Achtung - Spam-Mail
02.02.2017
Tipp

Spam-Mail

Achtung: Spam-Mail für Dich

Wenn Sie durch Ihre E-Mails scrollen und der Name Ihrer Bank als Absender erscheint, bleiben Sie sicher erstmal hängen. Schließlich könnte es doch um wichtige Informationen zu Ihrem Konto, einer Anlage oder einer Finanzierung gehen. Manchmal stecken jedoch auch Cyberkriminelle dahinter. Mit unserer Checkliste können Sie vorbeugen.

Bei unerwünschter Werbung per Post kann man sich mit einem einfachen Aufkleber am Briefkasten behelfen. Das elektronische Äquivalent von Prospekten & Co. landet als Spam-Mail ungehindert im Postfach. Die Absender, Cyberkriminelle, haben wenig Positives im Sinn, sondern wollen Ihren Computer mit Schadprogrammen infizieren oder Daten ausspähen. „Öffnet man einen Link oder lädt einen Anhang in einer Spam-Mail herunter, wird der heimische PC, das Tablet oder das Smartphone zur offenen Tür für Kriminelle“, warnt Nicolai Hutzler von der Informations- und IT-Sicherheit der HypoVereinsbank.

Checkliste für Ihre E-Mails

Bösartige E-Mails sind nicht immer auf den ersten Blick als solche zu erkennen und sehen geschäftlichen E-Mails meist täuschend ähnlich. „Häufig werden Websites und Templates nachgebaut und ähnliche URLs genutzt, sodass sie dem offiziellen Absender verblüffend ähnlich sind“, erklärt Hutzler. Mit diesen sechs Punkten können Sie Spam-E-Mails leichter erkennen – und getrost in den Papierkorb verschieben.

Klingt der Inhalt der E-Mail logisch oder fühlen Sie sich dadurch verwirrt? Nehmen Sie sich Zeit, um zu prüfen, ob der Inhalt der Mail wirklich zutreffend sein kann. Beachten Sie, dass Ihre Bank Sie niemals dazu auffordert, Transaktionsnummern, PINs oder Passwörter herauszugeben oder eine Verifizierung persönlicher Daten verlangt. Sollte dies der Fall sein, setzen Sie sich umgehend mit uns in Verbindung.

Ist die Anrede persönlich oder richtete Sie sich an „Sehr geehrte Damen und Herren“? Ihr Bankberater würde Sie persönlich mit Ihrem Namen anschreiben.

Kennen Sie den Absender der E-Mail? Prüfen Sie die gesamte Adresse bis ins Detail, achten Sie auf Tippfehler, Buchstabendreher oder auch auf die Endungen „.de“ oder „.com“. Wenn der Absender vertrauensvoll, der Inhalt aber nicht plausibel erscheint – greifen Sie zum Telefonhörer.

Fahren Sie mit dem Mauszeiger über eventuell vorhandene Links, sodass die Linkadresse in einem sogenannten „Mouseover“ erscheint. Passt der Link nicht zum Absender, verschieben Sie die E-Mail unverzüglich in den Papierkorb.

Wird Ihnen in der E-Mail mit Konto- oder Kreditkartensperre, Sicherheitsprüfungen oder Ähnlichem gedroht und setzt Sie zeitlich unter Druck? Nehmen Sie sich Zeit, den Sachverhalt auf Plausibilität zu prüfen. Öffnen Sie keine Anhänge und klicken Sie nicht auf Links.

Macht eine verdächtig wirkende E-Mail neugierig darauf, einen Dateianhang zu öffnen? Dann lassen Sie ihn lieber geschlossen und löschen die E-Mail unverzüglich.

Phishing und Trojaner – was ist das eigentlich?

Cyberkriminelle versuchen, mit unterschiedlichen Mechanismen an Daten und Vermögen ihrer Opfer zu gelangen. Beim Phishing versuchen sie, über gefälschte Webseiten, E-Mails oder SMS an persönliche Daten einer Person zu gelangen und damit beispielsweise Schaden auf deren Konto anzurichten. Als Trojanische Pferde bezeichnet man hingegen Schadprogramme, die eigenständig auf einem PC laufen, Daten auslesen oder über ein Netzwerk ferngesteuert werden.

Leider lassen sich Spam-E-Mails nicht vermeiden und die Tricks der Cyberkriminellen werden immer perfider. Nicolai Hutzler rät, sich über unsere E-Mail-Checkliste hinaus zu schützen. „Insbesondere als Online-Banking-Nutzer sollte man einige Sorgfaltspflichten beachten“, so der Experte. „Es ist wichtig, einen Virenscanner und eine Firewall auf seinem persönlichen PC zu installieren. Dort sowie im Betriebssystem sollten Updates immer unmittelbar nach Erscheinung durchgeführt werden – nur so können Sie Sicherheitslücken vermeiden.“ Kunden der HypoVereinsbank können die mehrfach ausgezeichnete Virenschutz-Software Kaspersky® Internet Security zu einem reduzierten Preis über das HVB Direct B@nking unter dem Menüpunkt ‚Persönliche Services‘ bestellen.

Beispiel - Spam-Mail

Zur Person

Nicolai Hutzler ist seit 2014 bei der HypoVereinsbank im Bereich Information Security tätig. Er definiert in diesem Zusammenhang Anforderungen an Prozesse und IT-Systeme, um sie gegen Bedrohungen, unerlaubte Zugriffe und Missbrauch abzusichern.

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