Das Tech Team der HVB berät Internet Unternehmen in Hamburg
19.05.2017
Trend

Internet Unternehmen Hamburg

Die Finanz-Lotsen: Tech-Banking in Hamburg

Wild, laut, sexy? Das ist Berlin. Die Hamburger Tech-Szene tickt anders. Mit kaufmännischer Gründlichkeit, ohne Spezialeffekte und mit einer guten Portion Understatement bauen hanseatische Techies passionierte, umsatzstarke Produkte und Dienstleistungen. Im Norden sind die „Hidden Champions“ der deutschen Tech-Szene zu Hause, die vor allem B2B unterwegs sind. Seit Anfang 2017 geht das Hamburger Tech Team der HypoVereinsbank für die „pains and needs“ ihrer Kunden die berüchtigte Extra-Meile. Mit uns haben die Team-Mitglieder über ihre Arbeit und die Eigenheiten der Szene gesprochen.

Hamburg, Neuer Wall: Wo früher hanseatische Kaufleute ihre Kontore unterhielten, glänzen heute die Schaufenster internationaler Luxusmarken. Doch noch immer beheimatet die Straße am Alsterfleet auch die Finanzwelt. Ganz neu dabei ist das Tech Team Nord der HypoVereinsbank. Eine Mannschaft junger, frischer Banker, die gezielt Unternehmen mit digitalen Geschäftsmodellen ansprechen. „Wir sind erst vier Monate am Markt, aber unsere Terminkalender sind voll, mehrere Kunden sind bereits angebunden und die ersten Unternehmen kommen auf Empfehlung zu uns“, resümiert Relationship-Managerin Kirsten Suckow. Cash-Management-Spezialist Dennis Gentzko ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit den Techies ist ein Traumjob. Sie sind offen und unbefangen. Wir spüren, dass unser Ansatz in der Szene Anklang findet. Das beflügelt uns.“

Projekt-Banker im One-Stop-Shop

Das neunköpfige Team kann seine Kunden von der Gründung bis zum IPO begleiten. „Tech-Unternehmen haben Entwicklungszyklen, die wir von klassischen Unternehmenskunden nicht kennen“, erklärt Relationship-Manager Daniel Walter. „Das verändert auch die Bedürfnisse unserer Kunden und da setzen wir an.“

"Unsere Kunden denken in Sprints, nicht in Quartalen. Schnell und agil – das ist auch unsere DNA."
Kirsten Suckow, HypoVereinsbank

Das Tech Team ist ein Start-up in der Bank mit jungen, hochmotivierten Digital Natives. Sie arbeiten genauso schnell, agil und unkompliziert wie ihre Kunden. Gleichzeitig sind die Tech-Banker Teil einer internationalen Großbank mit einem breit aufgestellten Netzwerk von UniCredit Group und Partnerbanken in vielen Ländern im Rücken. Spezialisten für Währungsmanagement, Structured Finance und eine Internationalisierungs-Expertin sorgen für das Rund-um-sorglos-Paket. „Es ist der Mix, der uns einzigartig macht“, betont der 26-jährige Daniel Walter. Obwohl das Team erst seit Kurzem in dieser Konstellation zusammenarbeitet, sind die Strukturen belastbar. „Testet uns!“, fordert Dennis Gentzko heraus.

Wenn „Garagen-Unternehmen“ erwachsen werden

Der Fokus des Tech Teams liegt auf Unternehmen aus dem Later-Stage-Bereich. In dieser Phase – nachdem die ersten Finanzierungsrunden gelaufen sind, operative Umsätze fließen und der Aufbau einer Finanzabteilung ansteht – können die Projekt-Banker den größten Mehrwert bieten. „Tech-Unternehmen sind oft schon früh international unterwegs und dann in mehreren Ländern gleichzeitig“, sagt Christine Ulrich, International Expert im Team. Zwar ließen sich digitale Geschäftsmodelle schnell in andere Ländern transferieren, so die 32-Jährige weiter, jedoch entstünden dadurch andere Themen, wie zum Beispiel der Umgang mit Währungen, internationaler Zahlungsverkehr oder FX-Management. „Für diese Herausforderungen finden wir die optimalen Lösungen.“

Das Tor zur B2B-Welt

In der Hamburger Tech-Szene dominieren B2B-Geschäftsmodelle. Das prägt die Atmosphäre. Die Finance-Experten haben es vorwiegend mit Tech-Unternehmern um die Vierzig zu tun. Gestandene Leute, oft ehemalige Juristen oder Wirtschaftsprüfer. „Wer sich Gedanken über die Bedürfnisse von Unternehmern macht, kommt meist selbst aus dem Business“, erläutert Daniel Walter. Auf Twens in Turnschuhen treffen die Hamburger selten.

„The Art of Understatement“

Berlin ist eine der führendsten Tech-Metropolen in Europa. Das Investitionsvolumen liegt noch deutlich über dem der Hansestadt. Trotzdem hat der Tech-Standort Hamburg seine ganz eigenen Stärken. Durch das internationale Umfeld und die hohe Lebensqualität gibt es gute Recruitmentchancen für die Techies. Die norddeutschen Geschäftsmodelle stehen denen der Berliner in nichts nach. „Es gibt Venture Capitalists, die sich das kleinere Hamburg bewusst als Standort aussuchen“, erklärt der 35-jährige Dennis Gentzko. Kirsten Suckow, Dennis Gentzko und Daniel Walter – alle drei selbst waschechte Nordlichter – sind sich einig: Die Berliner Techies sind viel extrovertierter. Der Verhaltenscodex in Hamburg dagegen: Understatement. „Da setzt sich die norddeutsche Gelassenheit durch“, sagt Daniel Walter. Das zeige sich zum Beispiel in den Finanzierungsrunden. „In Hamburg werden geringere Summen aufgerufen.“ Als kaufmännisch, ehrlich, klar, aufrichtig und direkt charakterisiert die Wismarerin Kirsten Suckow den hanseatischen Tech-Unternehmer. „Mein Herz schlägt für die Hamburger Tech-Szene“, sagt sie. „Hier kann man mit den Unternehmern auch einfach mal einen Klönschnack halten.“

Dennis Gentzko

Der Cash-Management-Spezialist sammelte im klassischen Firmenkundengeschäft bei der HVB Erfahrung, ehe er ins Tech Team wechselte. Startschuss für seine Karriere war eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Nach Feierabend und am Wochenende trifft man den leidenschaftlichen Skifahrer und Tennisspieler in Ottensen oder auf Konzerten.

Daniel Walter

Der Schleswig-Holsteiner bezeichnet sich selbst (Achtung! Understatement) als das „Mädchen für alles“ im Tech Team. Der 26-Jährige steckt neben der Arbeit mitten im Studium. Digitalisierung ist seine Passion. Wenn nicht beim Wakeboarden, so trifft man den Bankkaufmann nach Feierabend auf spannenden Speaker-Veranstaltungen oder beim Beer-Talk mit Techies.

Kirsten Suckow

Die 28-Jährige Wismarerin ist 2008 mit einem dualen Studium bei der HypoVereinsbank eingestiegen. Bevor sie ins Tech Team kam, betreute sie Geschäftskunden in Hamburg-Altona. Wenn die Ottensenerin nicht gerade ihre Leidenschaft für digitale Geschäftsmodelle auslebt, grillt sie gerne ein gutes Steak oder bereist exotische Länder.

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