immobilienbesichtigung völlig unterschiedlich vor. Deshalb sollten Paare gemeinsam über die Immobilienwünsche sprechen und nach Prioritäten ordnen.

Die sieben Todsünden beim Immobilienkauf

Kommen wir nun zu den sieben Todsünden beim Immobilienkauf. Was in der Theologie und Philosophie seit Jahrhunderten als Todsünde gilt, wirkt sich auch beim Immobilienkauf negativ aus. Grund genug für Ludwig Wiesbauer, Bereichsvorstand bei der PlanetHome AG, die sieben Todsünden beim Immobilienkauf neu zu interpretieren.

Hochmut: Größer, näher, teurer – Häuser gelten in der heutigen Konsumgesellschaft als Statussymbole. Dennoch sollten beim Immobilienkauf auch praktische und rationale Aspekte im vordergrund stehen. “Käufer sollten sich überlegen, ob die exquisite Lage eine fehlende Anbindung zu Verkehrsmitteln rechtfertigt oder im Gegenzug sehr zentral gelegene Eigenheime Kindern genügend Platz zum Spielen geben können”, empfiehlt Wiesbauer.

Habgier: Wer beim Immobilienkauf an der falschen Ecke spart, kann schnell enttäuscht werden. “Ob Neubau oder Bestandsimmobilie: Zustand und Qualität entscheiden auf Dauer maßgeblich über Wert und Rendite”, sagt Wiesbauer. “Bei Immobilien rächt sich falsche Sparsamkeit vor allem dann, wenn zwingend notwendige Instandhaltungskosten nicht eingeplant werden.”

Wut: Gestern durch die Finanzkrise im Aktiendepot herbe Verluste erlitten – heute alles in Immobilien investiert. Wiesbauer: “Die perfekte Geldanlage gibt es nicht. Es kommt auf die richtige Mischung und individuelle Bedürfnisse an. So falsch es ist, alles auf Aktien zu setzen, so falsch wäre es, aus Wut über Depotverluste alles in Immobilien zu investieren.”

Wollust: Der Traum vom eigenen Haus ist häufig extravagant und beinhaltet viele Sonderwünsche. Auf diese einzugehen ist wichtig. Es gilt jedoch abzuwägen, ob diese Sonderwünsche tatsächlich Priorität haben sollten. “Luxus ist bei Immobilien nicht unbedingt im modernen Design zu sehen. Vielmehr versprechen robuste Bauweisen und edles Material hochwertige Wohnstandards und sichern den Wiederverkauf”, erklärt Ludwig Wiesbauer. Man sollte sich daher nicht von schicken Armaturen blenden lassen, sondern wie in einer guten Beziehung auf die “inneren Werte” schauen.

Völlerei: “Nur kaufen, was man sich leisten kann”, lautet die Empfehlung Wiesbauers an alle Immobilienliebhaber. Gerade das aktuelle Zinstief lade dazu ein, die Darlehenssumme aufzublähen. Der Experte rät jedoch, die niedrigen Zinsen lieber für eine erhöhte Tilgung zu nutzen.

Neid: Um den Frieden in der Nachbarschaft zu bewahren, ist Neid auf die Nachbarn fehl am Platz. So wie man seine Nächsten nicht beneiden sollte, sollte man diesen auch keinen Grund geben, selbst eifersüchtig zu werden. “Das Klima zu den Nachbarn entscheidet über die Wohn- und Lebensqualität”, sagt Wiesbauer. Er rät, vor dem Kauf einer Bestandsimmobilie die Nachbarschaft zu begutachten.

Faulheit: Bei der Immobiliensuche sind Aufmerksamkeit und Engagement geboten. Die erstbeste Wahl ist selten auch die richtige. Preis, Lage, Ausstattung und Emotionen sollten genau abgewogen werden, bevor es zu einer Kaufentscheidung kommt. Das ist zwar mühsam, lohnt sich aber. Denn Kunden, die sich Gedanken darüber gemacht haben, was sie wirklich wollen, können ganz gezielt beraten werden und sparen Zeit

Zwar werden die hier genannten Sünden nicht mit dem Verlust der göttlichen Gnade bestraft, zumindest stehen aber Ihr Geld und Wohngefühl auf dem Spiel. Deshalb unser Rat: Holen Sie sich grundsätzlich beim Thema Immobilien Unterstützung von den Experten unseres Partners PlanetHome. Denn nicht nur beim Kauf, sondern auch beim Verkauf einer Immobilie ist eine kompetente Begleitung wichtig für den Erfolg. PlanetHome kümmert sich um einen seriösen Verkauf – Sie können sich beruhigt zurücklehnen. Sprechen Sie uns an. Wir stellen gerne den Kontakt her.

Zur Person

Seit 2012 verantwortet Ludwig Wiesbauer als Geschäftsführer die Immobilienvermittlung bei der PlanetHome Group AG. Bis dahin bekleidete Wiesbauer bei der HypoVereinsbank verschiedene Führungspositionen an der Schnittstelle zwischen Bank- und Immobilienthemen, unter anderem als Leiter des Immobilienfinanzierungsgeschäfts sowie als Niederlassungsleiter in Oberbayern.

  1. 11. Januar 2014, 18:41

    Ausgezeichnet! Ich habe selten einen so pointierten und treffenden Artikel zum Thema Immobilienkauf gelesen. Und wenn ich noch über 30 Jahre in meiner Immobilie auf das Jeseits warten muss, sollte es zumindest angenehm sein.

  2. mug
    4. November 2013, 21:11

    Danke für die Aufzählung, sie trifft genau meine Meinung.
    Ich bin ihr gefolgt und es nicht bereut.
    Beim 2. Kauf bin ich wegen der Lage auf die Erbpacht reingefallen, mit negativen Folgen. Wohnung ist im Wert gesunken!
    MfG mug

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

back to top