04.06.2014

WM 2014

Nike schon Weltmeister

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien setzt nicht nur sportliche Maßstäbe. Auch die Wirtschaft hofft, von der WM 2014 zu profitieren. Allen voran: die Trikot-Ausrüster der 32 Nationalteams. Dazu einige interessante Fakten, die unsere Kollegen von onemarkets zusammengetragen haben.

Es klingt verrückt, was die Deutsche Welle da berichtet: Je schlechter die brasilianische Nationalmannschaft bei der WM spielt, heißt es in einem Online-Bericht, desto besser könnte die Wirtschaft des Landes dastehen.

Grund dafür sei das Gesetz “Lei Geral da Copa”, das die brasilianische Regierung eigens für die WM kreiert hat. Demnach dürfen die Regierungen der brasilianischen  Bundesstaaten einen Feiertag ausrufen, wenn dort ein WM-Spiel stattfindet. Darüber hinaus kann die Bundesregierung jeden Spieltag der brasilianischen Nationalmannschaft, der Seleção, zum nationalen Feiertag erklären. Kommt Brasilien ins Finale, würde das Team insgesamt sieben Spiele bestreiten, was landesweit sieben zusätzliche Feiertage zur Folge haben könnte.

Droht Brasilien ein konjunktureller Kater?

Gut möglich, denn der volkswirtschaftliche Schaden durch Produktionsausfälle dürfte sich laut dem Verband für Güter, Dienstleistungen und Tourismus von  São Paulo (FecomercioSP) auf 30 Milliarden brasilianische Real belaufen – rund 10 Milliarden Euro.

10:8 für Nike

Nike ist bei der WM in Brasilien der offizielle Trikot-Ausrüster von 10 Nationalmannschaften. Damit hat der US-Konzern – was die absolute Zahl der gesponserten Mannschaften betrifft – die Nase knapp vor adidas und Puma. Die beiden deutschen Konzerne stellen die Trikots von jeweils acht Teams. Sonstige Ausrüster kommen zusammen nur auf 6 Mannschaften. Außerdem hat Nike mit Brasilien nicht nur das Gastgeberland, sondern auch einen heißen Titelfavoriten im Portfolio. adidas darf sich mit Spanien, Argentinien und Deutschland ebenfalls Hoffnung auf den WM-Titel machen. Puma wiederum könnte mit Italien ganz weit vorne landen, hat mit mit Ghana und Uruguay auch zwei Geheimfavoriten unter Vertrag, die es im Turnier ebenfalls weit bringen können. Übrigens: Laut dem “Handelsblatt” geben die Ausrüster für das Sponsoring der 32 WM-Mannschaften die Summe von 275 Millionen Euro aus – so viel wie nie zuvor.

Abnehmender Spielrausch

Für deutsche Brauereien spielen Fußball-Weltmeisterschaften oder Europa-Meisterschaften hinsichtlich des Bierabsatzes keine so große Rolle. Die große Ausnahme war 2006. Im Jahr des “Sommermärchens” durften sich auch die Brauer freuen. Allerdings dürfte der Anstieg des Bierkonsums damals auch dem prächtigen Biergartenwetter geschuldet sein. Doch wer weiß, vielleicht kommt es ja zu einer Wiederholung des “Sommermärchens” – sowohl aus meteorologischer als auch sportlicher Sicht.

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