15.07.2014

Mobile Banking

Mobile Banking: Darauf sollten Sie achten

Mobiles Banking wird immer beliebter, es spart Zeit, ist praktisch und bequem. Wer Smartphone oder Tablet für seine Bankgeschäfte nutzt, sollte allerdings vorsichtig zu Werke gehen, damit sich keine ungebetenen Gäste auf dem eigenen Konto tummeln.

Auf dem Weg ins Kino noch schnell die Amazon Rechnung bezahlen oder im Urlaub mal eben einen Dauerauftrag für den neuen Vermieter erteilen: Bankgeschäfte immer und von überall erledigen zu können, ist praktisch, keine Frage. Trotzdem täuschen die spielerisch bedienbaren Anwendungen leicht darüber hinweg, dass gerade bei Geldgeschäften im Netz höchste Vorsicht geboten ist. Denn viele Anwender nutzen ihr Smartphone oder Tablet als individuellen Datenspeicher und als digitales Kommunikationszentrum. Und damit werden die mobilen Alleskönner auch für Betrüger interessant. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten sich Nutzer auch über ihre Eigenverantwortung im Klaren sein: Mobile Banking erfordert nicht nur höchste Sicherheitsvorkehrungen von Seiten der Bank, sondern auch ein gewissenhafter Umgang mit mobilen Endgeräten hat oberste Priorität.

Einfallstore für Schadprogramme

Grundsätzlich bestehen beim Mobile Banking die gleichen Gefahren, wie man sie schon vom Online Banking kennt. Also das Ausspionieren von vertraulichen Informationen und Passwörtern, etwa über Daten-Phishing oder Trojaner, die man sich zum Beispiel über einen App-Download oder auch beim Öffnen einer unbekannten MMS / SMS einfängt. Gerade bei mobilen Endgeräten haben Schadprogramme dann oft leichtes Spiel: Zwar gibt es für alle gängigen Betriebssysteme Sicherheitssoftware, aber nur wenige Smartphone- oder Tablet-Besitzer nutzen sie. Auch wer sein mobiles Endgerät “rooten” beziehungsweise “jailbreaken” will, also die von den Geräteherstellern zum Schutz eingebauten Nutzungsbeschränkungen und Zugriffsrechte entsperren möchte, sollte mit Bedacht vorgehen. Manchmal kann dieser Eingriff notwendig sein, etwa um Anti-Virenprogramme zu installieren. Allerdings sollte man das auf keinen Fall tun, um beispielsweise eine Spiele-App zu aktivieren. Denn dabei werden nicht nur die eigenen Zugriffsrechte und Möglichkeiten erweitert, sondern auch Schadprogramme können uneingeschränkt wie ein Administrator agieren.

Vorsicht vor virtuellen Fischernetzen!

Ebenso wie Trojaner sind auch Phishing-Angriffe beim Mobile Banking eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Beim Phishing handelt es sich um gefälschte E-Mails, SMS oder MMS von vermeintlich seriösen Absendern, die den Empfänger beispielsweise zur Eingabe sensibler Kontodaten auffordern. Nachrichten dieser Art sollten ignoriert und gar nicht erst geöffnet werden. Denn: Etwa eine Bank würde ihre Kunden zum Abgleich von vertraulichen Informationen niemals auf elektronischem Weg kontaktieren. Im Zweifelsfall hilft ein kurzer Google-Test: Liefert zum Beispiel der Betreffzeilen-Text einer E-Mail bei einer Suchanfrage unzählige Treffer, kann man davon ausgehen, dass es sich um eine Phishing-Mail handelt.

Gelegenheit macht Diebe

Aber nicht nur das Internet birgt Risiken, oft sind die mobilen Fallstricke auch von sprichwörtlich greifbarer Natur. Häufig laden Nutzer durch leichtsinniges Verhalten und fehlende Sicherheitsvorkehrungen an ihren Geräten regelrecht zum Missbrauch ein. Zum Schutz vor Fremdzugriffen sollte zum Beispiel immer die Sperrfunktion im Smartphone oder Tablet aktiviert sein. Auch sollten User die Vorgänge auf Ihrem Banking Account stets im Auge behalten und bei Diebstahl oder Verlust ihres Gerätes ihre Passwörter ändern. Wer seine Bankgeschäfte unterwegs erledigen will, tut zudem gut daran, seine Umgebung aufmerksam zu beobachten: Transaktionen sollten nicht an belebten Orten, etwa in der Bahn, durchgeführt werden, sondern nur dann, wenn man sicher ist, das niemand auf das eigene Display sehen kann.

Hier erhalten Sie Tipps, wie Sie Ihre Daten beim Mobile Banking vor Fremdzugriffen schützen können: 8 Tipps für sicheres Mobile Banking

 

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