Internationalisierung im MIttelstand
12.08.2015

Internationalisierung im Mittelstand

Global Player: Wie der FC Bayern München China erobert

International sind die Zweikämpfe härter. Da ist es gut, wenn man eine stark besetzte Bank hat. Mit über 3.000 Experten in rund 50 Ländern sorgt die HypoVereinsbank als Teil der UniCredit-Gruppe dafür, dass deutsche Mittelständler auch auswärts ganz oben mitspielen – wie der FC Bayern München in Asien.

Sie sind jung, haben die neuesten Smartphones – und stehen auf Manuel Neuer: Die Anhänger des FC Bayern München in China. „In diesem Land gibt es laut Marktforschung über 170 Millionen Fußballfans, fast 90 Millionen sind Sympathisanten des FC Bayern“, sagt Jörg Wacker. Der 47-Jährige ist der Mann, der beim FC Bayern München das Thema Globalisierung vorantreibt. Seit Juli 2013 verantwortet Wacker als Vorstand den Bereich Internationalisierung und Strategie. Den chinesischen Markt hat er als den mit dem größten Potential ausgemacht. „Ziel ist es, in diesem Markt ein sogenanntes Grundrauschen zu erzeugen“, sagt Wacker. „Wir wollen, dass unsere Marke 365 Tage im Jahr sichtbar ist.“

„China ist nächster großer Schritt der Internationalisierung“

Bis 2013 bereitete sich der Rekordmeister stets am sommerlichen Gardasee auf die neue Saison vor. Damit war im vergangenen Jahr Schluss: Im August 2014 flogen David Alaba und Co. für eine Woche in die USA, um dort zu trainieren, aber vor allem, um Werbung für die Marke FC Bayern München zu machen. „Wenn man neues Terrain erschließen will, muss man vor Ort präsent sein“, sagt Wacker.

In diesem Jahr nun ist die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola in einem Mix aus Trainingslager und PR-Reise acht Tage durch das Land der Mitte getourt. Und auch digital schlägt der FC Bayern eine Brücke dorthin: Auf der neuen chinesischen Vereins-Website können alle Fans in China am Profi-Leben von Rafinha, Thomas Müller und Philipp Lahm teilhaben. Und demnächst kommt eine App für iOS- und Android-Endgeräte auf den chinesischen Markt. Wacker stellt klar: „China ist der nächste große Schritt innerhalb der Internationalisierungsstrategie des FC Bayern.“

Beratung mit Hintergrund

Doch die Erschließung eines neuen Marktes wie China muss gut durchdacht sein. „Mangelnde Information über das Umfeld des Zielmarkts und die kulturellen Unterschiede können schnell zum Verhängnis werden“, weiß Andreas Wagner. „Die richtige Vorbereitung umfasst daher Länderanalysen, eine gut durchdachte Standortwahl und Geschäftsmodelle sowie eine wohlüberlegte Strategie für Zielkunden und ausreichende Kapazitäten.“ Andreas Wagner weiß, wovon er spricht. Der 47-Jährige verantwortet als Leiter UniCredit Asien-Pazifik das Firmenkundengeschäft für die HypoVereinsbank in der Region.

Bereits seit mehr als 30 Jahren ist die Bank in Asien aktiv, und das erfolgreich. Von Shanghai, Guangzhou, Hong Kong und Singapur aus begleiten Wagner und sein Team deutsche Mittelständler unter anderem dabei, geschäftlich in China Fuß zu fassen so auch den FC Bayern München. Entsprechend kann der Primus der Fußballbundesliga von einer wertvollen Expertise für die Märkte Asiens profitieren, etwa deutschsprachigen Mitarbeitern in China und Hong Kong mit einem sehr guten Verständnis für die jeweiligen lokalen Bedürfnisse.

Erste Wahl beim Mittelstand

Seit 2003 ist die HypoVereinsbank offizielle Hausbank des FC Bayern München und damit zuständig für sämtliche finanzielle Belange des Vereins auch im Reich der Mitte. „Hier unterstützen wir unsere deutschen Kunden beispielsweise mit maßgeschneiderten e-Banking-Lösungen, einem passenden Finanzierungsmix und vor allem dem gleichen Kundenservice wie in Deutschland“, erläutert Wagner und ergänzt: „Der Vorteil der HVB ist ganz klar die Fokussierung auf mittelständische Unternehmen und die langjährige Erfahrung mit diesem Kundensegment.“ Das belegt auch eine aktuelle Umfrage der Beratungsgesellschaft ServiceValue im Auftrag von FOCUS-MONEY (Ausgabe Nr. 33, 2015). Zum dritten Mal wurde die HVB von ihren Kunden aus der deutschen Wirtschaft zur besten und fairsten Bank für den Mittelstand gekürt.

Onlineshop in Mandarin

Als profitabler Geschäftskunde erwirtschaftet die FC Bayern München AG jährlich Umsätze in der Größenordnung eines mittelständischen Industrieunternehmens: 528,7 Millionen Euro Konzernumsatz waren es nach eigenen Angaben in der Saison 2013/14. Das ist Vereinsrekord. Mehr Einnahmen erzielten lediglich Real Madrid und Manchester United. So ist es nur logisch, dass Internationalisierungs-Vorstand Wacker ein Interesse an weiterem Wachstum und neuen Märkten hat. Er stellt allerdings klar: „Vom Gießkannenprinzip, bei welchem eine Vielzahl an Märkten nur oberflächlich bearbeitet werden, halte ich nichts. Wir konzentrieren uns auf die USA und China – und dann sehen wir weiter.“

Das sieht auch Asien-Experte Wagner so und spezifiziert diesen Punkt: „Viele unserer deutschen mittelständischen Kunden stehen immer noch vor der Frage, ob China nicht nur Produktionsstandort, sondern auch ein geeigneter Absatzmarkt für die eigenen Produkte sein kann“. Die Antwort darauf hat Bayern-Vorstand Wacker bereits mit einem großen „Ja“ gegeben: „Fußball ist in China demnächst Schulfach. Da sehen wir ein riesiges Potential, vor allem im Fanartikel-Verkauf.“ Aus diesem Grund eröffnete der Club gemeinsam mit DHL und Tmall Global, der B2C-Online-Plattform der Alibaba Group für ausländische Unternehmen in China, einen offiziellen Online-Fanshop für die dortigen Kunden. Durch eine Reichweite von 350 Millionen Nutzern auf sämtlichen Retail-Plattformen der Alibaba-Group, kann der Verein nun viel leichter seine 90 Millionen Sympathisanten in China erreichen.

Firmen in allen Wachstumsphasen begleiten

Die oben genannten Projekte verdeutlichen, dass die Internationalisierung einen essenziellen Baustein für die künftige wirtschaftliche Entwicklung des FC Bayern München darstellt. Als Teil der UniCredit-Gruppe ist die HypoVereinsbank eine internationale Bank, die über ein dichtes globales Netzwerk verfügt. Das erlaubt es ihr, ihre Kunden bei Aktivitäten im Ausland besonders umfassend zu unterstützen – und zwar weltweit. Die Bank ist dadurch in der Lage, Firmen in allen Wachstumsphasen optimal zu begleiten – von der Gründung bis zur internationalen Expansion, wie beim FC Bayern München.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

back to top