08.10.2014

Reinhold Messner

"Beim Stiften muss es um die Sache gehen"

Wie kein anderer steht Reinhold Messner für Grenzerfahrungen der Superlative. Nach seinem 70. Geburtstag geht es für ihn nicht mehr so häufig auf den Berg, seine Stimme für Meinungen und provokante Thesen hat er trotzdem nicht verloren. In seinem Buch “Über Leben” erzählt er von Wertvorstellungen, die ihn geprägt haben und Lektionen, die er als Bergsteiger und als Mensch lernen musste.

Herr Messner, Freiheit, Instinkt, Leidenschaft … wie haben Sie die Werte für Ihr Buch ausgewählt?

Die ausgewählten Themen sind Wert-Begriffe, die ich als Grenzgänger vielfach anders bewerte als der Bürger.

Für die HypoVereinsbank haben Sie über die Erfahrungen mit der Messner Mountain Foundation, Ihrer Stiftung für Menschen in abgelegenen Bergdörfern, erzählt. Welche Effekte Ihrer Stiftungsarbeit sehen Sie bei den Menschen vor Ort?

Die Menschen in den Berggebieten, die ich unterstütze, beispielsweise Himalaja, Karakorum oder Nepal, haben Hoffnung geschöpft – das allein rechtfertigt meine Stiftung.

Was hat Sie dazu bewogen, die Stiftung zu gründen?

Die Menschen in den Bergen haben mir nicht nur meinen Rucksack getragen. Sie haben mir einmal das Leben gerettet. Ich gebe zurück und freue mich darüber.

Welche Herausforderungen sind Ihnen auf dem Weg zur Stiftungsgründung begegnet?

Die Anfragen, also Bitten um Hilfe, sind so vielfältig, dass die Auswahl schwierig ist. Oft gilt es auch sofort zu helfen, beispielsweise bei Flutkatastrophen oder Dürre.

Welchen Begriff aus “Über Leben” würden Sie “Nachwuchsstiftern” an die Hand geben?

Leidenschaft, Sinn, auch Gutmenschen – wem es beim Stiften um sich und nicht um die Sache geht, wird nicht weit kommen.

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