28.11.2015
Serie

Mentoring-Programm

Nina Hugendubel: Strategin mit Mut

Sei es die Mitgründung einer Allianz aus Wettbewerbern oder die Übernahme eines erfolgreichen E-Commerce-Unternehmens: Hugendubel, Deutschlands größte inhabergeführte Buchhandelskette, setzt konsequent auf Multichannel. Unternehmerin und Mentorin Nina Hugendubel über die richtige Strategie – und den Mut, ungewöhnliche Schritte zu gehen.

Als im März 2011 der US-Versandhändler Amazon seinen eReader Kindle in Deutschland auf den Markt bringt, bekommt das auch Hugendubel, Deutschlands größte inhabergeführte Buchhandelskette, zu spüren. Die einzelnen Buchhändler hierzulande versuchen mit verschiedenen Produktlösungen gegenzuhalten, erfolglos: „Uns fehlte eine echte Alternative zum Kindle“, erinnert sich die geschäftsführende Gesellschafterin Nina Hugendubel.

Erst die Idee, sich mit der Konkurrenz zusammenzutun und eine gemeinsame Lösung zu finden, brachte den Durchbruch. Die Buchhändler Thalia, Hugendubel, Weltbild und Club Bertelsmann führten im März 2013 gemeinsam mit der Deutschen Telekom den eReader tolino ein. Mit Erfolg: Zweieinhalb Jahre seit Gründung hat sich der tolino auf dem deutschen Markt etabliert und gewinnt stetig weitere Partner in Deutschland und Europa hinzu.

„Auch mutige und ungewöhnliche Schritte gehen“

Die Mitgründung der tolino-Allianz ist ein strategischer Schritt von vielen, mit dem Nina Hugendubel und ihr Bruder Maximilian das 1893 gegründete Familienunternehmen via Digitalisierung ins Internetzeitalter führen. Erst kürzlich hat Hugendubel das E-Commerce-Unternehmen eBook.de übernommen – ein weiterer Schritt in der Umsetzung von Hugendubels Multichannel-Strategie. „Es geht darum, den Verlauf der Veränderungsrichtung zu erkennen und durch die richtige Strategie mitzugestalten. Hier gilt es, auch mutige und ungewöhnliche Schritte zu gehen“, erklärt Nina Hugendubel.

Diese Maxime will die studierte Politikwissenschaftlerin auch als Mitglied des HVB Frauenbeirats und als Patin des diesjährigen HVB Gründerinnen Mentorings an junge Unternehmerinnen weitergeben.“Eine realistische Strategie ist das A und O zum Businessstart“, sagt Hugendubel. Deshalb ist das HVB Mentoring-Programm „eine perfekte Plattform für Existenzgründerinnen, um Menschen und deren Ideen kennenzulernen und von der Expertise erfahrener Unternehmerinnen zu profitieren.“ Und das Konzept geht auf.

Zur Person

Bevor Nina Hugendubel in das Unternehmen ihres Vaters einsteigt, geht sie zum Studium nach Paris, für Praktika nach Cambridge, Honkong, Tokio. In Passau und Berlin studiert sie Politik, Philosophie und Wirtschaft. Nach einem Trainee-Programm bei Time Warner in New York sowie vier Berufsjahren bei der Verlagsgruppe Holtzbrinck in Stuttgart und New York, kehrt sie in ins heimatliche München zurück. Zusammen mit ihrem Bruder Maximilian leitet sie heute das Familienunternehmen H. Hugendubel GmbH & Co. KG in der fünften Generation.

HVB-Mentees gefragt wie nie

Selten haben ehemalige Mentees des HVB Gründerinnen-Mentorings so souverän im Rampenlicht gestanden wie in jüngster Zeit: fairplaid-Macherin Marthe Lorenz etwa sitzt derzeit in der Jury von shareBW, einem namhaften Gründer-Wettbewerb in Baden-Württemberg. Boxcryptor-Entwicklerin Andrea Pfundmeier räumte den Gründerpreis des ZDF ab. Und Spottster-Gründerin Freya Oehle trat bei der VOX-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ auf – mittlerweile hat sie auch den Deal in der Tasche. Genau diese Eigenschaft ist es, die sich Nina Hugendubel auch von den kommenden Mentees wünscht: „Hinter der eigenen Idee zu stehen, diese mit Überzeugung zu vertreten und den eigenen Markt zu kennen.“

Nur naheliegend also, dass Nina Hugendubels Buchempfehlungen von Frauen handeln, die mit dieser Eigenschaft Erfolg gehabt haben.

Drei Buchtipps von Nina Hugendubel

Kaffee in Pappbechern war in Deutschland alles andere als populär, als Vanessa Kullmann mit 25 ihren ersten Coffeeshop in Hamburg eröffnete. Heute gehören zu Balzac Coffee mehr als 35 Filialen in fünf Städten, und das Unternehmen ist für die amerikanischen Ketten wie Starbucks und Co. eine echte Konkurrenz geworden. Wie sich mit ein bisschen Beharrlichkeit, gutem Timing und leidenschaftlichem Glauben an die eigene Sache trotz Wirtschaftsflaute und miserabler Prognosen Berge versetzen lassen, zeigt die Unternehmerin des Jahres 2006 am Beispiel ihrer ganz persönlichen Erfolgsgeschichte.

Was denken Frauen in Top-Führungspositionen über Erfolg, Karriere und gute Führung? Wie sind sie zu den Besten Ihres Bereichs geworden? Was hat sie geprägt und wie denken Sie über die gegenwärtige Debatte um die Frauenquote? Kerstin Plehwe hat mehr als 50 der erfolgreichsten Frauen der Welt persönlich interviewt und gibt in ihrem neuen Buch einen wunderbaren Einblick in die Ansichten von herausragenden Top-Sportlerinnen, Politikerinnen, Nobelpreisträgerinnen, Unternehmerinnen und Managerinnen. Ein Lese Muss und eine Inspiration- für Männer wie Frauen!

Vivienne Westwood ist eine der Ikonen unserer Zeit. Modedesignerin, Aktivistin, Mitbegründerin des Punk, globale Marke und Großmutter ? eine lebende Legende.Zum ersten und einzigen Mal hat Vivienne Westwood, in Zusammenarbeit mit dem preisgekrönten Autor Ian Kelly, die Geschichte ihres Lebens aufgeschrieben, um all die Ereignisse, Menschen und Ideen zu würdigen, die sie zu dem gemacht haben, was sie heute ist

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