Flexible Arbeitsplätze

18.07.2013

Smart Working – Start working smart?

Wer smart ist, der glänzt durch Cleverness und Stilgefühl, denkt geradlinig und tritt entschlossen auf. Genau diese Eigenschaften verbergen sich auch hinter der neuen Arbeitsumgebung “Smart Working”: Fest zugeordnete Arbeitsplätze gibt es nicht mehr, stattdessen wählt der Mitarbeiter jeden Tag den Bereich aus, der an diesem Tag auch am besten zu seiner Tätigkeit passt. Wie die Mitarbeiter mit der Umstellung umgehen und wie smart das Konzept tatsächlich ist, konnte ich direkt vor Ort erleben.

Von Gastautorin Christina Meyer

Nicht jeden Tag sind alle Mitarbeiter im Büro. Dienstreisen, Urlaub, Teilzeit oder auch Krankheit lassen viele Plätze unbesetzt. Smart Working soll Abhilfe schaffen: Maßgeschneidertes Mobiliar und moderne Technik werden flächeneffizient eingesetzt und die Arbeitsbereiche für unterschiedliche Tätigkeitsschwerpunkte angepasst.

Meine Wahl, meine Qual

Morgens entscheide ich mich, welcher Platz am besten zu meinen heutigen Aufgaben passt. Die Meetings am Vormittag verschiebe ich nach “Turin” oder “Mailand” – so heißen die Besprechungsräume aus Glas, die mir und meinen Kollegen genug Platz, Ruhe und die nötige Technik bieten. Im Gegensatz zum Großraumbüro schafft Smart Working nämlich auch Bereiche, in denen Kommunikation und offene Besprechungen gewünscht sind. Für Gruppenarbeiten eignen sich am besten die Co-Working- Areas. Sie erinnern mich an Strandkörbe – nur besser gepolstert. Diskrete Gespräche führt man in kleinen “Telefonzellen”, aus denen vertrauliche Daten nur schwer nach außen dringen. Meine übliche Schreibtischarbeit erledige ich an einem der vielen Einzelplätze. Ein Notebook, virtuelles Telefon und ein Tisch, der sich meiner Körpergröße anpassen lässt stehen mir dazu zur Verfügung. Mit dem passenden Platz ist aber noch nicht die Umgebung entschieden, in der ich arbeite: Entweder lande ich im “Wald”, wie mir der grüne Flokati und die Baumtapete suggerieren wollen, oder ich mache gedanklichen Kurzurlaub am “Strand”.

Kein Platz mehr für persönliches Chaos

Smart Working schafft Platz und funktioniert, und das in einer modern gestalteten Umgebung. Aber so viel Freiheit das Konzept auch ermöglicht, so viel nimmt es mir auch für persönliche Dinge wieder weg: Fotos, Lieblingstasse und Ablagestapel sind Vergangenheit, denn jeden Tag suche ich mir einen neuen Platz. Das fordert Flexibilität. Für meine persönlichen Sachen steht mir ein Schließfach zur Verfügung, das ich ganz individuell gestalten und kennzeichnen kann. Archivierung erfolgt meistens virtuell – auch das spart Platz und vor allem Papier!

Smart Working ist mehr als nur ein schicker neuer Schreibtisch

Zwar ist diese neue Art, zu arbeiten für mich noch ziemlich ungewohnt, besonders wenn ich morgens auf einen Platz zusteuere und dieser schon besetzt ist. Trotzdem bietet das Konzept noch viel mehr als nur platzsparendes Design und neue IT: Es geht um nachhaltiges Arbeiten, das sich den ständig wechselnden Anforderungen und Veränderungen in einer modernen Arbeitskultur anpasst. Smart Working schafft neue Maßstäbe, was den Umgang mit Ressourcen angeht – sei es Papier, Mobiliar oder einfach auch nur Platz. Das Konzept bietet also nicht nur eine geradlinige, offene und clevere Arbeitsumgebung, es verlangt auch die passende Einstellung: Denn “working smart” heißt, geradlinig und strukturiert zu arbeiten, offen gegenüber anderen Kollegen zu sein und clever Tag für Tag zu entscheiden, welcher Platz für meine Aufgaben am geeignetsten ist.

Zur Gastautorin

Christina Meyer arbeitet als Volontärin in der Unternehmenskommunikation der HVB. Ihr Schwerpunkt ist die kommunikative Betreuung von HR-Themen.

  1. Heiko Romberg
    27. Juli 2013, 12:30

    – beneidenswert ! Mein Arbeitsplatz ist in einer alten Filiale, gefühlte 40 Grad derzeit ab ca. 09:00 Uhr, und abends total durchgeschwitzt geht es dann zurück nach Hause !

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