25.09.2015

Internationaler Zahlungsverkehr

Umweltprojekt-Management: International gut vernetzt

Humanitäre Hilfe, Strukturaufbau oder Initiativen für den Umweltschutz: Mit einem Fördervolumen von 56,5 Milliarden Euro (2013) ist die Europäische Union (EU) als weltweit größter Entwicklungshelfer aktiv. Um Förderziele zu erreichen, braucht es allerdings weit mehr als „nur“ Geldgeber und Einsatzkräfte vor Ort. Auch international vernetzte Projektmanager und Controller, die im Hintergrund wichtige Fäden ziehen, leisten einen großen Beitrag für den Erfolg.

Hilfe zur Selbsthilfe zu unterstützen, gehört für Johannes Walter zu seinem Berufsalltag. Als Geschäftsführer des Freiburger Consulting-Unternehmens Particip GmbH ist er für eine Vielzahl von Entwicklungsprojekten verantwortlich. Der Tätigkeits-Schwerpunkt seiner Firma liegt in den Bereichen Projektmanagement und Verfahrensprüfung europäischer und internationaler Entwicklungszusammenarbeit. Gemeinsam mit seinem 70-köpfigen Team wirkt der studierte Agrarökonom im Auftrag von nationalen Regierungen, EU oder Weltbank in insgesamt 150 Ländern an ganz unterschiedlichen Förderkonzepten mit. „Unser Leistungsspektrum ist sehr breit aufgestellt. So begleiten wir zum Beispiel Initiativen zur Armutsbekämpfung in Afrika, Südamerika und Südostasien“, erklärt Walter. „Andererseits beraten wir aktuell verschiedene Balkanländer hinsichtlich eines potenziellen Beitritts zur EU.“ Langweilig war es dem Breisgauer in den 23 Jahren seiner Tätigkeit bisher nicht. „Der Job ist unglaublich vielseitig und bereichernd. Es ist schön zu erleben, wenn Projekte erfolgreich umgesetzt werden und unsere Arbeit Früchte trägt.“

LIFE: EU-Förderprojekt für den Klimaschutz

Seit vergangenem Jahr widmet sich Walter auch intensiv dem Thema Umweltschutz in Europa. Unter dem Dach der länderübergreifenden Interessensgemeinschaft NEEMO EWIV betreut sein Consulting-Unternehmen zusammen mit acht Partnerfirmen das EU-Projekt „LIFE“, ein europaweites Förderprogramm für Umwelt- und Klimapolitik. „Als Konsortium überwacht die NEEMO EWIV etwa 1.300 Entwicklungsprojekte in allen 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union“, erklärt der Manager. Die Arbeitsgemeinschaft ist mit rund 150 sogenannten Monitorern vor Ort, die im Auftrag der EU-Kommission den korrekten Einsatz der Fördermittel kontrollieren und die Fördernehmer im Projektmanagement unterstützen. Dabei besuchen sie die Projekte, prüfen Finanzunterlagen und dokumentieren den Status quo. „Unsere Experten überwachen also, ob die Gelder – wir sprechen hier von einem Fördervolumen von bis zu einer Milliarde Euro pro Jahr – den vorgegebenen Zwecken zufließen, ob Ziele erreicht werden und ob Fördernehmer die Regularien einhalten“, erläutert der Freiburger die Hintergründe. „Diese europaweiten Aktivitäten werden von einem zentralen Team in Brüssel koordiniert. Unser Überwachungsmandat beginnt dann, wenn der Förderantrag – zum Beispiel einer Naturschutzorganisation – von der EU bewilligt wurde und die Fördermittel fließen.“

