07.04.2015

UEFA Champions League Viertelfinale

Die Stars im Fokus (Teil 1)

Bald ist es soweit: Die Hinrundenspiele des UEFA Champions League Viertelfinals stehen an. Unser Experte Matthias Opdenhövel hat die Stars der unterschiedlichen Partien unter die Lupe genommen. Lesen Sie hier seine Einschätzung.

 

Mario Mandzukic

Mandzukic? Da war doch was! Genau: 2012 kam der Stürmer nach München, gewann direkt das historische Triple und erzielte in zwei Jahren bei den Bayern 48 Tore in 88 Pflichtspielen. Mit der Verpflichtung von Pep Guardiola wurde der rasante Höhenflug jedoch schnell gestoppt, da Mandzukic „nicht sein Stürmer-Typ“ sei. Im Sommer 2014 folgte der Wechsel zu Atletico Madrid – auch weil Robert Lewandowski geholt wurde.

In Spanien angekommen, ließ Super-Mario dann gleich einmal Dampf ab: „Guardiola war nicht fair zu mir. Dieser Mann hat mich enttäuscht. Ich habe das Beste für die Mannschaft und für Bayern gegeben, hatte es nicht verdient, so behandelt zu werden.“ Und das beweist er aktuell auch. Mit 5 Toren aus 8 Spielen steht er als Atleticos Topscorer im Viertelfinale der UEFA Champions League. Aber ob das auch so bleibt? Angeblich soll es ihn ja bald wieder nach Norddeutschland ziehen: Ex-Klub VFL Wolfsburg sei interessiert, heißt es.

Cristiano Ronaldo

Die Tormaschine: 42 Tore und 21 Vorlagen in 40 Spielen. CR7 ist diese Saison nach wie vor in galaktischen Sphären unterwegs. Viele sehen in ihm aber nur den arroganten Fußballer mit Gelfrisur. Was die aber nicht wissen: Hinter den impulsiven Torjubeln steckt ein sehr zu respektierender Mensch. Cristiano kommt aus ärmlichen Verhältnissen und verlor seinen Vater mit nur 20 Jahren, dessen Traum es war, dass sein Sohn einmal der beste Spieler der Welt wird. Dieser Traum wurde 2008 mit der Wahl zum Fußballer des Jahres erfüllt.

Sein sportlicher Erfolg kommt allerdings nicht von ungefähr. Selten verlässt einer der Teamkollegen den Trainingsplatz nach Ronaldo. Der Portugiese schiebt regelmäßig Extraschichten, um auch weiterhin zu den besten der Welt zu gehören. Real konnte diese Saison zwar in den bisherigen sechs Partien gegen Atletico noch kein Spiel gewinnen, aber vielleicht macht sich diesmal Ronaldos Fleiß bezahlt. Für mich gibt es im „Derbi madrileño“ jedenfalls keinen Favoriten.

Carlos Tevez

„El Apache“ sucht in Italien derzeit seinesgleichen. 24 Tore und 8 Vorlagen in 36 Spielen. Diese Zahlen sind zuletzt auch dem BVB im Achtelfinale der UEFA Champions League zum Verhängnis geworden. Aus dem Team der Alten Dame ist der Argentinier derzeit nicht wegzudenken. Bleibt zu hoffen, dass der 31-Jährige nicht plötzlich wieder sang- und klanglos verschwindet. Wie im Februar 2010. Damals noch bei Manchester City unter Vertrag – für die er 73 Tore in 148 Spielen erzielte – wusste plötzlich nicht einmal Trainer Roberto Mancini, wo sich sein bester Torschütze aufhielt. „Ich weiß nicht, wo Tevez ist. Ich glaube, er ist in Argentinien.“

Tevez träumt zwar heute von der Heimat und möchte angeblich nach Vertragsende 2016 zu den Boca Juniors wechseln – laut eigener Aussage werde er seinen aktuellen Vertrag respektieren und erfüllen. Deshalb denke ich nicht, dass sich Juventus Turin ernsthafte Sorgen machen muss. Der Junge ist gereift. Und wenn er tatsächlich pünktlich da sein sollte, haben sie gegen den AS Monaco sogar gute Chancen auf den Einzug ins Halbfinale.

Dimitar Berbatov

Manche nennen ihn das „Lethargische Genie“, andere den „Ibrahimovic von Monaco“, weil seine Spielweise oft etwas lustlos wirkt. Klar: Er zählt nicht mehr zu den Jüngsten oder Schnellsten, aber das war er auch noch nie. Mit seinen 34 Jahren hat der Bulgare eine andere Qualität: Erfahrung! 90 Tore für Bayer 04 Leverkusen, 56 für Manchester United, 46 für Tottenham Hotspur, 20 für den FC Fulham und bisher 18 für AS Monaco. Er weiß eben, wie es geht. In Deutschland, England und Frankreich hat er es bewiesen. Ich bin gespannt, ob er auch im Duell gegen die alte italienische Garde um Andrea Pirlo und Gianluigi Buffon wieder stechen kann. In der UEFA Champions League lässt ihn sein Knipser-Gen nämlich etwas im Stich: Nur 1 Tor in 7 Spielen. Möglicherweise hat er sich seine Munition aber auch einfach für die heiße Phase des Turniers aufgehoben. Zuzutrauen wäre es ihm.

Im zweiten Teil werde ich mir die Lichtgestalten von Paris, Barcelona, Porto und den Bayern genauer anschauen.

Bis dahin, Tschau-Tschüss

Euer Opdi

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