30.07.2014

Sachwert Fahrrad

Rennrad, Fixie, Vintage-Bike: Trend Drahtesel

Ob altes Hollandrad, kultiges Rennrad, Singlespeed oder Fixie – Vintage-Fahrräder liegen im Trend. Was ist daran so faszinierend und wie kommt man eigentlich zu einem solchen Oldie? Unsere Kollegen von onemarkets klären auf.

“Gegenwind formt den Charakter”, heißt ein bekannter Spruch unter Radlern. Kräftigen Rückenwind hat hingegen ein Trend, der seit einigen Jahren in Deutschland zu beobachten ist. Ganz nach dem Motto “Zeig mir, womit du radelst, und ich sag dir, wer du bist” sind Fahrräder nicht mehr nur Fortbewegungsmittel. Immer mehr Menschen wollen mit ihrem Rad auch ihre Persönlichkeit ausdrücken, gerade auch im Hinblick auf die Individualität und das Design ihrer Drahtesel. Und wie ginge das besser als mit Vintage-Rädern wie dem Hollandrad, dem aufgemöbelten 1970er-Jahre-Flitzer oder dem Bike aus Opas Zeiten.

Ich trete, also bin ich

Dass sich Menschen plötzlich für alte beziehungsweise auf alt getrimmte Räder begeistern und sie in Massen kaufen, mag zunächst überraschen. Doch in Zeiten, in denen Millionen nahezu identisch aussehender Fahrräder das Straßenbild prägen, wirken Retro-Fahrräder fast schon wie Kunstwerke. Und der Kult darum nimmt fast schon philosophische Ausmaße an. So gibt es in London und Berlin seit einigen Jahren einen “Tweed Day”. In Knickebocker und Tweed gekleidet touren Fahrradliebhaber mit ihren historischen Bikes durch die Stadt. Der “Tweed Day” soll daran erinnern, dass die mobile Revolution nicht mit dem Auto, sondern dem Fahrrad begann.

Auf dem Flohmarkt suchen

Keine Frage, von Vintage-Fahrrädern geht ein besonderer Zauber aus. Doch wo bekommen Interessierte einen solchen alten Drahtesel her? Eine Möglichkeit ist es, im eigenen Keller oder Dachspeicher nachzusehen. Möglicherweise haben auch Verwandte oder Bekannte einen alten Treter zu verschenken. Als lohnend kann sich auch ein Besuch auf dem Flohmarkt oder beim Schrotthändler erweisen. Der Haken daran ist, dass solche Räder ihre Straßentauglichkeit meist schon verloren haben. Es gilt also die nötigen Ersatzteile zu beschaffen. Helfen kann hierbei jeder gut sortierte Fahrradshop vor Ort.

Retro ab Werk

Wer sich das “Aufmöbeln” ersparen möchte und stattdessen gleich in die Pedale treten will,  kann neuwertige Vintage-Räder auch direkt erwerben. Eine Firma, die sich zum Beispiel auf den Handel mit klassischen Rennrädern und Hollandrädern spezialisiert hat, ist Superfiets aus Hamburg. Last, but not least gibt es auch zahlreiche Fahrradhersteller, die neue Räder im alten Design produzieren.

Tipps und Links

  • Pimp my bike: Wie ein altes Rennrad in nur 10 Schritten für wenig Geld zum stylischen  Retro-Renner verwandelt werden kann, erfahren Sie auf der Internetseite des Magazins Fit For Fun.
  • Tweed Day: Eine traditionelle Fahrradtour zur Pflege der Fahrradkultur. In Berlin findet der nächste Tweed Day am 21. September 2014 statt. Anmeldung hier: tweedberlin.weebly.com.
  • Lässige Treter: Anregungen zum Radumbau bekommen Sie im Fotokunstband “Cycle Style“. Der Fotograf Horst A. Friedrichs zeigt darin auf 176 Seiten den Style der Londoner Fahrradszene.
  • 100 Fahrrad-Ikonen: Die Ausstellung “Das Fahrrad” im Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek zeigt  rund 100 Fahrrad-Ikonen aus den letzten 200 Jahren, das-fahrrad.org.
  • Alles rund ums Fahrradfahren: Auf der Internetseite des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.) erhalten Sie zahlreiche Infos, zum Beispiel was beim Kauf eines gebrauchten Rads zu beachten ist.

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