15.10.2012

Flexible Jobmodelle

Start-up einer neuen Arbeitszeitkultur

Barbara Sarx-Lohse ist Mitbegründerin von FLEXPERTEN, einem Vermittlungs- und Informationsportal für flexible Arbeitszeitmodelle. Mit dieser Geschäftsidee gelang der studierten Juristin der Sprung ins Mentoring-Programm der HVB – das nun zur Hälfte vorüber ist. Zeit für eine persönliche Bestandsaufnahme.

Von Gastautorin Barbara Sarx-Lohse

 

Unsere Idee zu FLEXPERTEN war relativ frisch, als ich den Aufruf der HVB zum Gründerinnen-Mentoring las – und mich um einen der sechs Mentee-Plätze bewarb. Ich fand die Initiative toll, da Mentoring für Gründerinnen in Deutschland in dieser Form bislang nicht existierte. Es klappte und ich ergatterte einen Platz im Programm. Und so steht mir nun seit Mai die erfahrene Managerin Sabine Kauper als Mentorin für ein halbes Jahr zur Seite. Von Anfang an hatten wir einen guten persönlichen Draht. Das Mentoring eröffnete mir die Möglichkeit, von der langjährigen Berufserfahrung meiner Mentorin, die in Vorständen und Aufsichtsräten tätig ist, zu lernen. Gleichzeitig ergaben sich in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche rund um die Themen Karriere von Frauen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Frauenquote und natürlich flexible Arbeitszeitmodelle.

Netzwerken auf der DLD women conference

Unsere Partnerschaft hat sich bislang sehr vielseitig gestaltet. Sowohl der kurze Rat am Telefon, als auch umfassendere persönliche Gespräche haben mir neue Anregungen für FLEXPERTEN gegeben. Frau Kauper hat außerdem einige ihrer Kontakte für FLEXPERTEN angesprochen. Aufgrund des Rahmenprogramms der HVB durften wir die DLD women conference in München besuchen und dort unsere Geschäftsidee vorstellen. Die Veranstaltung empfand ich als sehr inspirierend, da dort viele interessante und erfolgreiche Frauen ihre Lebenswege, Ziele und Ansichten darstellten und diskutierten – für mich die ideale Möglichkeit zum Netzwerken.

Unser Ziel: Ein neues Lebensmodell etablieren

flexperten.org ist jetzt seit Juli 2012 online, wir sind seit August eine GmbH und haben den Sommer genutzt, die Seite zu testen und erste Bewerber und Unternehmen zu gewinnen. Jetzt ist es unser wichtigstes Ziel die Menschen zu erreichen, die hochqualifiziert sind und flexibel arbeiten wollen. Die Marke FLEXPERTEN soll für ein neues Lebensmodell stehen. Gleichzeitig brauchen wir für die Umsetzung des Marketingkonzeptes Fremdkapital. Hier gibt es verschiedene Varianten die wir derzeit prüfen.

Meine Tipps für kommende Mentees und Gründer

Das Wichtigste als GründerIn ist, zu gründen – auch wenn einen viele Menschen im Umfeld für verrückt erklären. Vor allem mehr Frauen sollten an sich glauben. Es ist ein großer Vorteil des heutigen Internetgeschäfts, dass man dazu sehr wenig Kapital braucht. Es geht darum, ein klares Ziel zu haben und sich nicht von der Verfolgung dieses Zieles abbringen zu lassen. Außerdem sollte man Erwartungen austauschen und Möglichkeiten der Netzwerknutzung unbedingt wahrnehmen. Wir halten FLEXPERTEN für eine wirtschaftlich sinnvolle Geschäftsidee, aber dahinter steht auch eine Vision: wir wollen eine neue Arbeitszeitkultur in Deutschland anstoßen. Es wird Zeit, dass wir das Potential aller Hochqualifizierten in Deutschland nutzen und dies nicht zu einer noch niedrigeren Geburtenrate führt. Flexible Arbeitszeitmodelle sind der Schlüssel dafür.

  1. Janne Schreiber
    18. Oktober 2012, 18:05

    Das Gründerprogramm der HVB ist beispielhaft und sehr
    hilfreich, das Ansehen der Banken wiederherzustellen und der Branche ein Beispiel zugeben, wie der Mittelstand zu fördern ist und so zur Belebung der deutschen Wirtschaft beizutragen.

    Die vorgestellten Gründerinnen, z.B. Frau Sarx-Lohse,
    beeindrucken mit ihrer klaren Vision und ihrem überzeugendem Enthusiasmus, ihre Zielvorstellungen
    umzusetzen.

    Die Mentorinnen wie Frau Kauper verdienen unser Aller Respekt, wie sie an ihrer Erfahrung teilhaben lassen und dabei ihre kostbare Zeit unentgeldlich zur Verfügung stellen. Das sind Leistungen, die der Boni wert sind. JS

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