21.06.2016

Silicon Valley Immobilien

Immobilien-Investment im Silicon Valley

Das Silicon Valley gilt als Wiege der Digitalisierung und als pulsierende Wirtschaftsregion. Nirgendwo sonst steht der unbändige Wille etwas Neueres, Schnelleres oder Besseres zu entwickeln derart im Fokus wie im Tal der Bits und Bytes. Von der Innovationskraft amerikanischer Technologie-Pioniere können auch deutsche Anleger profitieren. Zum Beispiel mit einem geschlossenen Sachwertefonds im aktuell wachsenden Sektor innovativer Büroimmobilien. 

Fortschritt, Know-how und Kreativität sind dort zuhause, es ist die Keimzelle der virtuellen Welt: das Silicon Valley. Geografisch in der kalifornischen San Francisco Bay Area gelegen, hat es sich in den vergangenen 75 Jahren von einem beschaulichen Obstanbaugebiet zu einer pulsierenden Hochburg der Digitalwirtschaft entwickelt. Was 1939 in einer Garage in Palo Alto begann, ist inzwischen zum globalen Synonym für Hightech geworden. Damals gründeten die beiden Stanford-Absolventen Bill Hewlett und David Packard ihr gleichnamiges Technologie-Imperium und besiegelten damit die Geburtsstunde des amerikanischen Innovationszentrums.

Kreatives Biotop: Wo die Einhörner derzeit zuhause sind

Heute leisten dort Internet-Riesen wie Google, Amazon oder Facebook gemeinsam mit jungen Start-up-Unternehmen unermüdliche Pionierarbeit und drehen unter Hochdruck am „next big thing“. In der gut 4.800 Quadratkilometer großen Metropolregion zwischen San Francisco, San Mateo und San José haben mittlerweile über 7.000 Technologiefirmen ihren Sitz gefunden und treiben mit kreativen Ideen ein dynamisches Wirtschaftswachstum voran. Insgesamt 60 der weltweit 144 „Einhörner“, also Unternehmen, die bereits vor ihrem Börsengang mit mindestens einer Milliarde Dollar bewertet werden, haben laut einer aktuellen Erhebung von CBRE Research ihre Erfolgsgeschichte im Silicon Valley begonnen. Aktuelle Shootingstars der Szene: der Fahrdienstvermittler Uber (51 Milliarden Dollar), das soziale Netzwerk Pinterest (11 Milliarden Dollar), der webbasierte Datenspeicher Dropbox (10 Milliarden Dollar) und der Sicherheits- und Finanzsoftware-Anbieter Palantir (20 Milliarden Dollar).

Innovationskultur als Erfolgsrezept?

Was aber macht die vergleichsweise kleine Wirtschaftsregion im amerikanischen Sonnenstaat eigentlich so innovativ? Warum gehen digitale Quantensprünge vorwiegend an der amerikanischen Westküste an den Start? Zum Vergleich: Laut einer Studie des Markt- und Meinungsforschungsportal Statista aus dem Jahr 2015 haben knapp drei Millionen Einwohner des Silicon Valley im vergangenen Jahr 16.975 Patente angemeldet, in Deutschland kamen 82 Millionen Einwohner auf gerade mal 15.822 Patente. „Das Erfolgsrezept dieser Firmen basiert auf einer ausgeprägten Innovationskultur“, heißt es in einer Studie der Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers (PwC). „Dieser Spirit wirkt wie Klebstoff, der für eine hohe Übereistimmung zwischen Innovations- und Unternehmensstrategie sorgt.“

Wirtschaftswachstum lockt Investoren an

Ein weiterer Erfolgsfaktor des Silicon Valley ist seine vielschichtige Infrastruktur: Zum einen finden sich Eliteuniversitäten wie Stanford und Berkeley in unmittelbarer Nachbarschaft, zum anderen verfügt die Region über eine hohe Ballung an Risikokapitalgebern. Denn: Die hohe Konzentration zukunftsorientierter Branchen macht die San Francisco Bay Area auch für Investoren interessant. Nach Angaben des amerikanischen Research-Unternehmens PitchBook wurden dort allein im vergangenen Jahr rund 34 Milliarden Dollar investiert. Das entspricht mit 26,9 Prozent knapp einem Drittel des weltweit vergebenen Risikokapitals und der neunfachen Summe des im deutschsprachigen Raum, also in Deutschland, Österreich und der Schweiz investierten Kapitals. Dort haben Investoren laut PitchBook im gleichen Zeitraum 3,6 Milliarden Euro, umgerechnet also 3,9 Milliarden Dollar in junge Unternehmen gesteckt. Dennoch: Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Trotz der hohen Investitionssummen bleiben einige Firmen deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Aktuell positive Mietpreisprognosen durch steigende Immobiliennachfrage

Die Zeichen im Silicon Valley stehen derzeit auf kontinuierlichem Wachstum – das zeigt sich auch auf dem örtlichen Gewerbeimmobilienmarkt. „Verglichen mit Europa expandieren die dort ansässigen Firmen überdurchschnittlich schnell“, weiß Derek Landry, Managing Director bei CBRE Global Investors. „Besonders Unternehmen aus dynamischen Zukunftsbranchen wie dem IT-Sektor bauen zügig Personal auf und beziehen in regelmäßigen und vergleichsweise kurzen Abständen neue, größere Büroräume. Eine lebendige Start-up-Szene junger Unternehmen sorgt zugleich für sehr geringe Leerstandsraten“, so Landry. Durch die dichte Besiedelung sowie seine geografische Enge seien die verfügbaren Bauflächen im Tal begrenzt, ergänzt der Experte. „Die aktuell hohe Nachfrage nach Büroflächen sorgt einerseits für Wachstumsdruck in Richtung Südost, andererseits für bislang stetig steigende Mietpreise.“

Geschlossener Sachwertefonds: Renditechancen am Technologie-Hotspot?

Für die kommenden fünf Jahre prognostiziert Landry dem Gewerbeimmobiliensektor an der San Francisco Bay einen weiteren durchschnittlichen Mietpreisanstieg von rund vier Prozent pro Jahr. Gute Aussichten auch für deutsche Verbraucher, die vom Technologie-Boom im Silicon Valley nicht nur als User, sondern auch als Anleger profitieren können. „Ein Investment in einen Geschlossenen Sachwertefonds, zum Beispiel im Gewerbeimmobilien-Sektor,  bietet die Chance, an der Wirtschaftsdynamik der Region zu partizipieren“, betont Gabriele Volz, Geschäftsführerin der WealthCap Kapitalanlagegesellschaft in München. „Dennoch sind Prognosen kein verlässlicher Indikator für eine zukünftige Wertentwicklung.“  Anleger sollten also nicht blind auf den amerikanischen Pioniergeist vertrauen, sondern ihre Chancen und Risiken gründlich ausloten. Schließlich sind mit einer solchen Beteiligung unternehmerische Risiken verbunden, die einer sorgfältigen Abwägung bedürfen. Beispielsweise kann es durch Mietausfälle oder eine Verschlechterung der Standortqualität auch zum Totalverlust kommen. Konzentriert sich der Fonds nur auf eine Immobile beziehungsweise einen Mieter, fehlt die Risikomischung. Es entsteht also ein zusätzliches Klumpenrisiko. Zudem gilt es bei Investitionen im Ausland die Währungsrisiken zu berücksichtigen. Vor einer Investmententscheidung sollten Anleger ein ausführliches Beratungsgespräch in Anspruch nehmen und einen Geschlossenen Sachwertefonds einem gut gestreuten Portfolio immer nur als Baustein beimischen.

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