KO-Phase Champions League
21.01.2015

KO-Phase Champions League

Learnings aus der Gruppenphase II: Die internationalen Teams

So Sportsfreunde, jetzt schauen wir uns mal die anderen vier Achtelfinals der UEFA Champions League ohne deutsche Beteiligung an. Und wir beginnen mit einem Knaller: Paris St. Germain gegen den FC Chelsea: das Aufeinandertreffen zweier Super-Egos. Ring frei für José Mourinho und Zlatan Ibrahimović.

Ein fröhliches Wiedersehen der Alphamännchen: Ibrahimović gegen Mourinho. Vergangenes Jahr sah es im Viertelfinale so aus: Chelsea schlug Paris trotz Hinspielniederlage (1:3 in Paris) mit 2:0 und kam dadurch weiter. Mit PSG hat Mourinho schon immer gute Erfahrungen gemacht. 2004 bei seinem ersten internationalen Spiel als Chelsea-Trainer gewann sein Team in der Gruppenphase dort satt mit 3:0. Überhaupt hat Mourinho nur eins der letzten 15 CL-Spiele gegen französische Klubs verloren. Das Land scheint ihm also zu liegen.

Ein besonderes Spiel wird es auch für David Luiz. Er machte vergangenes Jahr beim letzten Aufeinandertreffen im Chelsea-Trikot ein Eigentor und wechselte diese Saison prompt die Seite. Den Vogel hat aber David Barnard (Vereinssekretär bei Chelsea) nach der Auslosung abgeschossen: „Es ist ein wenig ironisch, dass José Mourinho auf PSG gehofft hat – einfach aus Reisegründen.“ Das kann ich mir vorstellen, denn wenn ein Club spesentechnisch auf die Kohle achten muss, dann Chelsea. Mein Tipp: Der FC Chelsea packt es erneut.

FC Basel vs FC Porto: Premiere mit zwei Gewinnern

Diese beiden Vereine sind übrigens noch nie aufeinandergetroffen. Und da werden sich zwei unterschiedliche Angriffswalzen begegnen: Basel schoss sieben Tore in der Gruppenphase, Porto 16. Auf dem Papier sind die Portugiesen sicher klarer Favorit. Aber Vorsicht, der FC Basel hat in der Gruppenphase immerhin Liverpool rausgehauen. Mit dem 1:1 an der Anfield Road blieben sie auf Platz 2. Insofern kommt für die jetzt nur noch die Sahne auf die Torte mit Namen KO-Phase Champions League.

Das sieht auch Bernhard Heusler (Präsident Basel) so: „Die bisherige CL-Saison lief schon fantastisch. Insbesondere mit dem „Finale“ in Liverpool. Das war ein unvergesslicher Moment für uns, den Club und die Fans. Insofern fühlen wir uns ein wenig wie Gewinner – schon vor dem Spiel gegen Porto.“ Die haben nichts zu verlieren, und das macht sie gefährlich. Und für Basels Trainer, den Portugiesen Paulo Sousa, ist es eh ein ganz besonderes Spiel. Mein Tipp: Trotz allem setzt sich Porto knapp durch.

Manchester City vs FC Barcelona: Wiedersehen macht keine Freude

Man City denkt sich sicherlich: „Wer hat in dieser CL-Saison eigentlich schon wieder ‚I Got You Babe’ aufgelegt?“ Der Song aus „Täglich grüßt das Murmeltier“ passt, denn was für ein Déjà-vu für City?! Erst wieder Bayern und Moskau in der Gruppenphase und nun erneut das Achtelfinale gegen Barca. In der vergangenen Saison gab’s für Barcelona zwei Siege (2:0 in Manchester; 2:1 im Camp Nou). Messi und Alves trafen in beiden Spielen, Kompany mit dem Tor für City. Aber Luis Enrique (Trainer Barca) hat es auf den Punkt gebracht: „City ist das Team, das jeder im Achtelfinale vermeiden wollte. Sie gehören zu den Anwärtern auf den Titel. Agüero gehört zu den zehn besten Spielern der Welt. Aber ich bleibe dabei: Messi ist die Nummer 1.“

Naja, bei der Wahl zum Weltfußballer wurde er Zweiter. Und auch das nur geschenkt … Aber City kann wirklich froh sein, überhaupt die KO-Phase der Champions League erreicht zu haben. Wenn sich die überlegenen Bayern nämlich nicht selbst geschlagen hätten – beim 2:3 in Manchester kurz vor Schluss – wäre man wahrscheinlich jetzt in der Europa League. Hätte, hätte, Fahrradkette. Mein Tipp: Barca kommt weiter.

FC Arsenal vs AS Monaco: Wenger trifft auf seine Ex

Arsenal London ist das 15. Mal nacheinander in der UEFA Champions League und schaffte es zum 12. Mal nacheinander in die K.O.-Phase. Das ist mal eine richtig große Leistung von Trainer Arsène Wenger. Ob Poldi ihm dazu schon gratuliert hat ..? Wenger hat ja übrigens auch mal den AC Monaco trainiert. Wissen wahrscheinlich nicht mehr viele. Zwischen 1987-1994. Dort gewann er Ligatitel (1988), Pokal (1991) und stand im Pokal-der-Pokalsieger-Finale 1992 (0:2 Niederlage gegen Werder Bremen).

Am 3. August 2014 spielten beide im Testspiel gegeneinander, das 1:0 für die Monegassen (Torschütze: der abgewanderte Falcao) endete. Aber in einem offiziellen Pflichtspiel sind sie sich noch nie begegnet. Und ich sehe es genauso wie Andrea Raggi (Verteidiger Monaco): „Ich bin mir sicher, dass wir eine große Chance haben. Wir haben eine der besten Abwehrreihen im Wettbewerb.“ Da hat er Recht. Gerade mal ein Törchen haben sie kassiert in der Gruppenphase. Daher mein Tipp: Aus für die Gunners.

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