Schlechte Geldverstecke
16.05.2015

Verstecke für Geld

Die zehn schlechtesten Verstecke für Bargeld

Nur Bares ist Wahres: Darauf setzt gut ein Drittel der Deutschen und bewahrt größere Summen zu Hause auf. Doch nicht überall sind Barreserven sicher. Ein amüsanter Überblick der zehn schlechtesten Verstecke für Geld: 

Nicht nur im Sparschwein oder in der Haushaltskasse – viele Bürger bewahren zu Hause größere Beträge an Bargeld auf. Zusammen horten die Deutschen schätzungsweise 115 Milliarden Euro in den eigenen vier Wänden. Mehr als nur den typischen Notgroschen daheim zu haben gibt vielen Menschen ein Gefühl von finanzieller Sicherheit. Andere wiederum schätzen die direkte Verfügbarkeit ihres Geldes oder möchten einfach nur eins: sparen.

Doch egal aus welchen Gründen die Deutschen ihr Geld zu Hause aufbewahren – sicher ist ihr Geld in den eigenen vier Wänden keinesfalls. Seit Jahren steigt die Zahl von Einbrüchen in Wohnungen und Häuser. Den eigenen Bargeldbestand zu verstecken ist oft zwecklos, da Einbrecher längst wissen, wo sie suchen müssen. Welche Stellen deshalb eher ungeeignet für die Geldaufbewahrung sind, lesen Sie in unserem amüsanten Überblick der zehn schlechtesten Verstecke:

1. Alles kalter Kaffee

Auf der Suche nach einem sicheren Versteck für ihr Geld kommt vielen Menschen gleich die Küche mit ihren vielen Schränken, Schubladen und Utensilien in den Sinn. Besonders beliebt für die Aufbewahrung von Scheinen und Münzen: die Kaffee- oder Keksdose. Geheim ist dieses Versteck damit jedoch keinesfalls. Im Gegenteil: Meist haben Einbrecher den richtigen Riecher für jene Dosen, in denen Geld verborgen liegt. Abzuraten ist aber auch von anderen Verstecken in der Küche wie dem Vorratsschrank, dem Zuckertöpfchen oder den Kochtöpfen – Banditen riechen den Braten sofort.

2. Seitenweise Bares

Nicht nur Goethe, Brecht oder Hesse – Bücher sind für Diebe immer wahre Klassiker. Vielleicht nicht aus literarischer Sicht, dafür aber ganz sicher auf ihrer Liste zu durchsuchender Geldverstecke. Scheine zwischen den Seiten eines dicken Buches zu verstecken macht daher in der Regel ebenso wenig Sinn wie die Maßnahme, Bücher auszuhöhlen und als Attrappe ins Regal zu stellen. Unregelmäßigkeiten in Bücherreihen fallen den Bösewichten häufig direkt auf und falls nicht, kippen sie die gesammelten Werke auch kurzerhand vom Brett.

3. Schöner Schein

In Wohnungen und Häusern werden Zimmer oft durch Bilder aufgewertet. Dies im wahrsten Sinne des Wortes zu tun und den Wandschmuck als Geldversteck zu nutzen, ist jedoch risikoreich. Denn für die Aufbewahrung der eigenen Reserven sind Bilder alles andere als der passende Rahmen: Einbrecher lassen sich nicht vom Schein eines schönen Bildes trügen, sondern schauen, was dahinter steckt. Sein Geld auf der Rückseite von Bildern oder in Hohlräumen in der Wand zu verstecken, könnte nach einem Einbruch also für ein Bild des Grauens sorgen.

4. Schlummernde Reserve

Für die Prinzessin auf der Erbse wäre es ein Graus: Geld unter der Matratze oder im Kopfkissen. Einige Bürger sehen darin hingegen die Möglichkeit, ihre Barreserven sicher aufzubewahren. Vor allem in der Nacht glauben sie so die Kontrolle über ihr Geld zu haben. Schließlich liegt man so, wie man sich bettet – in dem Fall also sicher. Anders sieht es jedoch am Tag aus. Brechen Diebe in die eigenen vier Wände ein, so drehen sie meist auch kurz die Matratze um und schütteln die Kissen durch. Ein Albtraum? Dann schlafen Sie besser noch einmal drüber.

