08.12.2015
Serie

Metropolregion Rhein-Ruhr

Die besten Start-up-Standorte Deutschlands: Rhein-Ruhr

Im Westen nichts Neues? Falsch. Wer sein Start-up im Westen der Republik in die Erfolgsspur bringen möchte, sollte dafür eine der zahlreichen Auffahrten der Metropolregion Rhein-Ruhr nutzen. Mit ihrem stark verflochtenen Städtenetz zählt der Verdichtungsraum entlang der Flüsse Rhein und Ruhr zu den größten Ballungsgebieten Europas und eignet sich deshalb in vielerlei Hinsicht als Standort für Gründer. 

"Vielzahl von Unternehmen in der Region"

Während Start-ups mit B2C-Ausrichtung auf engem Raum mehr als 12 Millionen potentielle Verbraucher erreichen können, finden auch Gründer mit B2B-Ideen beste Voraussetzungen zwischen Bonn und Gelsenkirchen. „Die Region bietet unmittelbaren Anschluss an eine Vielzahl etablierter Industrieunternehmen und einen großen Mittelstand. Das ist besonders für Start-ups interessant, die Kunden und Partner aus der Wirtschaft gewinnen wollen“, erklärt Nicola Rodewald, Gründerin von Amiravita. Das Start-up unterstützt Unternehmen dabei, ihren Mitarbeitern die berufsbegleitende Pflege von Angehörigen zu ermöglichen. Kunden in der Region zu finden war für sie bei der Gründung von Amiravita vor vier Jahren nicht besonders schwer: „Gerade dadurch, dass wir branchenunabhängig tätig sind, konnten wir einer Vielzahl von Unternehmen unsere Unterstützung anbieten. Das war ein großer Pluspunkt der Region.“

Mittlerweile berät Nicola Rodewald aber auch Unternehmen im süd- und norddeutschen Raum. Möglich sei dies dank der zentralen Lage des Ballungsraumes: „Gerade für Start-ups wie uns, die deutschlandweit persönlichen Kontakt zu ihren Kunden pflegen, ist die Region Rhein-Ruhr der optimale Standort. Dank der guten infrastrukturellen Anbindung kommt man beispielsweise aus Köln schnell in jede andere Ecke Deutschlands.“

Gründen im Städtenetz des Ruhrgebiets

Doch nicht nur die Domstadt punktet als Gründungsstandort innerhalb der Region Rhein-Ruhr. Zwar gilt Köln mit seiner lebendigen Start-up-Szene längst als unangefochtener Hotspot für Gründer in NRW, doch auch das Ruhrgebiet mit seinen Städten bietet jungen Entrepreneuren nicht zu unterschätzende Möglichkeiten für den Aufbau und die Umsetzung ihrer Geschäftsideen. „Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, ist es besser, viel besser, als man glaubt“, sang bereits Herbert Grönemeyer über das Revier, in dem der aufkommende Gründerwind den Ruß vergangener Tage mehr und mehr davonträgt.

Vorangetrieben werde der Wandel des Ruhrgebiets unter anderem von den lokalen Wirtschaftsförderungen, so Carmen Radeck, im Revier stark vernetzte Start-up-Bloggerin „Viele Städte der Region schreiben Businessplan-Wettbewerbe aus und bieten Gründern damit Gelegenheit, ihre Business-Ideen zu präsentieren, ihr Netzwerk zu erweitern und Kontakte zur ansässigen Industrie zu knüpfen“, erklärt sie und nennt mit dem Dortmunder start2grow und den Bochumer Senkrechtstartern zwei beispielhafte Initiativen.

Hochschulen mit Beratungs- und Serviceleistungen

Wichtige Impulsgeber für die Start-up-Kultur im Pott seien aber auch die zahlreichen Universitäten der Region: „Hochschulen wie die TU Dortmund, die Universität Duisburg-Essen und die Universität Witten/Herdecke ermutigen ihre Studenten mit teilweise fächerübergreifenden Programmen immer mehr dazu, unternehmerisch zu denken und eigene Geschäftsideen zu entwickeln“, erklärt die Bloggerin und ergänzt: „Wer daraufhin sein eigenes Unternehmen gründen möchte, dem bieten die Hochschulen auch direkt weiterführende Beratungs- und Serviceleistungen an.“

Unabhängig davon, in welchem Kontext Gründer ihr Business aufbauen, lohne im Ruhrgebiet zudem der Besuch verschiedener Events wie dem Startup-Kickern oder den sogenannten Fuckup Nights, so Carmen Radeck: „Anstatt einem nur lokal in der eigenen Stadt bestehenden Netzwerk beizutreten, können Gründer bei diesen Veranstaltungen Start-ups aus allen Ecken des Reviers treffen und Kontakte bis weit in die Region hinein knüpfen.“

Standortunabhängig: Das HVB Gründerinnen-Mentoring

Egal für welchen Standort sich Gründer in Deutschland entscheiden, Herausforderungen beim Aufbau des eigenen Unternehmens begegnen viele von ihnen. Als Fördermaßnahme speziell für junge Unternehmerinnen startet die HypoVereinsbank deshalb jetzt die vierte Runde ihres Mentoring-Programms für Gründerinnen. Im Rahmen dieser Initiative werden sechs Gründerinnen vom Frühjahr 2016 an für ein halbes Jahr von je einem Mitglied des HVB Frauenbeirats und den HVB Gründungsspezialisten auf ihrem Business-Weg begleitet, persönlich beraten und mit nützlichen Praxistipps unterstützt. Darüber hinaus erhalten sie Möglichkeit, Vorträge und Workshops zu besuchen, an Gründerveranstaltungen verschiedener Kooperationspartner teilzunehmen und – im Fall einer ausgewählten Gewinnerin – für eine Woche zum German Accelerator Programm ins Silicon Valley, nach San Francisco oder New York zu reisen.

Sie sind interessiert? Dann bewerben Sie sich jetzt für das HVB Gründerinnen-Programm 2016! Nähere Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

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