Bankvollmacht: Sorgen Sie jetzt online vor
14.09.2015
Tipp

Vorsorge

Bankvollmacht: Sorgen Sie jetzt online vor

Ein plötzlicher Unfall oder eine schwere Erkrankung können dazu führen, dass Sie von heute auf morgen Entscheidungen in Geldangelegenheiten nicht mehr selbst treffen können. Ist der Ernstfall eingetreten, ist eine nachträgliche Regelung der Vorsorge nur schwer möglich. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie bereits „in gesunden Tagen“ einer Vertrauensperson Ihre Bankvollmacht erteilen – am einfachsten und schnellsten geht dies online.

Deshalb gibt es für HypoVereinsbank-Kunden, die im HVB Direct B@nking angemeldet sind, ab sofort noch mehr Möglichkeiten, Vollmachten zu verwalten. Neben der Erteilung einer neuen Vollmacht können bestehende Vollmachten geändert oder gelöscht werden.

Und so geht's

  • Melden Sie sich in Ihrem Direct B@nking an, um den Antrag online zu stellen.
  • Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Sie das Vollmachtsformular per Post.
  • Anschließend schicken Sie uns das von Ihnen und dem Bevollmächtigten unterschriebene Formular zurück.
  • Bei Änderung bzw. Löschung Ihrer Vollmachten erfolgt die Bestätigung des Auftrags mittels TAN Ihres gewählten TAN-Verfahrens.
  • Im Anschluss wird Ihr Auftrag in der Regel innerhalb von zwei Bankarbeitstagen abgeschlossen.

Für einen besseren Überblick finden Sie in Ihrem Direct B@nking zudem eine Übersicht über alle von Ihnen erteilten Vollmachten.

Wichtig für Sie: Wenn Ihr Vollmacht-Empfänger kein Kunde der HypoVereinsbank ist, muss er sich noch legitimieren. Das geht ganz einfach. Die Informationen dazu bekommt er von uns mit der Post.

Was bei einer Bankvollmacht generell zu beachten ist, erläutert Matthias Wirth. Der 35-Jährige ist Prozess-Experte für Vollmachten bei der HypoVereinsbank und weiß, worauf es dabei ankommt.

Das 1x1 der Bankvollmacht

„Im Grunde ist eine Bankvollmacht für jeden Kontoinhaber sinnvoll, denn nur so kann im Ernstfall eine Vertrauensperson als Bevollmächtigter die eigenen Bankangelegenheiten vornehmen.“

„Eine Vollmacht sollte immer nur an eine Person erteilt werden, zu der ein uneingeschränktes Vertrauensverhältnis besteht zum Beispiel den Partner, einen Familienangehörigen oder die beste Freundin.“

„Der Bevollmächtigte darf zum Beispiel über Guthaben verfügen sowie Kontoabrechnungen und Kontoauszüge entgegennehmen. Außerdem darf er über eingeräumte Kreditlinien verfügen, ecKarte oder ServiceKarte beantragen und das Telefonbanking und Direct B@nking benutzen.“

„Der Bevollmächtigte kann das Konto nicht auflösen, keine weiteren Untervollmachten erteilen oder mit Ihrem Geld an der Börse spekulieren. Außerdem kann er keine Kreditverträge abschließen oder ändern, keine Kreditkarte beantragen und keine Sicherheiten bestellen oder zurücknehmen.“

„Die Voraussetzung zur Erteilung einer Vollmacht ist ein unbedingtes und uneingeschränktes persönliches Vertrauen zum Bevollmächtigten.“ Das bedeute im Umkehrschluss auch, dass derjenige, der die Vollmacht erteilt, auch das Risiko trägt, dass sie missbraucht werden könnte. „Deshalb können Sie Vollmachten auch jederzeit widerrufen.“

„Die Vollmacht ‚ab sofort‘ tritt mit Einreichung der vollständigen, unterzeichneten Vollmacht und Legitimation des Bevollmächtigten in Kraft – sie gilt über den Tod des Kontoinhabers hinaus. Die Vollmacht ‚im Todesfall‘ tritt erst mit dem Ableben des Kontoinhabers in Kraft. Die Legitimation und Unterschrift des Bevollmächtigten muss erst zwingend bei Inkrafttreten der Vollmacht eingeholt werden.“

„Wer keine Konto-Vollmacht bzw. sonstige Vollmacht (z.B. Vorsorgevollmacht, Generalvollmacht) erteilt hat, bekommt im Notfall einen Betreuer vom Gericht bestellt.“ Auch wenn das Gericht in den meisten Fällen Angehörige als Betreuer einsetze, könne durch diesen langwierigen Prozess wertvolle Zeit verloren gehen. „Für den Betroffenen ist das problematisch, da vom Eintritt des Notfalls bis zum Einsetzen des Betreuers durch das Gericht keine Verfügung durch Dritte möglich ist.“

Weitere Informationen zum Thema Vollmacht und Verfügung erhalten Sie hier.

  1. Carsten Schmidt
    25. September 2015, 12:48

    Hallo,
    vielen Dank für Ihren Kommentar. Ganz so einfach ist es nicht. Der jeweilige Direct-B@nking-Zugang wird für genau eine Person ausgestellt. Mit dieser vereinbart die HypoVereinsbank vertraglich unter anderem die Geheimhaltung der Zugangsdaten. Auch Bevollmächtige können und dürfen problemlos das Direct B@nking nutzen – mit einem eigens für diese Person ausgestellten Direct-B@nking-Zugang. So stellen wir sicher, dass die erteilten Aufträge einer dedizierten Person zugeordnet werden können.

    Viele Grüße,
    Carsten Schmidt

  2. Carsten Schmidt
    25. September 2015, 12:47

    Hallo Herr Endreß,
    vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir bedauern, dass Sie als Kunde mit unserem Service unzufrieden waren. Wir geben Ihren Kommentar dem entsprechenden Fachbereich zur Kenntnis weiter.

    Viele Grüße,
    Carsten Schmidt

  3. Endreß Peter
    23. September 2015, 16:28

    Die Hypo geht hier scheinbar immer noch eigene Wege.
    Ich bin seit zig Jahren Generalbevollmächtigter und seit 5 Jahren auch Betreuer meiner dementen Mutter, welche im Pflegeheim lebt.
    Nachdem Sie mir alle Möglichkeiten genommen haben, trotz dieser Vollmachten Konten zu eröffnen oder zu schliessen um unsere Immobilien zu verwalten, habe ich/wir diese 2010 oder 2011 bei Ihnen gekündigt (z.B. Kautionskonten, Sparkonten) und die Gelder bei einer anderen Bank eröffnet, welche gut damit leben kann, dass meine Mutter nicht unterschreibt, sondern ich als Bevollmächtigter. Wie sollte sie das auch noch? Sie ist nicht mehr geschäftsfähig und ich der Verwalter ihrer Güter!
    (Eine beglaubigte und zusätzlich schon Jahre davor, Ihren eigene Hausvollmacht noch von meiner Mutter unterschrieben, wurden nicht akzeptiert)
    Ich weiß nicht, bei welchen Banken andere Hausverwalter die Konten Ihrer Kunden verwalten, bei Ihnen scheinbar nicht!
    Mfg
    P. Endreß

  4. anonym
    23. September 2015, 14:57

    Warum so umständlich??
    Wenn ich meinen online Zugang meiner Vertrauensperson gebe, kann diese Person doch ebenso ’schalten und walten‘ ohne dass ich hierzu Ihre ‚Bankerlaubnis‘ benötige

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