Internet of Things
22.05.2015

Internet of Things

Internet of Things: Wenn die Gabel meckert

Kühlschränke, die fehlende Lebensmittel selbst nachbestellen; Gabeln, die zu langsamem Esstempo mahnen; selbstfahrende Autos, die ihre Insassen auf Shoppingangebote in der Nähe hinweisen. Mit vernetzten Maschinen will das Internet der Dinge unseren Alltag erleichtern. Zukunftsszenario? Nein, Gegenwart!

Smartphone, Auto, Zahnbürste … zählen Sie einmal durch, wie viele Geräte Sie besitzen, die bereits über das Internet miteinander kommunizieren. Mehr als fünf? Dann liegen Sie bereits über dem weltweiten Pro-Kopf-Durchschnitt, den die Cisco Internet Business Solutions Group (IBSG) für das Jahr 2020 errechnet hat. Danach wird die Zahl der Devices auf der Datenautobahn in den kommenden fünf Jahren auf 50 Milliarden anwachsen – das entspräche mehr als fünf Geräten pro Person auf der Welt: Willkommen im Internet der Dinge.

Revolution am Mittwochmorgen

Ein entscheidender Schritt ins „Internet of Things“ geschieht am 8. Juni 2011. An diesem Mittwochmorgen vor fast vier Jahren wird der Umstieg auf das Internet-Protokoll „IPv6“ getestet, das dem Netz gewissermaßen unendlich viele Adressen gibt. Damit das Internet weiter wachsen kann, reichen die zum damaligen Zeitpunkt verfügbaren 4,3 Milliarden Adressen nicht mehr aus.

Der Umstieg auf „IPv6“ an diesem Tag kommt sozusagen einer Revolution gleich. Seitdem ist es möglich, weltweit allen existierenden und kommenden Autos, Smartphones, Kühlschränken, Zahnbürsten, ja sogar T-Shirts und Socken eine eigene Internetadresse zu geben und sie so Teil des World Wide Web werden zu lassen. Von nun an können nicht mehr nur Menschen mit Menschen, Menschen mit Maschinen, sondern auch Maschinen über das Internet untereinander kommunizieren. Kurz gesagt: Die Anwendungsmöglichkeiten des Internet der Dinge scheinen unbegrenzt.

Immense Auswirkungen auf Wertschöpfung

Wenn Kühlschränke mit Supermärkten kommunizieren oder selbstfahrende Autos auf Angebote von Restaurants hinweisen, an denen die Insassen gerade vorbeigefahren werden, hat das zweifelsohne drastische Auswirkungen auf die Wertschöpfung. In vielen Fällen stehen nicht mehr industriell gefertigten Waren im Mittelpunkt, sondern webbasierte Dienste, auf die wir mittels Dingen zugreifen können. Das haben auch Unternehmen wie Amazon und Google erkannt, die bereits seit einigen Jahren um die Vorherrschaft auf künftigen Märkten konkurrieren.

Roboter für die Altenpflege

Jeder will ganz vorne dabei sein, wenn sich die Nische erst einmal zum Massenmarkt ausweitet. So geht Amazon davon aus, dass jedes Gerät schon bald permanent mit dem Internet verbunden sein wird, um uns den Alltag zu erleichtern. Dafür investiert der Tech-Riese kräftig in den Ausbau seines Forschungslabors Lab126, um entsprechende Geräte zu entwickeln; deshalb hat Google 2013 insgesamt acht Roboterhersteller aufgekauft – darunter den Roboterhersteller Boston Dynamics – um autonome Systeme zu produzieren, die künftig die Oma betreuen oder Einkäufe zustellen sollen, die zuvor vom Kühlschrank geordert wurden.

Hackday zur Zukunft des Bankings

Das Internet der Dinge ist auch für die HypoVereinsbank von zentraler Bedeutung. Aus diesem Grund ist die HVB vom 12. bis 14 Juni 2015 exklusiver Partner des dritten Burda Hackday in München. Das Event widmet sich in diesem Jahr voll und ganz dem Thema „Future of Finance“. Welche mobilen Banking-Lösungen wollen Kunden in Zukunft nutzen? Welche innovativen digitalen Services erwarten Kunden künftig von ihrer Bank? Und wie werden User ihre Inhalte rund um Finanzthemen künftig erhalten? Zu diesen und weiteren Fragen werden rund 60 Programmierer, Webdesigner, Data Scientists, Digital Marketeers und FinTech-Experten ihre Visionen vom digitalen Banking entwickeln. Am Ende werden die drei besten Konzepte von einer Jury ausgewählt und mit Geld- und Sachpreisen prämiert.

Interesse? Dann hier anmelden: http://about.hypovereinsbank.de/de/startlab/burdahackday.html

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