02.12.2015
Serie

Start-up Hamburg

Die besten Start-up-Standorte Deutschlands: Hamburg

Was haben Spottster-Gründerin Freya Oehle und App Camps Macherin Diana Knodel gemeinsam? Ihr Gründerherz schlägt für Hamburg. Denn mit mehr als 24.000 IT- und Medienunternehmen bietet die Hansestadt Start-ups ein innovatives Umfeld und verschiedenste Netzwerke. Mehr als 1.000 Onlinehändler arbeiten zwischen Elbe und Alster und erwirtschaften zusammen jährlich mehr fünf Milliarden Euro. Nur logisch also, dass wir nach einem Zwischenstopp in München jetzt im Norden Deutschlands Halt machen. Moin, moin aus Hamburg!

Start-ups ahoi!

Wer als Gründer im Norden Deutschlands den Anker für sein Business auswerfen möchte, dem bietet Hamburg einen geeigneten Heimathafen dafür. Als wirtschaftsstarker Standort mit führenden Unternehmen aus der Digital- und Medienbranche, erweist sich die Hansestadt als optimales Ökosystem für Start-ups. Sie haben an der Elbe sowohl die Möglichkeit, sich mit Top-Playern verschiedener Branchen auszutauschen als auch Partner mit Know-how und Business-Erfahrung für die Realisierung ihrer Geschäftsideen zu begeistern. Nicht zuletzt deshalb zählt Hamburg mit einer Gründerquote von 2,36 Prozent heute bereits direkt hinter Berlin zu den Regionen mit der höchsten Gründertätigkeit in Deutschland.

Kaffeetrinken mit Journalisten

Auch Freya Oehle, Gründerin der digitalen Shopping-Plattform Spottster, hat sich für Hamburg als ihr Tor zur Gründerwelt entschieden. Unbekannten Gründern wie ihr bietet die Stadt noch einen weiteren Vorteil: „dadurch, dass in Hamburg sehr viele Medienunternehmen sitzen, ist es leicht, Aufmerksamkeit für sein Business zu gewinnen. Durch die lokale Nähe kann man Journalisten einfach mal zum Kaffee treffen und ihnen die eigene Geschäftsidee vorstellen.“ Kontakte zu knüpfen sei auch in der Gründerszene selbst sehr leicht: „In Hamburg trifft man bei vielen Gelegenheiten auf andere Start-ups, da die Community relativ klein ist. So genügen schon ein paar Wochen, um das eigene Netzwerk aufzubauen“, so Freya Oehle. Hilfreich sei dies beispielsweise, wenn Personal oder günstiger Büroraum gesucht werde, zwei in der Hansestadt eher knapp bemessene Faktoren: „Da reicht manchmal schon ein Kontakt für den nötigen Tipp.“

Zahlreiche Events und Standortinitiativen

Gründer zusammenzubringen ist auch das Ziel verschiedener Standortinitiativen wie Hamburg Startups und nextMedia.Hamburg. Mit dem Angebot verschiedener Events bieten sie jungen Entrepreneuren regelmäßig eine Plattform, um ihre Business-Ideen zu präsentieren und einander auszutauschen. Möglich ist das auch im betahaus, das Start-ups als Co-Working-Space offen steht und gleichzeitig als Treffpunkt für Diskussionen und Workshops einlädt. „Dort sitzt man inmitten der Community und trifft täglich inspirierende Leute, sowohl Gründer als auch kreative Freiberufler, mit denen man Ideen austauschen kann“, erzählt Diana Knodel, die mit ihrem Start-up App Camps Programmierkurse für Schüler anbietet. Sie hat sich bewusst für ein Büro in dieser Atmosphäre entschieden und trägt darüber hinaus als Kopf der Hamburger Geekettes mit regelmäßigen Workshops speziell für Tech-Gründerinnen selbst zur Belebung des kreativen Hotspots bei. Frischer Wind aus allen Richtungen sozusagen in Hamburgs Start-up-Szene.

Hauptstadt der Gaming-Branche

Kennzeichnend für die Community an der Elbe ist aber nicht nur ihre Dynamik, sondern ebenso ihr typisch hanseatisches Understatement: „Die Szene ist nicht allzu bunt schillernd. Anstatt hohe Wellen zu schlagen, planen und agieren Hamburger Start-ups meist sehr rational und fokussiert“, erklärt Freya Oehle und ergänzt: „So merkt man oft erst auf den zweiten Blick, dass hier durchaus erfolgreiche und profitable Ideen entstehen“. Gute Beispiele dafür seien Unternehmen wie Jimdoo, Bigpoint und InnoGames. Sie haben ihr Business zunächst ebenfalls ohne großes Aufsehen als Start-up betrieben und sich dann zu bedeutenden Leuchttürmen der Hamburger Gründerszene entwickelt. Mit dem eigenen Unternehmen Kurs auf Hamburg zu nehmen, kann für Gründer folglich eine gute Wahl sein. Ankerplätze gibt es an der Elbe jedenfalls noch genug.

Standortunabhängig: Das HVB Gründerinnen-Mentoring

Egal für welchen Standort sich Gründer in Deutschland entscheiden, Herausforderungen beim Aufbau des eigenen Unternehmens begegnen viele von ihnen. Als Fördermaßnahme speziell für junge Unternehmerinnen startet die HypoVereinsbank deshalb jetzt die vierte Runde ihres Mentoring-Programms für Gründerinnen. Im Rahmen dieser Initiative werden sechs Gründerinnen vom Frühjahr 2016 an für ein halbes Jahr von je einem Mitglied des HVB Frauenbeirats und den HVB Gründungsspezialisten auf ihrem Business-Weg begleitet, persönlich beraten und mit nützlichen Praxistipps unterstützt. Darüber hinaus erhalten sie die Möglichkeit, Vorträge und Workshops zu besuchen, an Gründerveranstaltungen verschiedener Kooperationspartner teilzunehmen und – im Fall einer ausgewählten Gewinnerin – für eine Woche zum German Accelerator Programm ins Silicon Valley, nach San Francisco oder New York zu reisen.

Sie sind interessiert? Dann bewerben Sie sich jetzt für das HVB Gründerinnen-Programm 2016! Nähere Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

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