Konsortium als Voraussetzung für den Projektzuschlag

Die Mitglieder der NEEMO EWIV, allesamt Mittelständler mit Expertise im Umweltmanagement, kommen aus ganz Europa und betreuen jeweils einen eigenen regionalen Zuständigkeitsbereich. „Unsere Partnerfirmen sitzen unter anderem in Italien, Frankreich, England, Lettland, Spanien, Belgien und der Slowakei“, so Walter. „Wir von Particip überwachen rund 80 Initiativen in Deutschland und Österreich mit Fördervolumina von 700.000 bis 20 Millionen Euro.“ Die hohen EU-Anforderungen hätten den Zusammenschluss als Konsortium notwendig gemacht, um das Überwachungsmandat für das LIFE-Förderprogramm zu bekommen. „Ein solches Programm zu betreuen ist aufgrund verschiedener Verordnungen und Gesetzgebungen und nicht zuletzt der vielen Sprachen eine sehr komplexe Aufgabe. Für den Zuschlag setzte die EU-Kommission unter anderem voraus, dass wir ganz Europa mit entsprechender Expertise abdecken können. Das wäre für einzelne Unternehmen kaum möglich gewesen.“

Große Ziele, große Budgets: EU als Auftraggeber

Bei seiner täglichen Arbeit hat es der Verfahrensprüfer gleich in doppelter Hinsicht mit schwindelerregenden Summen und reichlich Bürokratie zu tun. Neben ihren Projekt- und Prüf-Aufgaben innerhalb des Konsortiums ist seine Firma nämlich auch mit dem Finanzmanagement, der Organisation und der Administration für die Arbeitsgemeinschaft betraut. Für die Arbeit von NEEMO EWIV ist bis Ende 2018 ein Gesamtbudget von 60 Millionen Euro vorgesehen. „Je nach Projektanzahl und lokalen Honorarsätzen ist es als Manager dann unsere Aufgabe, die Budgets entsprechend vereinbarter Prinzipien an die Mitglieder zu verteilen. Auch Rechnungen, etwa für Dienstreisen, die unsere Partner und auch wir einreichen, werden von uns bearbeitet, freigegeben und bezahlt.“

UC eBanking global: Flexible Portallösung für den Zahlungsverkehr

Gemeinsam mit seinem Kollegen Jean Vanweydefeld, Geschäftsführer der Brüsseler Partnerfirma, verantwortet Johannes Walter die finanziellen Geschicke des Konsortiums. Alle Zahlungen an Mitglieder oder Dienstleister müssen von dieser Doppelspitze autorisiert und freigegeben werden. „Bei der Suche nach einer geeigneten Banking-Lösung war die Möglichkeit zur doppelten Unterschrift unsere zentrale Anforderung“, erinnert sich Walter. Außerdem musste das Produkt die räumliche Trennung zwischen Freiburg und Brüssel überwinden und über eine englischsprachige Benutzeroberfläche verfügen. „Mit UC eBanking global haben wir ein Tool gefunden, mit dem wir unseren Zahlungsverkehr bequem und unkompliziert regeln können“, betont der 54-Jährige, der mit seiner Firma schon seit vielen Jahren Unternehmer-Kunde der HypoVereinsbank ist. Durch sein internationales Engagement ist der Projektmanager auch sehr häufig auf Dienstreise unterwegs. „Da die Anwendung eine mobile App bietet, kann ich auch von unterwegs Geldeingänge verfolgen und Transaktionen bzw. Zahlungen einsehen und elektronisch unterschreiben. Das ist sehr praktisch – ich muss mich nur einloggen und los geht’s.“ Auch Sandro Süchting, Fachlicher Koordinator von UC eBanking global, betont: „Mit der browserbasierten Portallösung können wir unseren Kunden einen flexiblen Workflow und höchstmögliche Sicherheitsstandards bieten. Alle Transaktionsdaten werden direkt auf unseren Bankservern gehostet, die Installation einer Banking-Software auf dem Firmenserver entfällt.“ Noch bis Ende 2018 wird NEEMO EWIV die EU-geförderten LIFE-Projekte betreuen und überwachen. „Natürlich wünschen wir uns, dass alle Projekte ihre Ziele erreichen und von der EU auch nach 2018 weiter gefördert werden“, wagt Walter einen Blick in die Zukunft. „Dann werden wir wieder versuchen, uns erfolgreich zu bewerben und auch weiterhin mit der HypoVereinsbank als Kooperationspartner zusammenarbeiten.“

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