28.05.2013

Zahlungsverkehr

Zahlen Sie europäisch – mit IBAN und SEPA

2014 ist es soweit: Dann geht es dank SEPA ganz einfach mit Geld-Transaktionen innerhalb Europas. Ob Überweisung oder Lastschrift – mit SEPA wird auch der Zahlungsverkehr in Deutschland angepasst. Das bringt die Zukunft des europäischen Bankings für Sie.

Wenn ich einen Tipp abgeben soll, über welchen Begriff wir als Bankkunden in den kommenden Monaten sehr häufig sprechen werden, dann setze ich auf SEPA. Der Single Euro Payment Area, zu Deutsch Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum, haben sich bereits 33 europäische Staaten angeschlossen. SEPA vereinfacht uns Überweisungen und Lastschriften mit unseren europäischen Nachbarn.

Überweisungen und Lastschriften – das ändert sich

Von SEPA sind sowohl in- als auch ausländische Überweisungen und Lastschriften betroffen.

Für Überweisungen braucht man in Zukunft lediglich die IBAN und den BIC des Kontoinhabers, um Beträge innerhalb des SEPA-Raumes überweisen zu können. Dazu aber später mehr. Egal, ob ich mein Ferienhaus auf Rügen oder in der Toskana bezahlen möchte, ich nutze einfach SEPA dafür. SEPA-Überweisungen ins Ausland dürfen übrigens nicht mehr kosten und nicht länger dauern als gewöhnliche Inlandstransaktionen. Eine Ausnahme bilden die Schweiz, Monaco, St.Pierre und Miquellon. Für diese Länder fallen die normalen Gebühren für Auslandsüberweisungen an.

Lastschriften werden vor allem sicherer, denn Gläubiger und Zahlungspflichtiger vereinbaren im Regelfall schriftlich die Lastschriftzahlung, ein so genanntes Mandat. Nachdem ich ein Mandat erteilt habe, werde ich außerdem grundsätzlich darüber informiert, wann die Belastung stattfinden wird. Innerhalb von acht Wochen nach der Belastung kann dieser widersprochen werden.

IBAN – Die Nummer mit der langen Nummer

Für Überweisungen benötige ich zukünftig die IBAN. Eine kurze Netzrecherche verrät mir, dass die International Banking Account Number den Spitznamen „IBAN, die Schreckliche“ trägt. Das liegt wohl an ihrer Länge, schließlich müssen wir uns in Zukunft eine 22-stellige Kontonummer merken. Genau genommen ist es eigentlich recht einfach, sich die lange Nummer einzuprägen: Länderbuchstaben-Code, Prüfziffer, sowie Bankleitzahl und Kontonummer kombiniert ergeben die Kontokennung. Die meisten Ziffern kenne ich also schon von meinen bisherigen Kontodaten.

Die IBAN ersetzt ab Februar 2014 Kontonummer und Bankleitzahl. Die internationale Bankleitzahl (BIC) braucht dann für Inlandsüberweisungen nicht mehr verwendet werden. Ab Februar 2016 entfällt sie ebenfalls bei Euro-Überweisungen ins EU-Ausland. Als Privatkunde gilt für mich eine Übergangsfrist: Bis zum 01. Februar 2016 kann ich weiterhin den gewohnten Beleg mit Kontonummer und BLZ verwenden. Allerdings sollte man möglichst bald nur noch die IBAN verwenden.

SEPA und IBAN sind für mich wichtige technische Bausteine eines vereinten Europas. Denn es sind doch gerade diese Annehmlichkeiten, durch die wir Grenzen überwinden und mit unseren europäischen Nachbarn zusammenrücken können.

Weitere Infos zum Thema SEPA erhalten Sie unter www.hvb.de/sepa.

  1. ju1947
    10. Juli 2013, 16:47

    Wieder einmal eine EU Aktion, die DE nur Geld kostet und keinen Mehrwert. Dafür wird dann in DE der ZV teurer … super

  2. 10. Juli 2013, 11:04

    Sehr schöner Artikel und für Verbraucher eine gute Zusammenfassung.

    Hoffentlich wird dieser Artikel häufig genug gelesen, damit mit SEPA bald jeder etwas anfangen kann.

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