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18.10.2012

Kredite und Darlehen

Die eigenen vier Wände: Finanzierungstipps

Sie möchten sich den Traum von Wohneigentum verwirklichen? Da gibt es einiges bei der Finanzierung Ihres Vorhabens zu beachten. Zahlreiche Facebook-User haben die Möglichkeit genutzt, den HVB Immobilien-Experten ihre Fragen zu stellen. Die Antworten gibt es hier.

Wie viel Eigenkapital muss ich für eine Immobilie einbringen?

Eine Faustregel ist bei der Finanzierung Ihrer Immobilie zu beachten: Je mehr Eigenkapital eingebracht wird, desto günstiger kann finanziert werden. Um die Höhe Ihres Darlehens und damit Ihrer monatlichen Ratenbelastung zu senken, können Sie neben Bargeld auch andere Formen von Eigenkapital einbringen:

  • Sparbriefe, Aktien, Wertpapiere und Investmentfonds, sofern diese kurzfristig auszahlbar sind,
  • Guthaben aus zuteilungsreifen Bausparverträgen, einschließlich Prämien und Zinsen,
  • in Kürze fällige Lebensversicherungen,
  • unbelasteter Grundbesitz, den Sie verkaufen können (eventuell ist eine kurze Zwischenfinanzierung nötig),
  • ausstehende Geldforderungen, mit deren Rückzahlung Sie rechnen können,
  • vorgezogene Erbauszahlungen oder Schenkungen,
  • Eigenleistungen, also Arbeiten am Haus, die Sie selbst durchführen (in der Regel bei Neubauten).

Ein unbelastetes Grundstück, das Sie bebauen können sowie zinslose oder zinsgünstige Darlehen von Verwandten oder Ihrem Arbeitgeber werden als Eigenkapital anerkannt, weil sie die Gesamtkosten der Investition senken. Sie verringern aber nicht unbedingt Ihre monatlichen Raten. Grundsätzlich sollten Sie mindestens 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten aus Eigenkapital bestreiten.

Welche Zinsbindung soll ich für meine Immobilie wählen?

Vorab eine gute Nachricht für alle, die eine Immobilien-Finanzierung planen: Die Zinsen befinden sich zurzeit auf historisch niedrigem Niveau. Auch wenn ein Kredit mit flexiblem Zinssatz auf den ersten Blick günstiger erscheint: Wer kann heute schon sagen, wie hoch das Zinsniveau in einigen Jahren sein wird? Es empfehlen sich daher längere Zinsbindungen. Wer sich momentan langfristig bindet, kann zudem die Rückzahlung seines Darlehens dank  gleichbleibender Raten besser planen. Die meisten unserer Kunden entscheiden sich momentan für Zinsbindungen von zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren.

Was ist ein Forward-Darlehen?

“Forward” – der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie “vorwärts”, “weiter” oder “voraus”. Ein Forward-Darlehen ist ein Folgedarlehen und funktioniert so: Wer bereits ein Immobiliendarlehen hat, kann sich mit einem Forward-Darlehen den aktuellen günstigen Zinssatz für die Folgezeit sichern. Dafür wird üblicherweise ein sogenanntes Annuitätendarlehen mit einem festen Zinssatz vereinbart. Die Auszahlung des Darlehens erfolgt erst zu einem vereinbarten Termin in der Zukunft, in der Regel in 12 bis maximal 60 Monaten und löst dann das bestehende Darlehen ab. Je kürzer diese “Vorlaufzeit” ist, desto niedriger fällt der Zinsaufschlag aus.

Weitere Informationen zum Thema Kredite und Darlehen haben wir auf unserer Webseite für Sie zusammengestellt.

 

 

Bild: © Thorben Wengert – pixelio.de

  1. 22. Juni 2014, 20:07

    Die Tipps sind nicht schlecht. Um einen Überblick über die finanzielle Belastung zu erhalten habe ich diesen Rechner verwendet: http://baufinanzierungsrechner.meine-baufi.de/

    Grüße Vanessa

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