Kapitalmarkt

10.01.2013

Konjunktur- und Kapitalmarktausblick 2013 – Teil 2: Entwicklung am Aktienmarkt

In unserem gestrigen Blogbeitrag ging es um die Einschätzung unserer Researchkollegen zur wirtschaftlichen Entwicklung, zu Renditen und zum Euro-Wechselkurs für das Jahr 2013. Heute steht die Entwicklung an den Aktienmärkten im Mittelpunkt.

© Gerd Altmann – pixelio.de

Für den DAX erwartet UniCredit zur Jahresmitte einen Indexstand von 8200 Punkten, zum Jahresende 2013 von 8000 Punkten. Der wesentliche Faktor hinter dieser Entwicklung ist die Erwartung einer sukzessiven globalen Konjunkturerholung  in den Jahren 2013/14. Die erwartete, allmähliche Konjunkturerholung spricht im Jahresverlauf für eine schrittweise Höhergewichtung zyklischer Sektoren bei gleichzeitiger Rückstufung defensiver Sektoren. Das Indexziel für den Euro STOXX 50 von UniCredit zur Jahresmitte 2013 lautet 2700 Punkte, dies ist auch das Jahresendziel.

Deutschland profitiert von globaler Konjunkturerholung

Innerhalb Europas empfiehlt UniCredit den deutschen Aktienmarkt aufgrund des besseren relativen Gewinntrends gegenüber den anderen großen nationalen Aktienmärkten der EWU überzugewichten. Im Vergleich zu Deutschland kehren Italien und Spanien erst später zum Wachstum zurück. Deren Gewinntrend wird bis auf weiteres durch Sparmaßnahmen strukturell belastet, während dies bei Deutschland nicht der Fall ist und das Land zu den klarsten Profiteuren einer globalen Konjunkturerholung im neuen Jahr zählt.

Attraktives Investment: Chemicals

Innerhalb der Sektoren sieht UniCredit in STOXX Europe 600 Chemicals auch ein attraktives Investment zur Diversifizierung. Chemicals ist sozusagen in vielen Fällen “das attraktivere Länderinvestment”. Dies gilt in jedem Fall im Vergleich zu den großen südeuropäischen Ländern, Chemicals sind aber auch im Vergleich zu den meisten Emerging Markets attraktiv. Im Umfeld eines Tiefpunktes in den Frühindikatoren ist eine schrittweise stärkere Übergewichtung von zyklischen Sektoren sinnvoll. In ihrer Allokation berücksichtigt UniCredit dies neben Chemicals mit der Übergewichtung von Basic Resources und Oil & Gas.

Sektoren mit stabiler Gewinnentwicklung

Solange die Weltkonjunktur noch anfällig ist beziehungsweise ein geringes Wachstumsmomentum aufweist, setzt die Bank auch weiterhin auf Sektoren, die in der Vergangenheit eine sehr stabile Gewinnentwicklung gezeigt haben. Unser “Stable Growth Basket” mit den übergewichteten Sektoren Food & Beverage, Healthcare und Personal & Household Goods hat absolut und relativ 2012 beste Performance gezeigt und wird auch 2013 von der globalen Konjunkturerholung profitieren.

Die Marktprognosen im Überblick:

MITTE 2013

JAHRESENDE 2013

DAX

8200

8000

Euro Stoxx 50

2700

2700

Euro-USD

1,32

1,35

3M Euribor

0,45 %

0,65 %

10jährige Rendite

1,75 %

2,05 %

Öl-Preis (Brent) in USD je Fass

110

110

Gold-Preis in USD je Feinunze

1800

1800

Wirtschaftswachstum Deutschland

1,0 %

Wirtschaftswachstum Eurozone

0,1 %

Wirtschaftswachstum USA

2,1 %

Wirtschaftswachstum China

8,2 %

  1. Sina Gebel
    1. Februar 2013, 15:16

    Hallo Herr Schmidt,

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Weitere Prognosen zu Edelmetallen finden Sie im monatlichen Rohstoff-Ausblick unserer Research-Kollegen unter http://www.hypovereinsbank.de/portal?view=/research/commodityOutlookPublication.jsp. Wenn Sie sich darüber hinaus für das Thema interessieren, empfehlen wir Ihnen ein Beratungsgespräch in einer unserer Filialen, da wir an dieser Stelle keine Anlageempfehlungen abgeben können.

    Beste Grüße
    Sina Gebel

  2. D. Schmidt
    31. Januar 2013, 12:05

    e -mail wird bestätigt

  3. D. Schmidt
    31. Januar 2013, 12:02

    Finde den Kommentar sehr aufschlußreich. Z. Zt. versuchen die Medien und Anbieter vom Euro auszuweichen auf den Kauf von Gold und Silber. Bitte hierzu, wenn es geht, eine kurze Stellungnahme Ihrerseits. Herzlichen Dank

    Dieter Schmidt

  4. Maier Walter
    11. Januar 2013, 11:14

    find ich klasse, verständlich,,aufschlussreich

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