Immobilienkauf
28.05.2014

Immobilienkauf kalkulieren

Immobilienkauf: So kalkulieren Sie richtig

“Eine eigene Immobilie – kann ich mir das überhaupt leisten?” Damit Sie sich mit der Finanzierung Ihrer Immobilie nicht übernehmen, lohnt es sich, von Anfang an mit kühlem Kopf zu kalkulieren und den finanziellen Tatsachen unerschrocken ins Auge zu sehen. Wir erklären Ihnen, wie’s geht!

Selten war es in Deutschland so verlockend, eine Immobilie zu erwerben wie jetzt: Die Quadratmeterpreise sind zwar in begehrten Großstadtlagen in die Höhe geschossen, gleichzeitig verhilft das niedrige Zinsniveau aber immer mehr Menschen dazu, sich ihren persönlichen Wohntraum zu verwirklichen. 2013 besaßen laut Statistischem Bundesamt 43 Prozent aller Deutschen ein Haus oder eine Wohnung. Doch kann sich wirklich jeder eine eigene Immobilie leisten? Ohne fundierte Informationen, kann aus dem Traumhaus schnell ein Albtraum werden.

Bevor Sie dem Immobilienrausch verfallen, sollten Sie also einen Blick in ihre Schatzkasse werfen und realistisch durchkalkulieren, welchen Belastungen Ihr Einkommen standhält. In unserem Video verrät Ihnen HypoVereinsbank-Mitarbeiterin Svenja Kailuweit, worauf Sie dabei achten müssen und welche Kosten beim Erwerb einer Immobilie anfallen.

Mit Musik geht vieles leichter – Unsere 10 musikalischen Ratschläge geben Ihnen weitere Tipps für Ihre Finanzplanung rund um die eigene Immobilie:

1. “You can leave your head on”

Bevor es los geht, sollten Sie den nackten Tatsachen ins Auge sehen. Was bleibt nach Abzug aller Kosten am Monatesende übrig? Über welches Eigenkapital verfügen Sie?

2. “Mothers little helpers”

Das gute, alte Haushaltsbuch ist ein wertvoller Helfer, um sich einen Überblick über die persönlichen Ausgaben zu verschaffen. Zugegeben, ein wenig Disziplin ist bei der häuslichen Buchhaltung von Nöten. Aber Sie werden staunen, wofür Sie alles Geld ausgeben und sicherlich die eine oder andere Einsparung vornehmen können. Übrigens: Die angestaubte Kladde können Sie getrost in der Schublade lassen. Im Internet gibt es eine Reihe, häufig auch kostenloser Programme, mit denen Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben auf Heller und Pfennig nachvollziehen können.

3. “Honesty”

Ehrlich währt am längsten! Schonen Sie sich nicht und seien Sie hemmungslos ehrlich: In Ihren Kassensturz gehören wirklich alle Ausgaben. Könnte Ihre Waschmaschine kaputt gehen? Wie oft im Jahr möchten Sie in den Urlaub fahren? Braucht Ihr Auto häufig Reparaturen? Was geben Sie pro Jahr für Versicherungen aus? Bucht Ihr Verein halbjährlich oder quartalsweise ab?

4. “When I´m sixtyfour”

Auch wenn Sie mit 64 Ihre Immobilie bereits abbezahlt haben sollten, lohnt sich während der Planungsphase ein Blick in die entferntere Zukunft. Spielen Sie Szenarien für unvorhergesehene Ereignisse wie eine längere Krankheit, Jobverlust, ein Pflegefall in der Familie oder eine ungeplante Schwangerschaft durch. Können Sie auch dann noch den Kredit bedienen?

5. “Rise like a phoenix”

Augenblicklich ist das Zinsniveau niedrig. Doch denken Sie daran, dass die Zinsen auch wieder steigen können. Nach Ablauf der Zinsbindung Ihres Immobilienkredites können höhere Zinsen und damit eine höhere monatliche Rate anfallen.

6. “Money, money, money”

Starten Sie Ihre Reise zum Wohneigentum nicht ohne eigenes Kapital! Je mehr Geld Sie mitbringen, desto geringer ist ihre Zinslast. Außerdem sollten Sie in der Lage sein, alle Kaufnebenkosten selbst zu bestreiten. Als Faustregel gilt: 20 bis 30% der Gesamtkosten sollten vorhanden sein. Vollfinanzierungen gibt es zwar, in der Praxis werden Sie jedoch nur in Ausnahmefällen vergeben, zum Beispiel wenn zwar Vermögen vorhanden, aber gebunden ist.

7. “I am, what I am”

Die finanzielle Situation eines jeden Menschen ist unterschiedlich. Daher sind auch Finanzierungskonzepte immer maßgeschneidert – zu viele Faktoren spielen bei der Kreditvergabe eine Rolle. Doch selbst wenn Ihr Kassensturz ergibt, dass Sie mit Ihrem Eigenheim noch warten sollten, denken Sie daran: Vorfreude ist die schönste Freude! Und bis es so weit ist, können Sie Ihr Eigenkapital zum Beispiel mit einem Bausparvertrag aufpolieren.

8. “Smoke on the water”

Bedenken Sie bei Ihrer Kalkulation, dass die Nebenkosten im Wohneigentum gewöhnlich höher sind, als in einer Mietswohnung. Hinzu kommen weitere Kosten wie zum Beispiel für eine Wohngebäudeversicherung, die Sie im Brandfall und bei weiteren Schäden absichert.

9. “Ein Herz kann man nicht reparieren”

Ein Haus oder eine Wohnung schon! Planen Sie also Budget für die Instandhaltung, künftige Modernisierungen oder nötige Ausbesserungen ein. Als Faustregel gelten etwa 10 Euro pro Quadratmeter und Jahr oder 1 Prozent der Baukosten pro Jahr.

10. “With a little help from my friends”

Holen Sie sich Expertenrat! Unterschätzen Sie die “Operation Hauskauf” nicht. Von der Finanzierung über die Formalitäten bis hin zum Finden der richtigen Immobilie, gilt es viele Hürden zu meistern.

  • Nutzen Sie den Finanzierungsrechner auf der HVB-Website für einen ersten Überblick oder vereinbaren Sie einen Beratungstermin
  • Unsere PDF-Broschüre “Immobilien Kompakt 2014″ versorgt Sie mit weiteren nützlichen Informationen
  • Suchen Sie sich einen kompetenten und seriösen Makler. Die Kollegen von Focus online verraten Ihnen, worauf Sie bei der Maklerauswahl achten sollten.
  • Auf der Homepage der Verbraucherzentrale finden Sie nützliche Broschüren, zum Beispiel zum Thema “Kostenfallen beim Immobilienkauf”

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