5. Trügerische Blüten

Blühende Fantasie ist für die Bargeldverwahrung im eigenen Heim generell von Vorteil. Auf Verstecke in Blumenvasen und -töpfen sollte aber dennoch besser verzichtet werden, da Einbrecher durchaus einen grünen Daumen haben und sich die blühende Pracht meist etwas genauer ansehen. Große Mengen an Moos sollten deshalb nie zwischen den Blüten zu finden sein. Vor allem auch deshalb, weil Ihnen ein Song ansonsten sicher für immer Kopfschmerzen bereiten wird: „Vielen Dank, für die Blumen. Vielen Dank, wie lieb …“

6. Auf Eis gelegt

Zwar originell aber ebenfalls bekannt und damit unsicher ist die Taktik, Geldbündel im Gefrierschrank oder in der Gefriertruhe zu deponieren. Wer sich dazu entscheidet, geht das Risiko ein, selbst kalt erwischt zu werden. Denn Dieben genügen oft schon ein paar Augenblicke, um frostige Geldvorräte zwischen Eiswürfeln, Tiefkühlgemüse und Pizzakartons zu finden. Kalte Finger nehmen Sie dabei gerne in Kauf. Sorgen Sie deshalb besser dafür, dass sie kalte Füße bekommen.

7. Jacke wie Hose

Scheine aus dem Bankautomaten sind in der Regel wie gebügelt. Sie im Kleiderschrank zwischen Hosen, Hemden und Pullovern zu horten, ist allerdings ein Risiko: Einbrecher kennen diesen Trick und scheuen sich nicht, fremde Wäsche zu durchwühlen. Durchsucht werden dabei auch Jackentaschen und die Sockenschublade. Denn die Idee vom Sparstrumpf ist so „old fashioned“, dass sie jedem Einbrecher bestens bekannt ist. Sie können also davon ausgehen, dass man Ihnen an die Wäsche geht.

8. Leichtes Spiel

Geld verstecken ist kein Kinderspiel. Es bedarf an Raffinesse, damit Einbrecher die eigenen Barreserven nicht finden. Scheine zwischen das Spielgeld in der Monopoly-Box zu legen, ist allerdings keine schlaue Idee. Diebe werden schnell zu Spielverderbern, wenn sie den Inhalt von Gesellschaftsspielen auskippen und die echten Moneten entdecken. Seien Sie also vorsichtig und setzen Sie Ihr Geld nicht aufs Spiel. Ansonsten bleibt am Ende nur ein teurer Rat: Mensch ärgere dich nicht.

9. Geld auf Pump

Auf ihrem systematischen Streifzug durch Wohnungen und Häuser werfen Einbrecher in der Regel auch einen Blick ins Bad. Verzichten sollte man deshalb auch auf die Idee, sein Geld umhüllt von einem Plastikbeutel im Toilettenspülkasten zu verstecken. In Filmen mag diese Taktik zwar funktionieren, im wahren Leben aber bewährt sie sich kaum. Sehr wahrscheinlich finden die Banditen Ihre feuchte Reserve und dann müssen Sie sich plötzlich selbst irgendwo neues Geld pumpen.

10. Das Spiel mit dem Feuer

Feuer und Flamme sind Diebe zudem, wenn sie in Wohnungen und Häusern einen Kamin entdecken. Ist die Glut darin schon lange erloschen, so schöpfen sie schnell Verdacht und schauen genauer nach, ob darin möglicherweise Geld zu finden ist. Unsicher ist dieses Versteck aber noch aus einem anderen Grund: Machen Sie aus Vergessenheit doch irgendwann einmal wieder ein Feuer in Ihrem Kamin, so drohen Ihre Reserven in Rauch aufzugehen. Und dann bleibt wirklich nur noch Asche.

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