09.04.2013

HVB Kunstsammlung

Weit mehr als Dekoration: Kunst in der Bank

Was vor über 60 Jahren mit dem Erwerb der ersten Werke begann, zählt heute mit mehr als 20.000 Kunstwerken zu den größten und bedeutendsten Unternehmenssammlungen Europas – die Sammlung der HypoVereinsbank. Sie bietet eine imposante und beeindruckende Reise durch drei Jahrtausende Kunstgeschichte.

Schön und gut, doch warum lohnt es sich eigentlich für Unternehmen, Kunst zu sammeln, aufzubewahren und zu vermitteln? In der aktuellen Ausgabe des Münchner Kunstmagazins “Mundus” finden wir hierzu die passenden Antworten von Bärbel Kopplin, Kuratorin der HVB Kunstsammlung.

Kunstsammlung – ein Instrument der Unternehmenskultur

“Als wirtschaftlich geführte Organisationen müssen Unternehmen ihren Aktionären, Teilhabern und Gesellschaftern Rechenschaft über den Sinn und Zweck einer Investition in Kunst ablegen. Dabei geht es aber nicht darum, Kunstwerke als bloßes Investment zu begreifen, sondern darum, das kommunikative Potenzial von Kunst im täglichen Kontakt mit Kunden und Geschäftspartner zu nutzen.”

Was bedeutet das genau?

“Eine eigene Kunstsammlung dient als aktives Instrument sowohl der internen wie der externen Unternehmenskommunikation und kann als Botschafter einer Unternehmenskultur verstanden werden, die Aufgeschlossenheit, Zeitgenossenschaft und Offenheit vermittelt. Das positive Wirkungspotential von Kunst kann darüber hinaus zur Steigerung des Renommees des jeweiligen Konzerns beitragen und zur Festigung eines attraktiven und hochwertigen Arbeitsumfelds führen.”

Eine Investition in die Kunst ist also eine Investition in Kreativität, davon ist die verantwortliche Kuratorin der Sammlung Dr. Bärbel Kopplin überzeugt.

Mit Blick auf die neue Kunst-Generation

Apropos Investition – wer entscheidet eigentlich, in welche Kunst investiert wird? Kann gekauft werden, was gefällt?

“Der Schwerpunkt der Ankaufsaktivitäten der Sammlung liegt heute klar auf internationaler Gegenwartskunst und jungen künstlerischen Positionen. Eine Kunstkommission entscheidet über die Neuankäufe, die sich auf Werke aus dem letzten Jahrzehnt konzentrieren, und garantiert, dass die Leitmotive der Sammlung – Vielfalt, Nachhaltigkeit und Zukunftsorentierung – eingehalten werden.”

Vermutlich keine einfache Entscheidung. Doch der Erfolg gibt den Verantwortlichen Recht:

“Eine Reihe von historischen Kunstwerken ist als Dauerleihgabe in öffentlichen Museen zu bewundern, unter anderem auch in der Alten und Neuen Pinakothek in München. Insgesamt hat die Bank rund achtzig Werke in zwölf deutschen Museen platziert. In den letzten vier Jahren gingen über einhundertfünfzig Kunstwerke der Sammlung auf Reisen und waren in internationalen Ausstellungen in ganz Europa zu sehen.”

Was einst mit dem Wunsch begann, die repräsentativen Bereiche der Bank hochwertig zu dekorieren und künstlerisch auszustatten, ist heute zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskultur geworden und zeugt von der gesellschaftlichen Verantwortung für das kulturelle Erbe.

  1. 18. Januar 2014, 14:05

    Sehr geehrte Frau Dr. Bärbel Kopplin,
    würde mich freuen, wenn ich Sie mit meinen Bildern, die Sie auf der Web Seite sehen, einen Eindruck von den Menschen in Ecuatorianern bekommen. Da ich in diesem wunderschönen Land eine weile gelebt habe, konnte ich so einige Indianer beobachten und Ihr Bild Wiederspiegeln auf den Bildern.
    Die Abstrakte Welt die Sie auch hier zu sehen bekommen ist ständig im Wandel. Eine tolle Möglichkeit viele Seiten des Lebens in der Entwicklung mit dem Alter zu Endecken.
    Über ein Gespräch mit Ihnen Persönlich würde ich mich sehr freuen.
    Mit freundlichen Grüßen

    Wolfgang Boecker

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

back to top